10.07.11

CSD Leipzig

Hallo zusammen, nicht das ihr denkt ich bin verschollen, nene. Es gibt ja neben dem Internet auch ein reales Leben das mir wichtiger ist. Das sollte für jeden wichtiger sein denn ein PC kann dich nicht in den Arm nehmen oder mit einem schöne Dinge erleben. Leider mussten wir in der Vergangenheit feststellen das es Menschen gibt die voll im virtuellen Leben stecken und das nur weil das reale Leben nicht in Ordnung ist.
Klar bringt das reale Leben nicht immer das was man sich wünscht, vieles da von muss man sich selber erarbeiten und dazu gehören Freunde die einem der PC auch nicht geben kann. Aber auch Krankheit und Not bringt das reale Leben oder aber nur Missachtung weil man nicht so ist wie die "normalen Menschen".

Wer ist aber normal? Menschen die behaupten normal zu sein weil sie über andere her ziehen sich über allen Mist und Teufel beschweren. Oder Menschen die ganz ruhig sind und alles in sich hinein fressen. Dann gibt es noch die, welchen mit dem Mund immer vornweg sind aber wenn es darauf ankommt etwas zu tun sind sie krank oder haben urplötzlich Termine. Wie definiert man "Normal"?

Für uns Deutschen ist es normal Eisbein mit Sauerkraut zu essen, für Franzosen sind es die Froschschenkel oder Schnecken die wir ja als normale Menschen nicht essen würden. Und so könnte man die ganze reihe über das "was ist normal" weiter führen.

So waren wir am Wochenende auf dem CSD in Leipzig. Wer nicht weiß was CSD heißt:

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Die Feiern der Christopher Street Day-Veranstaltungen erinnern an den 27. Juni 1969 in New York. An diesem Tag setzten sich erstmals Transvestiten, Schwule und Lesben in der dortigen Christopher Street gemeinsam gegen staatliche Willkür und gewaltsame Übergriffe der Polizei zur Wehr. Schmelztiegel war die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street. Daher auch der deutsche Name Christopher Street Day.

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Es trafen sich Schwule, Lesben und Transsexuelle auf dem Nikoleiplatz. Dazu kamen auch viele die nichts mit diesen Lebensarten gemein hatten um gemeinsam zu Demonstrieren, das wir auch Menschen aus Fleisch und Blut sind und keine Monster. 
Schwarze Schafe gibt es in jeder Gesellschaftsordnung egal wo her man kommt oder wie man lebt. Es wäre nur schön wenn man an statt den Mund auf zu reißen und alles was man nicht versteht zu verachten und nieder zu machen Nächstenliebe übt so wie es ein Buch wünscht und es viele auch predigen.
Ich möchte hier und jetzt nicht näher auf dieses Buch eingehen aber ich denke einige wissen welches ich meine und wer dem Lauf der Geschichte ein wenig folgt weiß wie viel Elend damit verbunden ist. Ich gönne jedem seinen Glauben, ein Dach über dem Kopf, etwas zu Essen auf dem Tisch, Gesundheit und Wohlergehen. Da für wünsche ich mir respektiert zu werden als Mensch und nicht wegen meiner Lebensweise verurteilt zu werden.

Beispiel:

Unfall du bist schwer verletzt, ein Auto hält und freiwillige Helfer steigen aus. Fragst du da zu erst "he bist du schwul oder lesbisch". Nein das macht keiner denn jeder ist froh wenn einem geholfen wird egal wie er lebt.   
Durch Zufall habe ich beim überqueren des Nikoleiplatzes eine ältere Dame mit bekommen, welche sich in einem Ton über das was auf diesem Platz los war mit einem älteren Paar unter hielt, der nicht mehr schön war. Warum muss das sein, kann man nicht aufeinander zu gehen und fragen z. B. "wie kommt es das du so bist?" muss man da gleich ausfallend werden. 
Solche Menschen gibt es leider noch sehr viele, gehen in die Kirche wie es ein braver Christ nun mal tut, aber das was dort gepredigt wird vergessen Sie wenn Sie das Kirchtor hinter sich schließen beim verlassen.

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Aber nun nach Leipzig, es waren auch schwule und lesbische Polizisten hier, das zeigt das in jeder Berufsschicht Schwule und Lesben sind. Es war im großen und ganzen ein schöner Tag, auch wenn man zwischen durch den Eindruck hatte die Welt wolle unter gehen beim Blick in den Himmel.
Was aber lächerlich war, ist die Tatsache das der Demo Auflagen erteilt wurden von der Stadt. In keiner Stadt welche den CSD begeht gab es das bis jetzt. Das zeigt das die Stadt auf eine Art tolerant sein will, aber auf der anderen Seite dem ganzen eine Grenze aufzeigt. Nach dem Motto "soweit, aber nicht weiter". Wo bitte ist da Toleranz. Entweder ich stehe hinter einer Sache als Stadt oder ich lasse es sein. Aber genau so eine gespaltene Haltung bringt die Seiten gegeneinander auf. Denn wer geht denn Wählen ?????? nicht nur die "normalen" Menschen auch Schwule und Lesben.

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Hier ein paar Bilder zum CSD in Leipzig.





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