23.08.12

Mammographie die Zweite

So heute habe ich nun endlich meine zweite und somit letzte Mammo für dieses Jahr hinter mir. Ich brauche glaube nicht mehr zu erwähnen das es jedesmal ein Nervenakt ist und man zittert bis man das Ergebnis bekommt. Man kann den Felsen fallen hören wenn die Tür vom Sprechzimmer aufgeht und die Ärztin mit dem Daumen nach oben raus kommt und sagt "es ist alles in Ordnung". Ich merke so langsam kommt auch bei dem Gang zu dieser Untersuchung Routine rein, man geht nicht mehr mit all zu viel Angst dort hin. Jetzt fehlen noch zwei Nachuntersuchungen eine ist nächste Woche und dann die Letzte im November.

Was mir heute aufgefallen ist man erkennt in den Gesichtern der Frauen im Wartezimmer welche schon an Brustkrebs erkrankt war und für welche es nur eine Routine Untersuchung ist. Meine Beobachtung konnte ich heute so genau machen da ich fast eine kleine Ewigkeit warten musste. Was würde manch eine von uns geben mit einem ruhigen Gewissen ohne Angst zur Mammo gehen zu können. Ich denke aber das es mit laufe der Zeit immer besser wird und das ist auch gut so. Was habe ich davon wenn ich mein Leben von Angst bestimmen lasse, nichts. Im Gegenteil man sollte die Angst nicht bestimmen lassen wie man Lebt. Es gibt so vieles für was es sich lohnt diesem Gefühl nicht die Oberhand zu lassen.

Auch wenn es sich kitschig anhört, aber seit ihr schon mal bei einer Sternenklaren Nacht spazieren gegangen und habt euch die Zeit genommen die Sterne an zu sehen. Das ist wie als schaue man aufs Meer so unendlich weit kaum erreichbar, aber doch wunderschön, geheimnisvoll und gleichzeitig gefährlich. Man fühlt sich auf einmal irgendwie frei. Das sind alles so Kleinigkeiten die das Leben für einen kurzen Moment wunderschön machen. Es gibt bei vielen Menschen keine solchen Momente, sie laufen mit Scheuklappen durch die Welt schauen nicht nach rechts und nicht nach links und wollen es auch teils nicht aus Angst man könnte sehen das sie Gefühle haben und zulassen können. Für mich sind das arme Menschen und ich denke eine Zeit lang habe  ich auch dazu gehört. Warum muss einem erst etwas passieren bevor man die Augen richtig auf macht und das Leben zu schätzen lernt. Es zählt nicht nur das man ein dicken Geldbeutel hat, denn wenn man die Menschen in seiner Umgebung daran misst was sie haben gewinnt man keine Freunde nur falsche. Mit unter ist ein armer Mensch glücklicher als ein Reicher und ein Armer weis zu schätzen was er hat.

So jetzt habe ich mal wieder genug geschrieben, aber ab und an soll ein Denkanstoß ganz gut sein und so manch einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück hohlen.