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14.04.12

Frühling

Auch wenn es schon ein paar schöne warme Tage gegeben hat, so konnte man noch nicht wirklich von Frühling sprechen. Aber jetzt schon, man sieht die Narzissen und Tulpen in voller Blüte, die Gänseblümchen, Löwenzahn und Schlüsselblumen, auch die Bäume erwachen so langsam aus dem Winterschlaf.







Nach all dem Ärger der letzten Wochen, haben wir heute mal eine Kur für die Seele gemacht. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir ein spätes Frühstück fast schon Mittag auf unserm Balkon. Es ist lange her das wir uns so etwas gegönnt haben. Man tut solche Kleinigkeiten viel zu wenig, es braucht nicht viel sich wohl zu fühlen auch wenn gerade ein Unwetter im 
Alltag tobt. Aber für ein paar Stunden alles vergessen tut unwahrscheinlich gut.

Um noch ein wenig mehr von dem schönen Wetter zu genießen, haben wir uns nach Unterwellenborn fahren lassen. In diesem Ort bin ich aufgewachsen und nach 20 Jahren laufe ich heute das erste mal wieder durch diesen Ort. Es hat sich so viel verändert. Das Grundstück wo wir wohnten bei einer der besten Bäckerei zu DDR Zeiten, ist nicht mehr wieder zu erkennen. Die Gärten sind weg genauso wie der Wäscheplatz die Garagen und der Platz auf dem wir immer spielten alles weg. Auf meinem Weg damals zur Schule stand ein altes damals schon fast baufälliges Fachwerkhäuschen aus dem schaute meist am Nachmittag als wir wieder von der Schule nach hause liefen eine nette alte Dame diese hatte immer Süßigkeiten für uns, auch dieses Haus gibt es nicht mehr.

Mein Schulweg führte mich über die Eisenbahnbrücke wo rechter Hand hinter der Brücke unser Kulturhaus steht. Noch immer steht es da und wenn der Platz und Park ringsherum nicht so verkümmert aussehen würde könnte man denke da wäre noch Leben drin. Aber weit gefehlt, so ein riesen Haus mit Theatersaal, Tanzsaal, Kaffee, Gaststätte bot früher so viel Kultur. Von Kinovorstellungen bis hin zum Ballett und anderen Musikalischen Vorstellungen. Es gab verschiedene Zirkel wie Bastel- und Nähzirkel auch Zeichenzirkel, Ballettunterricht ein Chor und vieles mehr wie Tanz in den Mai und Silvesterbälle aber auch die Abschlussbälle der Tanzschule Hähner.
Ich kann mich noch gut an unser erstes Klassentreffen erinnern, das hatten wir im Kulturhaus. An diesem Tag wurden die Grenzen geöffnet und seit diesem Tag war ich nie mehr in diesem Gebäude. Es macht einen traurig zu sehen wie so etwas einfach sagen wir ruhig langsam aber sicher zusammen fällt.

Aber ansonsten, wächst Unterwellenborn in der Siedlung versucht jeder sein Häuschen schön her zurichten es ist alles viel sauberer als früher. Es macht aber auch traurig wenn man daran denkt das man selber mal in so einem schönen Häuschen gewohnt hat. Aber was nutzt es im vergangenen zu leben, lieber an das jetzt und hier denken. So wie heute mit einem herrlichen Spaziergang in der Sonne durch die Vergangenheit. So konnte ich ein wenig meinem Schatz zeigen wo ich aufgewachsen und auch zur Schule gegangen bin.
Unser Zwerg fand den Spaziergang bestimmt nicht so schön. Er liegt gerade fix und fertig hier und schnarcht was das Zeug her gibt.

Jetzt gibt es Kaffee und mal sehen was wir heute sonst noch so machen. Ich wünsche allen einen wunderschönen Tag aber ganz besonders unserer Nichte in Leverkusen die Heute ihre Erstkommunion feiert. Leider können wir nicht da sein aber wir wünschen dir einen wunderschönen Tag.





05.04.12

Warum immer wir

Wir verstehen das echt nicht mehr. Es kommt einen so vor als hätte man "Dummkopf" auf die Stirn tätowiert bekommen oder "immer drauf das passt schon".

Wir sind ja im Januar nach Saalfeld gezogen, und da ich das nicht mag wenn alles Hals über Kopf geht habe ich ein paar Tage vor unserm Umzug alle Ämter sprich Krankenkasse, Rentenkasse, Arbeitsamt wo bei das Jobcenter schon viel früher bescheid wusste zwecks Anträge, Sparkasse, Versicherungen und was mal alles so informieren muss antelefoniert und die neue Adresse durch gesagt. Bei allen hat das auch gut geklappt nur bei einem Amt nicht der Rentenkasse. Das wusste ich aber nicht das die neue Adresse auf rätselhafte Weise nicht bei der Rentenkasse ankam. Nun muss ich etwas ausholen.

Im letzten Jahr habe ich einen Antrag auf Erwerbsgeminderten Rente gestellt, war zu meiner ärztlichen Untersuchung und die Ärztin sagte mir das sie der Rentenkasse vorschlägt diese Rente auf Zeit zu gewähren. So weit so gut. Da man gewohnt ist und von anderen auch immer hört das die Bearbeitung etwas länger dauern kann dachte ich nicht mehr an die Rentenkasse.
Am  März bekam ich vom Jobcenter Saalfeld ein Schreiben mit der Information zur Kenntnisnahme zu meinen Unterlagen. Dieses Schreiben beinhaltete einen Anspruch den das Jobcenter gegenüber der Rentenkasse erhebt. Ich dachte mir okay die wissen was sie machen, dachte mir nichts weiter dabei und heftete das Schreiben in meinen Ordner. Dann rief mich meine Arbeitsberaterin an und fragte mich ob ich meinen Rentenbescheid schon erhalten hätte ich wäre verpflichtet das dem Amt zu melden.
Ich wusste im ersten Moment nicht was sie von mir wollte, und ich sagte ihr das ich noch nichts von der Rentenkasse habe außer das Schreiben was das Jobcenter der Rentenkasse geschickt hat. Nach einigem hin und her sagte sie dann sie kümmere sich um alles. Nach dem Telefonat war mir bewusst die Rente ist durch und die gute Frau kümmert sich darum. Einige Zeit später exakt am 23.03 lag ein riesen Umschlag im Briefkasten siehe da der Bescheid und bei genauer Betrachtung stand auf dem Deckblatt unsere alte Anschrift. Da fragte ich mich schon was das soll. der Bescheid wurde am 17.02 ausgestellt und kam bei mir am 23.03.12 an. In der Zwischenzeit bekam ich von der Leistungsabteilung des Jobcenter Saalfeld einen neuen Berechnungsbescheid, in dem meine Rente schon auf das ALG II für April eingerechnet wurde. Ist ja soweit auch okay, denn ich sollte ja ab April so wie ich das verstanden habe Rente beziehen. Nur bei genaueren lesen des Renten Bescheids bekam ich einen Schreck. Die Rente wird immer erst zum Ende des jeweiligen Monats gezahlt. Das hat geheißen wir erhalten nur 48,00 € zum Lebensunterhalt für den Monat April vom Jobcenter.
Wieder ans Telefon und das Amt angerufen. Ja ich hätte dem Amt das melden müssen das ich einen Rentenbescheid habe und so kann man nichts machen es wäre alles rechtens und ich müsse Verständnis da für haben. Sie ist gar nicht darauf eingegangen das ich den Rentenbescheid erst jetzt erhalten habe obwohl die neue Anschrift schon längst vor lag. Mit den Worten "das glaube ich ihnen gern, aber sie könne nichts ändern" ging das Gespräch in die zweite Runde. Jetzt kam es, ich hätte ja schließlich eine Nachzahlung zu erwarten und könne nicht damit rechnen das ich dann auch noch Geld vom Amt beziehe. Das war der Hammer, in meinen Rentenbescheid stand drin als letzter Satz "Die Nachzahlung wird vorläufig nicht ausgezahlt" dieses Blatt schickte ich der Sachbearbeiterin. Danach telefonierte ich mit der Rentenkasse und trotz das der Bescheid jetzt an die richtige Anschrift gesendet wurde hatten die meine Daten nicht oder konnten auf meine Unterlagen nicht zu greifen. Das schlimme daran ist ich habe 4 verschiedene Telefonnummern für die Rentenkasse und wenn man dennoch falsch landet wird man weiter verbunden an eine noch andere Telefonnummer. Nun musste ich noch meine Kontodaten die sich in der Zwischenzeit wegen des Umzugs auch geändert haben auch noch an die Rentenkasse schicken. Es war aber klar das die Nachzahlung so lange zurück gehalten wird bis alle Sozialen Ämter die Anspruch erheben bedient sind. Nun standen wir da 48,00 € auf dem Konto zum Monatsanfang, nichts essbares im Kühlschrank und die laufenden Kosten standen zum 01.04 an. Über uns brach alles zusammen. Da man mit dem Jobcenter nicht reden kann weil ich in deren Augen absichtlich das Amt getäuscht hatte, haben wir jetzt einen Anwalt zu rate gezogen und sind gespannt was am Dienstag raus kommt. Wir lassen dann jetzt alle Bescheide prüfen. Was wäre so schlimm gewesen mir das ALG II zu zahlen, ich hätte doch zum ende des Monats wenn die Rente gekommen wäre das Geld ans Amt zurück zahlen können.

Nun kam mein Schatz von der Runde mit dem Hund und in der Hand eine Menge Post, natürlich vom Amt. Jetzt wird uns unterstellt wir haben von Februar bis ende März zu unrecht Leistungen vom Jobcenter bezogen. Da wurde uns ganz schlecht, mein Schatz werden drei Monate volle Leistungen unterstellt 1078 € und mir 599,30 €. Das sollen wir dem Amt zurück zahlen. Begründung "wissentliche Täuschung"

Wir dachten echt es wird etwas ruhiger und wir kommen endlich zur Ruhe, da scheinen wir uns geirrt zu haben. Wir bekommen immer mehr Berge (Steine sind das nicht mehr) in den Weg gelegt. Nun steht Ostern vor der Tür, schönes Ostern. Wir sind so, das wir alles lieber gestern anstatt morgen dem Amt melden und jetzt so etwas. Man fragt sich echt was man verbrochen hat, nun soll ein Anwalt klären ob das alles so rechtens ist wie vom Amt behauptet.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest.



In solchen Situationen erkennt man richtige Freunde. Danke