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21.12.14

" 2014 "

In wenigen Tage neigt sich das Jahr seinem Ende zu. Wieder ein Jahr mit schönen und nicht so schönen Seiten. Aber das auf und ab gehört nun einmal zum Leben dazu, und es ist immer gut das Beste selbst aus einer nicht so schönen Situation zu machen. 

Für mich ist wieder ein Jahr Krebs-frei zu ende. Das ist das größte Geschenk, gesund zu sein. Die ganzen Untersuchungen haben immer einen kleinen bitteren Beigeschmack und werden diesen auch immer behalten, denn die Angst lässt einen nicht mehr los. Zum Glück habe ich eine Familie, meine Frau und viele Freunde hinter mir die mir halt und Sicherheit geben.

Dieser Jahr bot aber auch Veränderungen die wir irgendwie kommen sahen und sie nicht wahr haben wollten. So haben wir von jetzt auf gleich den Arbeitgeber gewechselt. Positiv dabei ist, wir haben unsere Arbeit behalten. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist die Umstellung für so einige sehr schwer. Aber wie so vieles Neuses, doch oft ist es besser sich auch auf Neues ein zu lassen, so ist der Lauf des Lebens.

Für unsere kleine Familie gibt es im neuen Jahr Zuwachs, darauf freuen nicht nur wir als Omas uns, sondern auch unser Enkelchen freut sich auf sein Schwesterchen.

Das schönste Ereignis war im April. Meine Frau machte mir schon im August 2013 einen Heiratsantrag. Sie war so nervös ... ich fand das so süß. Und dann im April am 25. heirateten wir, trotz Intrigen und allerlei Boshaftigkeiten gegen uns, es war einer mit der schönsten Tage in meinm Leben, und ich kann das so sagen da ich eine lange Talfahrt hinter mir habe, die mit Hilfe meiner Frau immer mehr Berg auf führt. Jedes Erlebnis ist niedergeschrieben ob gut oder schlecht. Unser Tagebuch hat mittlerweile stolze 800 Seiten uns liest sich wie ein Roman. Vielleicht sollten wir auch unsere Memorieren schreiben ... es wäre alles vertreten Liebe, Hass, Harmonie, Scherz, Verlust und Terror. Die Fünf gemeinsamen Jahre, nicht eines davon war langweilig. Wir hoffen von ganzen Herzen, noch viele solche Jahre gemeinsam erleben zu dürfen.



Ich wünsche euch allen eine wunderschöne friedliche besinnliche Weihnachtszeit. 

Besinnt euch auf das was Weihnachten aus macht, nehmt euch die Zeit Ruhe zu finden, vor allem aber bleibt gesund das ist das wichtigste was es gibt "Gesundheit".

Wir machen uns das Leben selber schwer und stressig, und merken dabei nicht, das wir uns Stück für Stück zerstören. Egal ob reich oder Arm schätzt was ihr habt und gebt das an eure Kinder weiter.




09.07.14

Szintigraphie

Dieser Termin war der schlimmste nach der Diagnose Brustkrebs. Nicht nur weil einem eine Radioaktive Flüssigkeit gespritzt wird, nein auch weil einem wieder bewusst wird was man hatte. Meine Mutter ist an dieser Krankheit in meinem Alter gestorben. Da ich in letzter Zeit oft Knochen schmerzen vor allem Hüftknochen und Kniegelenke hatte, war dieser Termin notwendig. Meine Mutter hatte Rückenschmerzen es waren auch gerade die 5 Jahre fast geschafft und dann ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb weniger Wochen ist ihr Körper zusammen gefallen und es kam was dann kommen musste. 
So sind im Zug nach Jena Gedanken an meine Mutter mitgefahren. Die ganze Zeit vorher war ich verhältnismäßig ruhig nur war es mit der Ruhe vorbei, so wie der Zug in Jena hielt und wusste jetzt wird es ernst.
Wenn ihr Jahrzehnte nicht mehr in Jena wart ... kann es euch so gehen wie mir. Vorab hatte ich mir angeschaut wo ich hin muss. Ich war auch immer richtig, Nur bin ich zweimal daran vorbei gelaufen. Das war nicht witzig.
Nach meiner Spritze konnte ich dann erst einmal schön Kaffee und Tee trinken gehen. Der kleine Stadtbummel lenkte mich von meinen Gedanken ein wenig ab. Ich brauchte dann erst einmal eine Halbe Stunde bis ich meinen ersten dreiviertel Liter angefangen hatte. Denn viel trinken stand auf den Programm bis ca. eine dreiviertel Stunde vor dem Scan. Der Scan an sich tut nicht weh, ist aber nichts wenn man Platzangst hat und Probleme ruhig liegen zu müssen und das für ca. 30 min. Ich war froh als die ganze Prozedur vorbei war.
Nach insgesamt 4 Stunden war dann das Ergebnis da. Als der Arzt mich zur Besprechung rein rief machte er ein komisches Gesicht, für mich zumindest sah er sehr ernst aus. Zum Glück war es nur ein angestrengter Blick, denn das Ergebnis ergab keine Metastasen und keine anderen schlimmen Auffälligkeiten. Nur leider Abnutzungen an Gelenken. Doch die seien nicht schlimm sondern altersgerecht. Ich wollte erst Fragen von welchem Alter er ausgeht. Meinem tatsächlichem oder + die 10 Jahre die einem die Chemo gekostet hat.


28.04.14

Nach fast fünf Jahren ...

... kam jetzt das Ja. Nichts konnte uns erschüttern. Wir haben jeden Felsen zertrümmert uns einen Weg in ein gemeinsames Leben geschaffen auch wenn es so einige gab und noch gibt die immer wieder versuchen uns zu entzweien. Keiner hat es geschafft und so kam unser bis jetzt schönster Tag unsere Hochzeit.




















19.01.14

Sonographie

Gleich am 07.01.2014 hatte ich einen Termin zur Leber und Magen Sono. Mein Schatz hat sich wie bei jeder bevorstehenden Untersuchung fertig gemacht. Dazu muss ich sagen das ich Anfang letzten Jahres bis ca. Mitte des Jahres Magenbeschwerden hatte und keiner wusste wo das her kommt.
Den Sono-Termin machte ich mir noch im letzten Jahr auf Anordnung von Leipzig auf Grund der Nachsorge es stand auch noch eine Ganzkörperszintigraphie auf der Überweisung. Dies habe ich beim Anruf wegen eines Termins mit angegeben. Da ich weis was bei einer Szintigraphie gemacht wird, dachte ich schon na klasse den ganzen Tag im Krankenhaus verbringen was nehme ich zum Lesen mit. Zur Erklärung, bei einer Szinti wird eine Radioaktive Flüssigkeit gespritzt. Danach muss man ca. 3 Stunden warten bis die Flüssigkeit sich im ganzen Körper verteilt hat. Mit einem Gerät so ähnlich wie beim CT wird man dann so zu sagen geröntgt. Auf den Aufnahmen ist dann das Knochengerüst zu sehen jede sagen wir Anomalie wird so sichtbar. Selbst OP's (Gewebeverwachsungen durch OP-Narben) sieht man. Das klingt aufregend, aber so ein Termin ist einer von denen die schnell vorbei gehen sollen.
Auf jeden Fall sagte ich der Dame alles was auf der Überweisung stand. Ich gehe also zu meinen beiden Terminen wunderte ich mich schon wegen der Uhrzeit um 10:50 Uhr. Dort angekommen legte ich meine Überweisungen vor und nun kommt es,  die Dame schaut mich an und meinte "ja, die Szintigraphie machen wir hier nicht, da müssen sie nach Jena" ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich fragte sie, warum sie mir das nicht bereits gesagt hat als ich den Termin ausgemacht hatte. Sie "habe ich bestimmt überhört". Ja ne ist klar. Meckern half nun auch nichts. Zum Glück musste ich wegen der Sono nicht lange warten und konnte mit guten Ergebnissen auch schnell nach Hause. Nun steht noch der zweite Termin an und dann auch schon die erste Vorsorge für dieses Jahr. Vorsorge wie das klingt. Steht einer mitten im Berufs und Familienleben, seit ehrlich wer denkt da an Vorsorge, der Kopf ist voll mit allen möglichen Dingen nur nicht mit Vorsorge. Gerade wir Frauen (natürlich auch Männer) sollte das nicht auf die lange Bank schieben, sonst kommt irgendwann das böse erwachen.
Jetzt haben wir erst einmal Ruhe und können uns voll und ganz auf die Erziehung unseres Familienzuwachs kümmern.