31.10.13

Wieder ein Jahr

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende die letzten Untersuchungen stehen an. Eine hatte ich diese Woche "Vorsorge" und in drei Wochen ist die Nachsorge dran. Mir geht es zum Glück gut außer Knochenschmerzen (aber auch nicht ständig) habe ich kaum Wehwehchen. Ist schon komisch. Man zählt oft die Tage bis etwas kommt oder beendet ist und ich zähle Jahre. Jahre weil es heißt nach 5 Jahren hat man es überstanden und nach 10 Jahren hat man es ganz geschafft.
Was man aber dann noch nicht geschafft hat, ist die Tabletten Entwöhnung. Seit 4 Jahren nehme ich Tamoxifen die meine Hormonbildung (weibliche Hormone) reduzieren. Was passiert wenn das Medikament abgesetzt wird??? Darüber habe ich bis jetzt noch nichts gelesen und irgendwie möchte ich das auch gar nicht. So vieles stellt man in Frage selbst die Chemo. Bei meiner OP wurde der Tumor komplett entfernt ein Lymphknoten war nicht befallen und das angrenzende Gewebe war auch sauber. Also warum die Tortur der Chemo die im nachhinein mehr zerstört? Auf diese Frage bekomme ich wahrscheinlich nie eine Antwort und wenn doch wäre das gewiss so viel Latein das ich nichts damit anzufangen wüsste.

Bei meiner Frauenärztin habe ich durch Zufall gesehen was es für eine ewig lange Liste an Anbietern von Tamoxifen gibt. Sie schimpfte darüber da viele dieser Medikamente im Ausland produziert werden mit weniger Kontrollen. Warum schiebt die Regierung keinen Riegel davor. Sollte unsere Gesundheit nicht vor gehen. Die Krankenkassen weisen Medikamente von Billiganbietern an und man muss dem folge leisten, sei denn der Arzt hat das richtige Häkchen gesetzt und somit eine bestimmte Firma bestimmt.

Aber was kann der kleine Mann ausrichten im Kampf gegen Sturrköpfe, Taube und Blinde Politiker. Ihnen wird die bestmögliche Medizinische Versorgung zu teil also warum sollen die sich um uns kümmern.