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02.12.12

Weihnachtsmarkt

Wir haben uns heute mal auf gemacht unsern Weihnachtsmarkt zu besuchen. Im nachhinein frage ich mich warum sind wir raus gegangen. So ein Kleinstadtweihnachtsmarkt ist nicht zu vergleichen mit einem wie in Leipzig der uns geflasht hatte. Aber auch so ein kleiner Weihnachtsmarkt sollte Gemühtlichkeit und Stimmung auf Weihnachten versprühen. Nur unser Weihnachtsmarkt ist einfach nur langweilig. Wenn ich zurück denke an meine Kindheit, was da für ein Treiben in der Stadt war und jetzt. Unsere Stadt ist einfach Tod und das macht einen traurig. Viele Häuser sind leer verfallen einfach, junge Menschen gehen von hier weg und ich möchte fast behaupten hier leben 85 % nur Menschen über 50.
So etwas kann einem schon die Stimmung verhageln, nur lassen wir das nicht zu es gibt ja noch mehr Weihnachtsmärkte.
Nun hat es auch bei uns zu schneien angefangen und es scheint eine Weile so weiter schneien zu wollen. Wir hatten die letzten Tage nur einen Blick auf die Berge die mit Schneedecke bedeckt sind.



Ich wünsche allen eine schöne besinnliche Adventszeit.


22.11.12

Zum letzten Mal für dieses Jahr

Nun bin ich endlich wieder zu hause, zum Glück auch früher als ich angenommen hatte. Heute Morgen um 4:25 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof um für das letzte Mal in diesem Jahr zur Untersuchung zu fahren. 
Man ist zwischen den Untersuchungsterminen ja auch noch zu den normalen Frauenarzt Terminen zwecks Vorsorge und weiß da ist nichts. Aber trotz allem ist man froh wenn man EKG und Echo hinter sich hat,so wie die Blutabnahme das alles in Ordnung ist. Nächstes Jahr muss ich zwar auch einmal pro Quartal zur Untersuchung aber nicht mehr alle vier Mal nach Leipzig. Im September waren es drei Jahre das der Brustkrebs diagnostiziert wurde und die OP statt fand. Ein schauer läuft mir immer wieder über den Rücken wenn ich nur daran denke, was zum Glück nicht mehr so oft vor kommt. Es ist wichtig Ablenkung von der Krankheit zu haben aber bitte nicht verdrängen das geht nicht gut.
Nun werden die Abstände in meinem Tagebuch immer größer, auf einer Seite macht mich das traurig da ich sehr gern schreibe, auf der anderen Seite zeigt es mir das ich auf einem guten Weg bin. Dazu gehört meine Partnerin unsere kleine Familie (Enkelchen und Tochter) und liebe Schwiegereltern, aber auch meine Arbeit alle zwei Wochen gebe ich meine Kenntnisse im Nähen weiter und das macht riesen Spaß. Wenn ich zurück denke auch wenn es eine schwere Zeit war, so haben wir nie das Lachen verlernt immer und überall. Es gab auch nicht so schöne Tage aber da habe ich Energie aus den guten Tagen gezogen und mein Schatz wusste auch stets wie sie mich aufmuntern konnte. Nicht nur ich habe Aufmunterung gebraucht auch mein Schatz, für sie war es denke ich schlimmer als für mich und sie hat sich nicht geschont. Wir haben uns gegenseitig immer wieder Mut zugesprochen und genau so sollte es sein.


15.11.12

2 1/2 Stunden Notaufnahme

Dieses Mal musste nicht ich zum Arzt, mein Schatz hat sich die Hand auf der Herdplatte verbrannt. Ich saß gerade in meinem Nähkurs als mein Handy klingelte und meine Frau mir offenbarte das sie sich die Hand auf der Herdplatte verbrannt hat. Wie schlimm es wirklich war erfuhr ich erst als ich nach hause kam. Ein Blick reichte zu sagen das ist eine Verbrennung zweiten Grades (die Art der Blasenbildung) ab ins Krankenhaus.
Und wenn schon jemand Erfahrung damit hat Abends in die Notaufnahme zu müssen der weiß von was ich rede. Geschlagene 2 1/2 Stunden saßen wir und warteten bis sie wieder aus der Notaufnahme kam. Das Gute wir mussten nicht mit dem Bus fahren und auch nicht auf den selben warten, eine liebe Freundin hat uns gefahren (Danke Romy). 
Als sie dann raus kam, mussten wir lachen denn wie heißt es so schön "wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen" es sau aus wie ein kleiner Baseball- Handschuh. Die Nacht war aber zum Glück ohne Schmerzen und so konnte sie gut durchschlafen, lag bestimmt auch an dem Schmerzmittel was ihr gespritzt wurde. Nun hoffen wir das keine Narben zurück bleiben.

An alle Kinder, hört auf eure Mütter "Bitte nicht auf den Herd fassen"



26.10.12

Wintereinbruch

Wir haben noch Oktober und gestern Nacht fing es an bei uns zu schneien. Auf einer Seite freut man sich schon über die weise Pracht aber schon werden Klagelaute wach. Aber das ist ja typisch für uns Menschen über alles zu Meckern.


So sah es heute Morgen so 7:30 Uhr aus und es schneit weiter.


Noch eine Untersuchung steht für dieses Jahr an dann ist Ruhe bis ins neue Jahr. Irgendwie hat man es so satt, trotz das man weiß man muss sich untersuchen lassen.

Herbst

Dem Herbst wird ja so einiges nachgesagt, und fast nur mit grau und nass in Verbindung gebracht. Der Herbst steht aber auch für das Welken nicht nur in der Natur auch der Mensch welkt in den Jahren dahin. So wird der Herbst auch die Jahres Zeit der Sterbenden genannt und mit dem fallen eines Blattes geht ein Leben zu ende. Dies mussten wir auch kürzlich erleben.

Aber auch sehr schöne Seiten hat der Herbst. Er ist Maler und regte viele Dichter und Poeten an über ihn zu schreiben. 

 Spätherbst  

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün,
Reseden und Astern im Verblühn.
Die Traube geschnitten, der Hafer gemäht.
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch ob Herbst auch die Sonne glüht -
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt!
Banne die Sorge, genieße, was frommt.
Eh Stille, Schnee und Winter kommt.

(Theodor Fontane)


Mir gefallen die Farben im Herbst, so lange noch Blätter an den Bäumen sind und man zu sehen kann wie sie ihre Farbe ändern. Wir haben einen Ahornbaum vor unserm Fenster und das sind meiner Meinung nach die am schönsten verfärbenden Blätter. Die Farben gehen von hellem Grün ins Gelb dann Orange zum Rot und letztendlich braun. Wenn dann auch noch die Sonne in diese Farbenpracht scheint dann ist es als wäre Frühling so ein warmes Gefühl steigt in einem auf. Da für sollte man sich aber auch in unserer hektischen Zeit einmal die Zeit nehmen um dies zu sehen. Es nimmt keine Probleme aber für ein paar Minuten kann man vergessen was um einen passiert. 

Herbst ist aber auch die Jahreszeit der Mythen, Legenden, Geistern und Hexen. Wie gern hat man als Kind gelauscht wenn die Oma Geschichten über Geister und Hexen erzählt hat. Es ist die Jahreszeit in der man so langsam wieder zusammen rutscht.

20.09.12

Trauriger Tag

In einem Film gab es zum Schluss einen Satz

"... und unsere Oma holte ein laues Lüftchen an einem warmen Herbsttag"

Keine Schmerzen und kein Leiden mehr.


Ein Licht, ein Licht der Sonne das dich wärmt,
ein Licht der Sterne die dir den Weg leuchten,
ein Licht vom Mond der über dich Wacht,
wir wünschen dir eine gute Nacht.


07.09.12

Postkarten

Nun haben wir schon einige Postkarten und ich bin dabei sie zusammen zu stellen. Das ist gar nicht so einfach die Unterschiedlichen Größen zusammen zu setzten.








30.08.12

Untersuchung geschafft

Heute habe ich wieder eine Untersuchung hinter mich gebracht. Jetzt ist es schon 3 Jahre her das man den Knoten entfernt hat, und man hat sich so einiger maßen damit auseinandergesetzt und es irgendwie verarbeitet.
Da kommt man zu einer Untersuchung und steht vor dem Arzt er/sie tastet die Brust und die Achseln ab und sagt so nebenbei rechst ist ein glatter Lymphknoten etwas verdickt.
Mir sind in diesem Moment alle Gesichtszüge entglitten. Hätte die Ärztin in diesem Moment nicht einfach nichts sagen können als sich dann mit Worten an mich zu wenden wie "das ist nichts schlimmes, sowas ist normal". Klar sie macht nur ihren Job und ich habe an ihren stockenden Worten an mich gemerkt das sie mitbekommen hat wie mit anders wurde, nur wenn da nichts ist ... wie heißt es "wenn man nichts wichtiges zu sagen einfach mal die .... halten" oder so ähnlich. Zum Glück ist alles in Ordnung aber mit einem Schrecken bin ich nach Hause gefahren.

Ja da Denkt man man kommt mit so etwas klar, aber in einem drin scheint es anders zu laufen. Es gibt so viele Bücher und so viele Foren und ich weis nicht was noch alles. Aber da drin steht nicht wie man damit fertig werden sollte. Jeder Mensch (Frau) ist anders und jede geht anders damit um. Es gibt im Prinzip kein Rezept um die Seele sein Innerstes zu heilen.

Ich kann nur für mich sprechen und sage mir tut das Schreiben hier gut und ich finde es schön zu wissen das es von Betroffenen gelesen wird. Danke




23.08.12

Mammographie die Zweite

So heute habe ich nun endlich meine zweite und somit letzte Mammo für dieses Jahr hinter mir. Ich brauche glaube nicht mehr zu erwähnen das es jedesmal ein Nervenakt ist und man zittert bis man das Ergebnis bekommt. Man kann den Felsen fallen hören wenn die Tür vom Sprechzimmer aufgeht und die Ärztin mit dem Daumen nach oben raus kommt und sagt "es ist alles in Ordnung". Ich merke so langsam kommt auch bei dem Gang zu dieser Untersuchung Routine rein, man geht nicht mehr mit all zu viel Angst dort hin. Jetzt fehlen noch zwei Nachuntersuchungen eine ist nächste Woche und dann die Letzte im November.

Was mir heute aufgefallen ist man erkennt in den Gesichtern der Frauen im Wartezimmer welche schon an Brustkrebs erkrankt war und für welche es nur eine Routine Untersuchung ist. Meine Beobachtung konnte ich heute so genau machen da ich fast eine kleine Ewigkeit warten musste. Was würde manch eine von uns geben mit einem ruhigen Gewissen ohne Angst zur Mammo gehen zu können. Ich denke aber das es mit laufe der Zeit immer besser wird und das ist auch gut so. Was habe ich davon wenn ich mein Leben von Angst bestimmen lasse, nichts. Im Gegenteil man sollte die Angst nicht bestimmen lassen wie man Lebt. Es gibt so vieles für was es sich lohnt diesem Gefühl nicht die Oberhand zu lassen.

Auch wenn es sich kitschig anhört, aber seit ihr schon mal bei einer Sternenklaren Nacht spazieren gegangen und habt euch die Zeit genommen die Sterne an zu sehen. Das ist wie als schaue man aufs Meer so unendlich weit kaum erreichbar, aber doch wunderschön, geheimnisvoll und gleichzeitig gefährlich. Man fühlt sich auf einmal irgendwie frei. Das sind alles so Kleinigkeiten die das Leben für einen kurzen Moment wunderschön machen. Es gibt bei vielen Menschen keine solchen Momente, sie laufen mit Scheuklappen durch die Welt schauen nicht nach rechts und nicht nach links und wollen es auch teils nicht aus Angst man könnte sehen das sie Gefühle haben und zulassen können. Für mich sind das arme Menschen und ich denke eine Zeit lang habe  ich auch dazu gehört. Warum muss einem erst etwas passieren bevor man die Augen richtig auf macht und das Leben zu schätzen lernt. Es zählt nicht nur das man ein dicken Geldbeutel hat, denn wenn man die Menschen in seiner Umgebung daran misst was sie haben gewinnt man keine Freunde nur falsche. Mit unter ist ein armer Mensch glücklicher als ein Reicher und ein Armer weis zu schätzen was er hat.

So jetzt habe ich mal wieder genug geschrieben, aber ab und an soll ein Denkanstoß ganz gut sein und so manch einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück hohlen.


16.08.12

Einer dieser Tage!

Gestern war mal wieder einer dieser Tage, an denen man sich verstecken möchte. Es ist leicht zu sagen "es ist doch besser Gesund zu sein". Klar ist es besser gesund zu sein, als sich über Dinge die keine große Rolle spielen sollten sich auf zu regen. Aber ich denke jeder hat das Recht einfach mal sich selbst zu bemitleiden. Man sollte nur aufpassen das es nicht zu lange anhält und man in ein tiefes Loch fällt aus dem man alleine nicht mehr raus kommt.
Bei mir ist es nun mal die Gewichtszunahme durch die Medikamente, damit komme ich nicht klar. Nun habe ich heute meine Kleidung aussortiert, da ich vieles nicht mehr tragen kann weil es mir nicht mehr passt. Das ist deprimierend, zumal man sich aus Geldmangel nicht mal was neues leisten kann. 
Nun würde mancher sagen " hör doch auf zu jammern" es gibt schlimmeres, das mag wohl sein. Ich hasse das ich krank geworden bin und sich mein Leben dadurch so verändert hat. Es gibt auch positive Veränderungen aus der ich meine Kraft ziehe, aber diese Veränderungen haben mit der Erkrankung nichts zu tun und das ist auch gut so. Man stellt sein ganzes Leben in Frage und alles was passiert ist geht einem nicht mehr aus dem Kopf und verfolgt einen sogar im Traum. Man träumt von Situationen aus seinem Leben und im Traum versucht man diese zu ändern oder sich vor zu stellen wie es wäre hätte man etwas anders gemacht. Aber wenn man am Morgen erwacht ist alles wieder da, man steht mit beiden Beinen wieder mitten in der Realität und muss damit klar kommen weil andere Menschen nicht verstehen können das man neben der Erkrankung auch Seelisch leidet. Das ist diese Leiden was keiner sieht aber es ist da und ich denke es wäre gelogen zu sagen "nein so was passiert mir nicht", es geht nur jeder anders damit um. Man muss funktionieren weil es heut zu tage die Gesellschaft so erwartet, da gehört kein Jammern dazu. Da ist es schön wenn man einen Mensch an seiner Seite hat der einen auffangen kann. Das schlimme aber daran dieser Mensch leidet mit und ich denke viel mehr als man selber, so das man sich gegenseitig auffangen muss und so immer mehr Kraft gemeinsam bekommt.
Die Erkrankung war nun einmal da und ist Teil unseres Lebens, wir müssen damit zurechtkommen obwohl es so einige Situationen gibt in denen man zurück an den Anfang der Erkrankung geschuppt wird. Ich kann nur für mich sprechen und sage, zieht aus jeder Situation so verworren sie auch sei immer das positive, denkt mehr an euch und macht euch nicht so viele Gedanken darüber was andere von euch halten. So wird es besser und im Laufe der Zeit kommt man damit einiger Maßen klar. Nun sind es bald im September 3 Jahre, meine Haare sind wieder schön lang, trotz allem wird die Erkrankung immer gegenwärtig sein. Schon allein da durch man Medikamente nehmen muss und das über so einige Jahre.

22.07.12

Danke


Danke für den Tag als ich dich kennen lernen durfte.
Danke für jede Sekunde, Danke für jede Stunde,
jeden Tag jeden Monat und jedes Jahr das du an meiner
Seite bist. Danke für "Ich liebe Dich",
Danke für den Mut mir bei zu stehen, bei allem was mir passiert ist.
Einfach Danke, da für das es dich für mich gibt.


(C) Bettina Staude 22.07.2012
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Thank you for the day when I met yuo.
Thank you for every second.
Thank you for every hour of every day 
of every month and every year that yuo're 
by my side. Thank you for I love you, 
thank you for the courage to 
stand by me at all what happened to me.

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31.05.12

Ironie

Wir waren gerade in unserm REWE, als uns eine Frau ansprach und Fragen über unsere Kundenzufriedenheit stellte. Da wir im Allgemeinen auch zu frieden sind weil das Personal freundlich und das Warenangebot gut ist beantworteten wir Ihre Fragen.
Zu Hause angekommen, wurde der Backofen an gemacht um dann die Pommes rein zu tun, welche wir gerade im REWE gekauft hatten. Ihr glaubt nicht was das für Pommes waren. Nur klein geschnibbelte Kartoffelstreifchen, sowas ist uns so lange wie wir diese Pommes Kaufen noch nicht passiert. Muss man auch wenn man ein günstiges Produkt (JA) kauft auch gleichzeitig auf Qualität verzichten? Ich denke nicht, denn das was wir in dieser Tüte hatten waren für uns Kartoffelabfälle. Das war aber noch nicht alles, gestern kauften wir Hähnchenherzen, diese sind laut Datum bis zum 02.06.2012 zu verbrauchen, also wollte ich diese heute für unsern Hund braten. Schon als ich die Packung aus dem Kühlschrank holte wunderte ich mich über die Farbe des Saftes und der Herzen. Nach dem Öffnen der Packung brauchten wir fast unsere Toilette weil unser Mageninhalt nach oben drängte. So ein Gestank kam aus der Verpackung einfach ekelhaft. Wir werden gleich noch in den REWE gehen, da möchte ich schon mein Geld wiederhaben. Oder wie seht ihr das?

Was uns auch noch seit einiger Zeit ins Auge fällt sind die Preise. Von einem Tag zum andern werden Produkte die man ständig kauft und den Preis im Kopf hat bis zu 30 Cent teurer. Denken die das fällt nicht auf? Es heißt immer das Lebensmittel bei uns billig sind, das mag für manchen Artikel zu treffen aber man soll doch die Leute nicht für dumm verkaufen. Man merkt doch schon einen großen Preisunterschied zuwischen Filialen in den neuen und alten Bundesländern. Ein Beispiel wir kauften zwei Scheiben Pizzaleberkäse mit Brötchen und zahlten 8 € da für. Das war der teuerste Leberkäse den ich je gegessen hatte. Geschmeckt hat der Leberkäse aber Gold war da nicht drauf. Das war uns eine Lehre und wir kaufen da keinen Leberkäse mehr ohne vorher nach dem Kilopreis zu fragen.

Aber da von abgesehen, wer ein Haushaltsbuch schreibt wird mir da zu stimmen, viele Preise haben sich fast verdoppelt, was eigentlich ein Unding ist. Für jemanden der mit jedem Cent rechnen muss ist das nicht besonders gut, aber als normaler Mensch kann man leider nicht viel daran ändern oder doch?? 

Wir haben festgestellt das man sich viel zu viel gefallen lässt, meistens aus Unwissenheit und Angst bei Behörten die sitzen ja am längeren Hebel. Das sitzen die nicht, man muss sich nur aufraffen sich zu wehren. 


26.05.12

Balkonien

Was macht man, wenn man nicht flexibel ist bei so einem schönen Wetter? Wir haben unsern Balkon in Schuss gebracht, nun haben wir einen richtig schönen Blumengarten auf unserm Balkon. Da die Aussicht auch noch bei dem Wetter einfach super ist geht man noch mal so gern nach draußen. Jetzt fehlt nur noch ein Sonnenschirm um ein wenig Schatten zu haben weil wir den ganzen Tag Sonne haben.

- unsere Blütenpracht






 - unsere Aussicht


24.05.12

Untersuchung Leipzig

Heute war die zweite Untersuchung von vier. Es ist wirklich immer wieder so das einem riesen Steine vom Herzen fallen wenn einem gesagt wird es ist alles in aller bester Ordnung. So auch heute, meine Blutwerte vom letzten mal sind okay und meine entzündete Brust sieht wieder sehr gut aus. Ich habe mir sagen lassen das solche Entzündungen schon mal auftauchen können bei einer bestrahlten Brust. Es ist dabei immer wichtig schnell zum Arzt zu gehen und nicht ewig zu warten.

Ein neuer Termin steht an vor dem die meisten Betroffenen ein wenig Angst haben. Es muss wieder eine Mammo gemacht werden und ende August ist dann wieder die Klinik dran.

Das war heute richtig ungewohnt ohne mein Schatz in Leipzig zu sein, es war immer so spaßig wenn wir den Bahnhof unsicher gemacht haben. Es ist nach wie vor eine schöne Stadt und wir verbinden sehr viel mit ihr. Ein wenig Wehmut war schon dabei als ich wieder in den Zug nach hause gestiegen bin. Zu mal ja jetzt am WE Gothic-Treffen in Leipzig ist. Wir waren letztes Jahr so begeistert da von das wir dieses Jahr auch dabei sein wollten. Aber wie heißt es so schön erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir lassen uns dann Bilder von Freunden schicken die mitten in dem Getümmel sein werden.

Gruß aus Leipzig 


21.05.12

Guter Ausgang

Heute war ich zur Nachuntersuchung wegen der Entzündung. Es ist alles in bester Ordnung und auch die Blutwerte sind super. Ich muss mein Antibiotikum zu ende nehmen und noch etwas kühlen ansonsten bedarf es keiner weiteren Behandlung. Da ist uns ein riesen Stein vom Herz gefallen. Am Mittwoch geht es zum Quicktest und am Donnerstag wieder in die Klinik zur Untersuchung. Dann habe ich wieder eine Weile Ruhe. Das Portspülen klappt auch super was will man mehr. 
Wo diese Entzündung nun her kam keine Ahnung da für kann es mehrere Ursachen geben aber wenn man vorbelastet ist kann das schon vor kommen. Und dann lieber einmal mehr zum Arzt als zu wenig.

Das letzte Wochenende, war so schön, das man solche Tage immer öfter haben möchte. Aber leider ist das Leben kein Zuckerschlecken und es kommt meist anderes als man denkt. So muss man das Beste aus einer schlechten Situation machen. Mein Schatz hat an den paar Tage jetzt mehr gelitten als ich selber. Klar macht man sich sorgen um den anderen das ist in einer Beziehung auch gut so sonst würde die auch nicht funktionieren. Was aber nicht gut kommt wenn man übervorsichtig und über fürsorglich ist. Ich habe mich schon ein klein wenig genervt gefühlt wenn es hieß "ist sie noch rot, juckt sie noch, ist sie noch sehr geschwollen, darf ich mal sehen". Ich denke es ist für Angehörige sehr schwer das richtige Maß zu finden, denn man selber als betroffene geht ganz anders damit um. Seit meiner Erkrankung denke ich ganz anderes, auch über diese Entzündung. Es wäre aber falsch oder gar gelogen wenn ich sagen würde ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Die mache ich mir wohl, nur versuche ich mich nicht darauf ein zu lassen. Wenn ich das tue falle ich in ein Loch und das möchte ich nicht. Andere werde denke "na ja, aber nicht jeder ist so stark". Das hat mit stark sein nichts zu tun, denn das alles spielt sich in unserm Kopf ab. 

Eigentlich sind wir ja auch erst in Panik geraden als mein Schatz sich im Internet schlau gemacht hat was das sein kann. So etwas sollte man nicht tun das zieht einen runder ohne ende, jetzt wissen wir das. Wenn ihr etwas merkt dann geht zum Arzt lasst es Untersuchen. Es kann nur gut oder böse sein. Klar mag man keine schlechten Nachrichten, nur was bringt es einem sich fertig zu machen nur Kopfschmerzen und einen überempfindlichen Magen der durch die Medikamente eh schon angegriffen genug ist. Um so positiver man selber eingestellt ist desto besser ist das für die Genesung.

Für Partner kann ich nur sagen redet miteinander, sagt euch was euch bedrückt nur gemeinsam ist es leichter.


17.05.12

Schreckminuten

Es ist schon komisch, man hat den Krebs fast vergessen auch alle Behandlungen die man durch machen musste und von einer Minute auf die andere wird man zurück geholt auf den Boden der Realität. Heute Morgen nach dem Aufstehen hatte ich eine leicht gerötete Brust keine Schmerzen nichts. So nahm ich an, das ich mich vielleicht drauf gelegt habe und sie so etwas einklemmte. Also schenkte ich dem Ganzen keine Beachtung. Am Nachmittag wollten wir bei dem schönen Wetter an die Luft und so zog ich mich um. Da bei sah ich das meine Brust geschwollen war, zu dem ganzen auch noch die Operierte. Beim anfassen fühlte sie sich gespannt und sehr heiß an. Ja also was machen, ab ins Krankenhaus und einen Arzt darauf schauen lassen. Die Ärztin fragte mich gleich ob ich Fieber hätte, aber das konnte ich verneinen. Sie sah sich die Brust an, tastete leicht ab und nahm Blut. Es könnte eine einfache Entzündung sein was wir auch hoffen. Sollte es bis Montag nicht weg sein, so muss das wohl näher untersucht werden. Ich habe auf solche Untersuchungen echt keinen Bock mehr. Aber mehr erfahren wir dann am Montag. Bis dahin darf ich Tabletten schlucken wo ich eh schon genug von einnehmen muss und schön kühlen.

Letzten Sonntag hatte ich auch so ein paar Minuten, es war mein 44 Geburtstag und just ist mir eingefallen das meine Mutter vor 15 Jahren im Alter von 44 dem Brustkrebs unterlegen war. Man bekommt dann so eine Art leichten Panikanfall und denkt an die unmöglichsten Dinge und zum Schluss sagt man sich, man bist du blöd du hast alles so gut überstanden rede dir nur jetzt nichts ein. Denn die Medizin heute und damals ist ein riesen Unterschied.

Jetzt hoffe ich auf Montag und ansonsten sind meine Nachsorgeuntersuchungen immer gut abgelaufen die nächste habe ich am kommenden Donnerstag und meine hier ansässige Frauenärztin lässt jedes Mal wenn ich zum Portspülen gehe ein Blutbild machen. Ist für mich beruhigend, aber solche bescheuerten Gedanken um die Erkrankung wird man wahrscheinlich nie los bei mir ist es jetzt fast drei Jahre her (im September werden es drei) So genug gesülzt jetzt wird sich auf das kommende Wochenende gefreut und alles andere Verband. 

04.05.12

"Omatag"

Was ist das ein Omatag hier kommt die Beschreibung.

Man nehme ein Enkelchen gerade 21/2 Jahre und zwei Omas. Ist zugegeben eine komische Mischung aber sehr Wirkungsvoll. 
Heute Morgen gegen 7 Uhr bekamen wir Besuch von unserm Enkelchen. Wir hatten uns schon im Vorfeld überlegt was machen wir mit dem Kleinen Stinker. Letzteres Wort "Stinker" musste dann auch erst einmal beseitigt werden, da braucht man schon manchmal eine Klammer für die Nase, und für einen empfindlichen Magen ist das auch nichts.
Auf alle Fälle war zuerst noch ein wenig Ruhe angesagt denn wenn die Omas ihren Kaffee nicht bekommen sind sie unausstehlich. So gab es für den Zwerg eine Runde "Bob der Baumeister" Aber Fernsehen schauen ist nicht Sinn und Zweck also aus die Kiste und auf um die Spielzeugkiste mal wieder so richtig schön aus zu räumen. Da muss man dann mit sehr viel Vorsicht durchs Wohnzimmer damit man nicht auf einen LKW (Truck) tritt und einen ungewöhnlichen Flug hin legt. Aber alles halb so schlimm. 
So gegen 8:30 Uhr ist uns eingefallen zum Bus zu laufen um mit dem Zwerg in die Stadt zu fahren. Die Omas hatten aber nicht berechnet, trotz das der Kleine laufen kann, kommt man nicht so schnell voran. Also ist uns der erste Bus vor der Nase abgerauscht. Es ist immer sehr witzig  wenn man unbeabsichtigt Flucht und die Kleinen sich das dann auch all zu gern einprägen. Okay, der Bus war weg aber er fährt erst eine Runde durch die Siedlung so könnten wir es bis zur Bushaltestelle an der Hauptstraße schaffen. Kind auf die Schultern und los ging es in einen etwas schnelleren Schritt. Den Bus schafften wir auch gut, nur hatten wir zwei Omas bemerkt ... so schnell sind wir noch nie außer Amtem geraden. So war es gut das wir dann im Bus eine weile saßen und uns so zu sagen ausruhen konnten.
Wie schnell man ein Kind ruhig bekommt hat man an der Busfahrt gemerkt, seine kleinen Augen wurden immer größer bei jedem Auto, LKW und Bus der an uns vorbei oder wir an ihnen vorbei fuhren. Am Ziel angekommen ging es zuerst in eine riesen Kaufhalle, das Kind in den Einkaufswagen und los ging die Tur. So viel gelacht haben wir auch lange nicht mehr. Zuerst brauchten wir eine Mütze oder eine Baskcap denn die er dabei hatte war nichts (eher was für Babys) so wurden Hüte anprobiert und der Zwerg hatte seinen Spaß dabei. Bei jeder Kappe die wir ihm aufsetzten fragten wir gefällt die dir, die Antwort lautete "nö" so ging es eine ganze weile zu und gefunden haben wir keine passende. So ging es in die Spielzeugabteilung denn wenn man schon mal mit den Omas unterwegs ist muss man doch mal schauen was es an Autos gibt. So wurde ein Bagger und ein Traktor mit Hänger in den Einkaufswagen gelegt und ab ging es zur Kasse. Schnell noch für jeden einen Duploriegel eingepackt als Wegzehrung und raus aus dem Kaufhaus Richtung MC Donalds. Auf dem Weg dort hin huschten wir schnell noch in den Takko und dieses Mal hatten wir Glück mit einem Baskcap. Neben an war der Zooladen, auch dieser wurde inspiziert vor allem wegen den Fischen.
So, nun hatten wir auch Mc Donalds erreicht und mussten feststellen es gibt immer noch Frühstück hier, das wollten wir nun wirklich nicht. So hatten wir eine halbe Stunde Zeit bis es das normale Tagesgeschäft gab. Nichts wie raus auf die Rutsche. Der Junge hatte seinen Spaß und man fragt sich wie die Zwerge das schaffen Treppe hoch und runder gerutscht am laufenden Band. Aber ich kann euch sagen diese Rutschen haben es in sich. Da kann man nicht mal schnell sein Enkelchen auffangen wenn man vorher die Rutsche angefasst hat ohne mächtig eine gewischt zu bekommen. Ich weis auf jeden Fall fasse ich diese Dinger nicht mehr an. 
- das neue Baskcap
Endlich war es dann so weit und wir konnten unser Essen bestellen und wie soll es anders sein bekommt ein Kind das HappyMeal und so kam das dritte Fahrzeug zu seinen neuen Errungenschaften. Gegessen haben wir drin in der Kinderecke und da war alles andere interessanter als das Essen. 
Nach dem Essen ging es wieder zum Bus und wie soll es anders sein, auch dieser fuhr uns vor der Nase weg. Aber mit dem neuen Bagger war die Wartezeit für den Knirps ganz angenehm, zu mal so viele Autos und Trucks an uns vorbei fuhren das war ja auch sehr interessant.
Wieder im Bus, roch es etwas streng neben uns und wir sagten, da muss aber zu Hause die Windel schnell noch gewechselt werden. Zuerst kam "nö", hab nichts gemacht" aber dann "ja AA raus machen". Zuhause angekommen schnell die Windel gewechselt und ab zum Mittagsschlaf ins Bett und wie soll es anderes sein mit Oma. Ein Buch zum vorlesen musste auch mit ins Bett. Ich glaube aber, die Oma war schneller eingeschlafen als der Knirps. Nach gut 1 1/2 Stunde Schlaf, gab es ein leckeres Eis welches erst einmal im Gesicht verschmiert werden musste.
Mit dem neuen Baker und Hund ging es dann raus an die Luft, bei dem schönen sonnigen Wetter muss man nicht in der Bude sitzen da macht Schaukeln und Karussell fahren mehr Spaß. Nach genügend Frischluft ging es wieder rein und ran an die Hausarbeit wie Staub wischen und Staubsaugen. Da durften auch die neuen Autos nicht fehlen, und so wurden sie schön mit Omas feuchten Reinigungstüchern abgewischt. Das war aber nicht so interessant wie das Betten machen. Es macht einem Kind riesen Spaß immer wieder auf die frisch aufgeschüttelten Decken zu springen und allerlei Unfug zu machen. So kann das Betten machen schon mal eine halbe Stunde dauern. Es geht nichts über ein Kinderlachen.
Noch ein wenig Abendbrot da reichten dem Zwerg die Pommes von McDonalds und schön zurecht geschnittene Gurkenstücke. Als dann die Mama anrief das sie gleich kommt musste natürlich der ganze neue Fuhrpark in eine Tüte, denn die Mutti muss doch sehen was er neues hat. So ging gegen 18 Uhr der Omatag zu ende, wir sind etwas geschafft aber freuen uns schon sehr auf den nächsten Omatag der schon bald da sein wird.









14.04.12

Frühling

Auch wenn es schon ein paar schöne warme Tage gegeben hat, so konnte man noch nicht wirklich von Frühling sprechen. Aber jetzt schon, man sieht die Narzissen und Tulpen in voller Blüte, die Gänseblümchen, Löwenzahn und Schlüsselblumen, auch die Bäume erwachen so langsam aus dem Winterschlaf.







Nach all dem Ärger der letzten Wochen, haben wir heute mal eine Kur für die Seele gemacht. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir ein spätes Frühstück fast schon Mittag auf unserm Balkon. Es ist lange her das wir uns so etwas gegönnt haben. Man tut solche Kleinigkeiten viel zu wenig, es braucht nicht viel sich wohl zu fühlen auch wenn gerade ein Unwetter im 
Alltag tobt. Aber für ein paar Stunden alles vergessen tut unwahrscheinlich gut.

Um noch ein wenig mehr von dem schönen Wetter zu genießen, haben wir uns nach Unterwellenborn fahren lassen. In diesem Ort bin ich aufgewachsen und nach 20 Jahren laufe ich heute das erste mal wieder durch diesen Ort. Es hat sich so viel verändert. Das Grundstück wo wir wohnten bei einer der besten Bäckerei zu DDR Zeiten, ist nicht mehr wieder zu erkennen. Die Gärten sind weg genauso wie der Wäscheplatz die Garagen und der Platz auf dem wir immer spielten alles weg. Auf meinem Weg damals zur Schule stand ein altes damals schon fast baufälliges Fachwerkhäuschen aus dem schaute meist am Nachmittag als wir wieder von der Schule nach hause liefen eine nette alte Dame diese hatte immer Süßigkeiten für uns, auch dieses Haus gibt es nicht mehr.

Mein Schulweg führte mich über die Eisenbahnbrücke wo rechter Hand hinter der Brücke unser Kulturhaus steht. Noch immer steht es da und wenn der Platz und Park ringsherum nicht so verkümmert aussehen würde könnte man denke da wäre noch Leben drin. Aber weit gefehlt, so ein riesen Haus mit Theatersaal, Tanzsaal, Kaffee, Gaststätte bot früher so viel Kultur. Von Kinovorstellungen bis hin zum Ballett und anderen Musikalischen Vorstellungen. Es gab verschiedene Zirkel wie Bastel- und Nähzirkel auch Zeichenzirkel, Ballettunterricht ein Chor und vieles mehr wie Tanz in den Mai und Silvesterbälle aber auch die Abschlussbälle der Tanzschule Hähner.
Ich kann mich noch gut an unser erstes Klassentreffen erinnern, das hatten wir im Kulturhaus. An diesem Tag wurden die Grenzen geöffnet und seit diesem Tag war ich nie mehr in diesem Gebäude. Es macht einen traurig zu sehen wie so etwas einfach sagen wir ruhig langsam aber sicher zusammen fällt.

Aber ansonsten, wächst Unterwellenborn in der Siedlung versucht jeder sein Häuschen schön her zurichten es ist alles viel sauberer als früher. Es macht aber auch traurig wenn man daran denkt das man selber mal in so einem schönen Häuschen gewohnt hat. Aber was nutzt es im vergangenen zu leben, lieber an das jetzt und hier denken. So wie heute mit einem herrlichen Spaziergang in der Sonne durch die Vergangenheit. So konnte ich ein wenig meinem Schatz zeigen wo ich aufgewachsen und auch zur Schule gegangen bin.
Unser Zwerg fand den Spaziergang bestimmt nicht so schön. Er liegt gerade fix und fertig hier und schnarcht was das Zeug her gibt.

Jetzt gibt es Kaffee und mal sehen was wir heute sonst noch so machen. Ich wünsche allen einen wunderschönen Tag aber ganz besonders unserer Nichte in Leverkusen die Heute ihre Erstkommunion feiert. Leider können wir nicht da sein aber wir wünschen dir einen wunderschönen Tag.





05.04.12

Warum immer wir

Wir verstehen das echt nicht mehr. Es kommt einen so vor als hätte man "Dummkopf" auf die Stirn tätowiert bekommen oder "immer drauf das passt schon".

Wir sind ja im Januar nach Saalfeld gezogen, und da ich das nicht mag wenn alles Hals über Kopf geht habe ich ein paar Tage vor unserm Umzug alle Ämter sprich Krankenkasse, Rentenkasse, Arbeitsamt wo bei das Jobcenter schon viel früher bescheid wusste zwecks Anträge, Sparkasse, Versicherungen und was mal alles so informieren muss antelefoniert und die neue Adresse durch gesagt. Bei allen hat das auch gut geklappt nur bei einem Amt nicht der Rentenkasse. Das wusste ich aber nicht das die neue Adresse auf rätselhafte Weise nicht bei der Rentenkasse ankam. Nun muss ich etwas ausholen.

Im letzten Jahr habe ich einen Antrag auf Erwerbsgeminderten Rente gestellt, war zu meiner ärztlichen Untersuchung und die Ärztin sagte mir das sie der Rentenkasse vorschlägt diese Rente auf Zeit zu gewähren. So weit so gut. Da man gewohnt ist und von anderen auch immer hört das die Bearbeitung etwas länger dauern kann dachte ich nicht mehr an die Rentenkasse.
Am  März bekam ich vom Jobcenter Saalfeld ein Schreiben mit der Information zur Kenntnisnahme zu meinen Unterlagen. Dieses Schreiben beinhaltete einen Anspruch den das Jobcenter gegenüber der Rentenkasse erhebt. Ich dachte mir okay die wissen was sie machen, dachte mir nichts weiter dabei und heftete das Schreiben in meinen Ordner. Dann rief mich meine Arbeitsberaterin an und fragte mich ob ich meinen Rentenbescheid schon erhalten hätte ich wäre verpflichtet das dem Amt zu melden.
Ich wusste im ersten Moment nicht was sie von mir wollte, und ich sagte ihr das ich noch nichts von der Rentenkasse habe außer das Schreiben was das Jobcenter der Rentenkasse geschickt hat. Nach einigem hin und her sagte sie dann sie kümmere sich um alles. Nach dem Telefonat war mir bewusst die Rente ist durch und die gute Frau kümmert sich darum. Einige Zeit später exakt am 23.03 lag ein riesen Umschlag im Briefkasten siehe da der Bescheid und bei genauer Betrachtung stand auf dem Deckblatt unsere alte Anschrift. Da fragte ich mich schon was das soll. der Bescheid wurde am 17.02 ausgestellt und kam bei mir am 23.03.12 an. In der Zwischenzeit bekam ich von der Leistungsabteilung des Jobcenter Saalfeld einen neuen Berechnungsbescheid, in dem meine Rente schon auf das ALG II für April eingerechnet wurde. Ist ja soweit auch okay, denn ich sollte ja ab April so wie ich das verstanden habe Rente beziehen. Nur bei genaueren lesen des Renten Bescheids bekam ich einen Schreck. Die Rente wird immer erst zum Ende des jeweiligen Monats gezahlt. Das hat geheißen wir erhalten nur 48,00 € zum Lebensunterhalt für den Monat April vom Jobcenter.
Wieder ans Telefon und das Amt angerufen. Ja ich hätte dem Amt das melden müssen das ich einen Rentenbescheid habe und so kann man nichts machen es wäre alles rechtens und ich müsse Verständnis da für haben. Sie ist gar nicht darauf eingegangen das ich den Rentenbescheid erst jetzt erhalten habe obwohl die neue Anschrift schon längst vor lag. Mit den Worten "das glaube ich ihnen gern, aber sie könne nichts ändern" ging das Gespräch in die zweite Runde. Jetzt kam es, ich hätte ja schließlich eine Nachzahlung zu erwarten und könne nicht damit rechnen das ich dann auch noch Geld vom Amt beziehe. Das war der Hammer, in meinen Rentenbescheid stand drin als letzter Satz "Die Nachzahlung wird vorläufig nicht ausgezahlt" dieses Blatt schickte ich der Sachbearbeiterin. Danach telefonierte ich mit der Rentenkasse und trotz das der Bescheid jetzt an die richtige Anschrift gesendet wurde hatten die meine Daten nicht oder konnten auf meine Unterlagen nicht zu greifen. Das schlimme daran ist ich habe 4 verschiedene Telefonnummern für die Rentenkasse und wenn man dennoch falsch landet wird man weiter verbunden an eine noch andere Telefonnummer. Nun musste ich noch meine Kontodaten die sich in der Zwischenzeit wegen des Umzugs auch geändert haben auch noch an die Rentenkasse schicken. Es war aber klar das die Nachzahlung so lange zurück gehalten wird bis alle Sozialen Ämter die Anspruch erheben bedient sind. Nun standen wir da 48,00 € auf dem Konto zum Monatsanfang, nichts essbares im Kühlschrank und die laufenden Kosten standen zum 01.04 an. Über uns brach alles zusammen. Da man mit dem Jobcenter nicht reden kann weil ich in deren Augen absichtlich das Amt getäuscht hatte, haben wir jetzt einen Anwalt zu rate gezogen und sind gespannt was am Dienstag raus kommt. Wir lassen dann jetzt alle Bescheide prüfen. Was wäre so schlimm gewesen mir das ALG II zu zahlen, ich hätte doch zum ende des Monats wenn die Rente gekommen wäre das Geld ans Amt zurück zahlen können.

Nun kam mein Schatz von der Runde mit dem Hund und in der Hand eine Menge Post, natürlich vom Amt. Jetzt wird uns unterstellt wir haben von Februar bis ende März zu unrecht Leistungen vom Jobcenter bezogen. Da wurde uns ganz schlecht, mein Schatz werden drei Monate volle Leistungen unterstellt 1078 € und mir 599,30 €. Das sollen wir dem Amt zurück zahlen. Begründung "wissentliche Täuschung"

Wir dachten echt es wird etwas ruhiger und wir kommen endlich zur Ruhe, da scheinen wir uns geirrt zu haben. Wir bekommen immer mehr Berge (Steine sind das nicht mehr) in den Weg gelegt. Nun steht Ostern vor der Tür, schönes Ostern. Wir sind so, das wir alles lieber gestern anstatt morgen dem Amt melden und jetzt so etwas. Man fragt sich echt was man verbrochen hat, nun soll ein Anwalt klären ob das alles so rechtens ist wie vom Amt behauptet.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest.



In solchen Situationen erkennt man richtige Freunde. Danke


06.03.12

Die Zeit

Rathaus
Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun sind wir schon seit 2 Monaten in unserer neuen Wohnung. Meine Arzttermine konnte ich alle wahrnehmen und bin auch mit den Ärzten hier zufrieden. Nun habe ich ein paar Wochen ruhe bis ich zur nächsten Portspülung muss. 
Blick zum Kloster
Es ist ruhig geworden um die Krankheit und das ist auch gut so. An manchen Tagen wenn ich abtaste und über die Narbe gehe dann kommt schon noch mal zurück wie alles angefangen hat und was man mit gemacht hat. Aber es geht immer weiter weg von mir. Das ist gut so, denn man soll das Leben nicht an sich vorbei ziehen lassen sondern soll zu leben anfangen. Für den einen ist es leichter damit fertig zu werden und für andere ist es schwer mit dem Gedanken zu leben da war ein Tumor in meinem Körper. Aber wenn ich so zurück denke zum Beispiel an die Erkrankung bei meiner Mutter und an die medizinischen Voraussetzungen, so hat sich doch viel getan und um so eher der Tumor erkannt wird desto besser kann geholfen werden. Natürlich sollte man seinen eignen Lebenswandel umstellen, ich habe es geschafft nicht mehr zu Rauchen und wir essen gesünder, auch viel Bewegung an der frischen Luft bei Wind und Wetter ist gut.
Sonnenuntergang
Für mich war es auch sehr wichtig das mein Umfeld anders wird, ruhiger und liebevoller. So kann ich heute sagen nicht nur meinem Willen gesund zu werden auch die Liebe, die Zuwendung meiner Partnerin und unser Sonnenschein tragen täglich dazu bei mich vergessen zu lassen was da in meiner Brust war. Auch mein Hobby das ich seit nun mehr 30 Jahren habe, hilft mir zu vergessen.
Nun richten wir es uns hier in unserer neuen Wohnung Stück für Stück gemütlich ein und mit jedem Tag gefällt es uns hier besser. Vor allem die Aussicht die wir genießen können. Nachts eine schöne Sicht auf die Stadt die  wie ein Lichtermeer funkelt. Oder der schöne Sonnenuntergang über den Bergen auf die wir hier auch eine schöne Sicht haben. Nun geht es ja zum Glück auch immer mehr dem Frühling entgegen und die ersten Ausflüge in die Gegend werden dann geplant, da mein Schatz ja noch nicht so viel von hier gesehen hat und es gibt viel zu entdecken. So könnt ihr euch bald auf schöne Ausflugsberichte freuen.

- unser Sonnenschein