22.11.12

Zum letzten Mal für dieses Jahr

Nun bin ich endlich wieder zu hause, zum Glück auch früher als ich angenommen hatte. Heute Morgen um 4:25 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof um für das letzte Mal in diesem Jahr zur Untersuchung zu fahren. 
Man ist zwischen den Untersuchungsterminen ja auch noch zu den normalen Frauenarzt Terminen zwecks Vorsorge und weiß da ist nichts. Aber trotz allem ist man froh wenn man EKG und Echo hinter sich hat,so wie die Blutabnahme das alles in Ordnung ist. Nächstes Jahr muss ich zwar auch einmal pro Quartal zur Untersuchung aber nicht mehr alle vier Mal nach Leipzig. Im September waren es drei Jahre das der Brustkrebs diagnostiziert wurde und die OP statt fand. Ein schauer läuft mir immer wieder über den Rücken wenn ich nur daran denke, was zum Glück nicht mehr so oft vor kommt. Es ist wichtig Ablenkung von der Krankheit zu haben aber bitte nicht verdrängen das geht nicht gut.
Nun werden die Abstände in meinem Tagebuch immer größer, auf einer Seite macht mich das traurig da ich sehr gern schreibe, auf der anderen Seite zeigt es mir das ich auf einem guten Weg bin. Dazu gehört meine Partnerin unsere kleine Familie (Enkelchen und Tochter) und liebe Schwiegereltern, aber auch meine Arbeit alle zwei Wochen gebe ich meine Kenntnisse im Nähen weiter und das macht riesen Spaß. Wenn ich zurück denke auch wenn es eine schwere Zeit war, so haben wir nie das Lachen verlernt immer und überall. Es gab auch nicht so schöne Tage aber da habe ich Energie aus den guten Tagen gezogen und mein Schatz wusste auch stets wie sie mich aufmuntern konnte. Nicht nur ich habe Aufmunterung gebraucht auch mein Schatz, für sie war es denke ich schlimmer als für mich und sie hat sich nicht geschont. Wir haben uns gegenseitig immer wieder Mut zugesprochen und genau so sollte es sein.


15.11.12

2 1/2 Stunden Notaufnahme

Dieses Mal musste nicht ich zum Arzt, mein Schatz hat sich die Hand auf der Herdplatte verbrannt. Ich saß gerade in meinem Nähkurs als mein Handy klingelte und meine Frau mir offenbarte das sie sich die Hand auf der Herdplatte verbrannt hat. Wie schlimm es wirklich war erfuhr ich erst als ich nach hause kam. Ein Blick reichte zu sagen das ist eine Verbrennung zweiten Grades (die Art der Blasenbildung) ab ins Krankenhaus.
Und wenn schon jemand Erfahrung damit hat Abends in die Notaufnahme zu müssen der weiß von was ich rede. Geschlagene 2 1/2 Stunden saßen wir und warteten bis sie wieder aus der Notaufnahme kam. Das Gute wir mussten nicht mit dem Bus fahren und auch nicht auf den selben warten, eine liebe Freundin hat uns gefahren (Danke Romy). 
Als sie dann raus kam, mussten wir lachen denn wie heißt es so schön "wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen" es sau aus wie ein kleiner Baseball- Handschuh. Die Nacht war aber zum Glück ohne Schmerzen und so konnte sie gut durchschlafen, lag bestimmt auch an dem Schmerzmittel was ihr gespritzt wurde. Nun hoffen wir das keine Narben zurück bleiben.

An alle Kinder, hört auf eure Mütter "Bitte nicht auf den Herd fassen"