16.08.12

Einer dieser Tage!

Gestern war mal wieder einer dieser Tage, an denen man sich verstecken möchte. Es ist leicht zu sagen "es ist doch besser Gesund zu sein". Klar ist es besser gesund zu sein, als sich über Dinge die keine große Rolle spielen sollten sich auf zu regen. Aber ich denke jeder hat das Recht einfach mal sich selbst zu bemitleiden. Man sollte nur aufpassen das es nicht zu lange anhält und man in ein tiefes Loch fällt aus dem man alleine nicht mehr raus kommt.
Bei mir ist es nun mal die Gewichtszunahme durch die Medikamente, damit komme ich nicht klar. Nun habe ich heute meine Kleidung aussortiert, da ich vieles nicht mehr tragen kann weil es mir nicht mehr passt. Das ist deprimierend, zumal man sich aus Geldmangel nicht mal was neues leisten kann. 
Nun würde mancher sagen " hör doch auf zu jammern" es gibt schlimmeres, das mag wohl sein. Ich hasse das ich krank geworden bin und sich mein Leben dadurch so verändert hat. Es gibt auch positive Veränderungen aus der ich meine Kraft ziehe, aber diese Veränderungen haben mit der Erkrankung nichts zu tun und das ist auch gut so. Man stellt sein ganzes Leben in Frage und alles was passiert ist geht einem nicht mehr aus dem Kopf und verfolgt einen sogar im Traum. Man träumt von Situationen aus seinem Leben und im Traum versucht man diese zu ändern oder sich vor zu stellen wie es wäre hätte man etwas anders gemacht. Aber wenn man am Morgen erwacht ist alles wieder da, man steht mit beiden Beinen wieder mitten in der Realität und muss damit klar kommen weil andere Menschen nicht verstehen können das man neben der Erkrankung auch Seelisch leidet. Das ist diese Leiden was keiner sieht aber es ist da und ich denke es wäre gelogen zu sagen "nein so was passiert mir nicht", es geht nur jeder anders damit um. Man muss funktionieren weil es heut zu tage die Gesellschaft so erwartet, da gehört kein Jammern dazu. Da ist es schön wenn man einen Mensch an seiner Seite hat der einen auffangen kann. Das schlimme aber daran dieser Mensch leidet mit und ich denke viel mehr als man selber, so das man sich gegenseitig auffangen muss und so immer mehr Kraft gemeinsam bekommt.
Die Erkrankung war nun einmal da und ist Teil unseres Lebens, wir müssen damit zurechtkommen obwohl es so einige Situationen gibt in denen man zurück an den Anfang der Erkrankung geschuppt wird. Ich kann nur für mich sprechen und sage, zieht aus jeder Situation so verworren sie auch sei immer das positive, denkt mehr an euch und macht euch nicht so viele Gedanken darüber was andere von euch halten. So wird es besser und im Laufe der Zeit kommt man damit einiger Maßen klar. Nun sind es bald im September 3 Jahre, meine Haare sind wieder schön lang, trotz allem wird die Erkrankung immer gegenwärtig sein. Schon allein da durch man Medikamente nehmen muss und das über so einige Jahre.

1 Kommentar:

Muschelsucher hat gesagt…

Ich kann Dich so verstehen, ich habe durch Medikamente auch über 10 kg zugenommen und es ist furchtbar.
Zumal das immer noch wie eine doofe Ausrede klingt.

Liebe Grüße