22.05.16

25 Tag

Nach Regen folgt Sonnenschein. Was für ein Traum-wetter. Meine Frau ist die Beste. Mit dem Rollstuhl, da ich ja wegen der neuen Kanüle nicht laufen kann, ging es ins Café unterhalb vom Krankenhaus auf ein Tässchen Kaffee und Kuchen. 
Mit abermals neuer Kanüle geht es dem Ende des Krankenhausaufenthalt entgegen. Ich kann über dieses Krankenhaus nichts schlechtes sagen. Aber jeder macht seine eigenen Erfahrungen und wie es nun mal dem menschlichen Intellekt entspricht, bleiben die negativen Erinnerungen besser haften als gute. Klar habe ich auch nicht nur gute Dinge erlebt. Nur liegt gut und schlecht im Auge des Betrachters. Meine nicht so guten Erfahrungen beziehen sich auf Blutentnahme und Kanüle legen. Bei letzteren denke ich fast einen Rekord auf der Station zu haben. Umgerechnet jeden 3 Tag eine neue Kanüle. Wobei manche nur einen Tag hielten. Blöd ist wenn ich als Patient dem Arzt der die Kanüle legt sage "Entschuldigung, das liegt nicht richtig, ich habe schmerzen" und man vom Arzt gesagt bekommt (der natürlich froh ist eine Vene gefunden zu haben), "das Blut läuft, das wird schon halten". Recht sollte ich behalten und am nächsten Tag gab es eine neue Kanüle (zum Glück von unserer Stationsärztin) die 8 Infusionen also 4 Tage gehalten hat. 
Doch so langsam verschwindet die Landkarte aus blauen Flecken. Auch an den Oberschenkeln vom Heparin spritzen. Das gute seit zwei Tage bekomme ich keine mehr, werde umgestellt auf mein Falithrom. Das Team hier ist super, nette Schwestern, Pfleger und ein super Ärzteteam. 

So schnell kann es gehen den Port los zu werden. Hätte ich das alles vorher gewusst oder sagen wir mal so, hätte Frau die Risiken besser bedacht, wäre der Port schon nach der letzten Infusion Herceptin raus gekommen. Aber wie heißt es so schön "hinterher ist man schlauer".