01.06.11

Der erste Tag

... zu Hause, begann wie in der Reha. Zeitig aufstehen, was nach der letzten Nacht nicht einfach war. Wir hatten einen Hund der darauf aufpasste das wir auch beide da waren. Das sieht wie folgt aus, Hund aufs Bett, sich genau zwischen uns setzten und schauen, dann zwischen uns legen und damit der arme Kleine auch genügend Platz hat wird mit den Pfoten in alle Richtungen ausgetreten. Und diese Prozedur ging fast die ganze Nacht so. Hat man ihn nicht rauf aufs Bett gelassen muss der arme Kerl vorm Bett so lange jammern bis man so im Halbschlaf Platz gemacht hat damit der Mister aufs Bett kann. Aber diese Nacht passiert das nicht wieder. Auf jeden Fall haben ich und mein Schatz gegen 7 Uhr gemeinsam gefrühstückt. So viel Zeit konnten wir uns gar nicht lassen, denn kurz nach halb acht mussten wir zur Bahn. Gleich am ersten Tag zu hause musste ich einen Nachsorge -termin war nehmen. Das hieß, EKG, Echo und Blutabnahme. Als wenn man in der Reha mich nicht schon genug gestochen hätte musste ich mir das heute auch wieder antun. Es war auch hier das gleiche Spiel ich wollte mein wertvolles Blut nicht her geben. Die Krankenschwester war den ersten Tag heute da und teilte mir mit das sie auf der Kinderstation bis jetzt gearbeitet hatte. Ich dachte mir so, nicht schlecht dann dürfte sie keine Probleme haben mir Blut ab zu nehmen und ich sagte ihr dann noch viel Spaß denn meine Venen sind dünne und sie haben die schöne Eigenschaft weg zu rollen. Nach dem Wiegen und Blutdruck messen sollte es zur Sache gehen. Mein Arm schön abgebunden meine Hand zur Faust geballt und schon hatte ich die Nadel im Arm, aber fragt nicht nach Sonnenschein. Kein Blut kam, sie stocherte in meiner Armbeuge herum bis mir automatisch das Wasser aus den Augen lief und sie die Nadel wieder raus zog mit den Worten "dann muss Frau Doktor ran". Da meine Beuge nun auch ruiniert war genau so wie mein vorderes Handgelenk musste sie die Nadel am Unterarm setzten. Das war zwar unangenehm aber ich konnte so langsam die Anspannung aus meinem Körper lassen und so lief auch das Blut besser. Es reichte aber nicht für alle Blutbilder. Mit einem Auftragsschein ging es gleich ins Kliniklabor, dort sollte mir aus dem Ohr noch Blut entnommen werden. Na dachte ich, das kenne ich, das ist nicht schlimm. Hihihi, bis zu dem Moment als mir die Laborantin eine Salbe ans Ohr machte damit das Blut besser zirkulieren kann. Das auftragen war nicht schlimm aber nach ein paar Minuten wollte ich mein Ohr abreisen. Nehmt euch ein Feuerzeug haltet es entzündet an eure Finger oder ans Ohr, dann könnt ihr nachempfinden wie das war. Da zerstechen die mir erst meinen Arm und jetzt musste mein Ohr daran glauben. Ich dachte wirklich das fault ab. Die Blutabnahme war dann ca. 20 Minuten nach dem Auftragen und da von habe ich nichts gespürt. Zum Glück.

Nach dem nun Blut, Echo und EKG ausgewertet waren ging es ins Sprechzimmer. Alle Werte sind okay, keine Abnormitäten. Da fällt einem immer ein Stein vom Herzen, denn man geht immer mit einem mulmigen Gefühl zu einer Nachsorge. Im Juli Folgt dann wieder eine Mammo und Ultraschall und im September dann wieder EKG und Echo. Bis dahin sind dann hoffentlich meine Blauen Flecke verheilt und es kann besser Blut genommen werden.
Wieder zu Hause, machten wir uns ans Kochen, Spaghetti und Hackfleischsoße. Es macht Spaß gemeinsam zu kochen und gemeinsam zu Essen. Und was ich jetzt auch wieder machen kann, gemeinsam mit meinem Schatz spazieren gehen und zwar nicht mit dem Handy am Ohr sondern Hand in Hand mit unserm Zwerg. So haben wir heute unseren Tag abgerundet mit einem ausgedehnten Spaziergang und das wird jeden Abend so gemacht, wenn es nicht gerade in Strömen Regnet. Jetzt werde ich mich nicht mehr so oft melden aber es gibt ja auch außer die Erkrankung immer wieder was zu erzählen so wird dieser Blog nicht in Vergessenheit geraden.

Danke für euer Interesse, und ich hoffe es hat euch gefallen ein wenig meinem Tagesablauf zu folgen. Vielleicht muss die ein oder andere auch mal zur Reha und hat auch so ein paar Geschichten zu erzählen. Das einzige was ich nicht erzählen kann, wie man einen Kurschatten sich angelt. Aber das musste ich auch nicht denn ich war dort um mich zu erholen was mir auch gelungen ist.

Kaum zu ...

... Hause, schon hat der Alltag einen wieder. Nichts mit einem leckeren Salatbuffet zum Essen und Bedienung am Mittagstisch, da für aber einen kleinen Hund der bettelnd neben einem unterm Tisch sitzt in der Hoffnung das ein Stückchen Wurst runder fällt, und damit man ihn auch ja nicht übersieht b.z.w. überhört wird auch noch die Stimme verwendet. Das klingt dann so ... och Mama bitte bitte ein Stückchen Wurst, kannst du mich auch hören .... wauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu (als wimmern, aber nicht laut gerade so das man es hören kann) ... huhu ich sitze hier unten.
Und man muss dem dann widerstehen was verdammt schwer ist. Was aber noch wichtiger ist, mein Schatz sitzt mit mir am Tisch. Das ist ein sehr schönes Gefühl.
Wieder zurück zum Alltag, kaum zu Hause angekommen nur kurz Kaffee getrunken dann ging es mit der Straßenbahn zum Hundefriseur. Ich muss ja sagen, in der Bahn haben wir einen ganz lieben Hund, aber wehe ein größerer Hund läuft uns über den Weg da muss der Zwerg zum Riese werden und Bellt was das Zeug her gibt, aber wehe der Große Bellt zurück ... wusch Kontenstreifen ... Mama beschütze mich mal. Gut war das er nicht gleich merkte wo es hin ging, denn als wir ankamen wollte er nicht mit rein. Dabei ist die Dame eine ganz nette. Aber das half nichts die Wolle muss runder, und siehe da trotz anfänglichem zieren ging das Scheren ganz gut und wir hatten in einer knappen dreiviertel Stunde einen Hübschen Hund zurück. Was blöd war es hatte so richtig schön zu regnen angefangen, da es vorher schon so nach Regen aussah hatten wir Schirme dabei aber unser Kleiner wurde klatsch nass. Gut war wir hatten nicht weit bis zur Bahn und auch nicht lange zu fahren. Zu Hause angekommen, wurde der Zwerg in die Wanne gestellt und gut Shampooniert und abgewaschen. Das Shampoonieren ging aber nicht ab ohne das der Zwerg sich zweimal richtig schüttelte. So wurden wir mit geduscht. Ein Schauspiel ist das danach, Hund raus aus Wanne etwas Abtrocknen mit seinem Handtuch und dann rast er wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung und rubbelt sein Fell auf dem Teppich trocken. Da muss man vorsichtig sein und darf nicht im Wege stehen. Der Arme Kerl wird auch gedacht haben, kaum ist die Mama wieder zu hause muss sie denken mir das Fell schneiden zu lassen und mich in die Wanne zum Duschen stellen. Und dabei kann er noch so richtig schön jammern, das man fast ein schlechtes Gewissen bekommt dem Kleinen so etwas schlimmes an tun zu können.

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Hallo und...

... guten Tag zusammen. Gestern war meine Heimreise, und was soll ich sagen "gut zu Hause angekommen".
Gegen 5 Uhr  morgens war ich hell wach, und das nur weil ich im Zimmer ein paar ungebetene Gäste hatte summende kleine Ungeheuer da war nichts mehr mit schlafen. Ich hätte denen jeden Flügel einzeln raus zupfen können. 
Da ich nicht mehr schlafen konnte nutze ich die Zeit um das Zimmer auf zu räumen und meine restlichen Sachen in den beiden Koffern zu verstauen. So hatte ich zur Bahnfahrt nur meine Handtasche, das Leppi und einen riesigen Beutel. Der Beutel war fast so schwer wie einer der Koffer. Warum hatte ich mehr Handgepäck .... keine Ahnung. 
Mein Frühstück konnte ich so gegen 7 Uhr auch in Ruhe genießen, dann ging es mit einem Wagen für die Koffer wieder aufs Zimmer. Bis 8:30 Uhr hat man Zeit das Zimmer zu räumen und da mein Taxi zum Bahnhof schon 8:20 Uhr fahren sollte packte ich die Koffer auf den Wagen. Nach dem ich meine Schlüssel und meine Trainingsmappe abgegeben hatte konnte ich noch ein wenig im Forie mich seelisch und moralisch auf die Taxifahrt vorbereiten, welche ja hier hoch nicht so positiv ab lief.
Pünktlich 8:20 Uhr stand das Taxi vor der Tür und es war der selbe Fahrer der mich auch schon von Suhl hier hoch gefahren hatte. Mit viel Konzentration und Atemübungen habe ich die Fahrt zum Bahnhof die immer hin 45 Minuten dauerte überstanden.
Die Fahrt von Suhl nach Erfurt war Problemlos. Eigentlich wollte ich meine Augen ein wenig zu machen aber das ging gar nicht. Eine Gruppe junger Mädchen, erzählte sich gegenseitig welche Horrorfilme sie schon gesehen haben und was darin geschieht. Ich dachte nur so bei mir, andere Probleme habt ihr nicht. In Erfurt angekommen, musste ich mich erst einmal durchfragen wie ich vom Gleis 8 zum Gleis 8 komme. Ne da ist kein Schreibfehler. Angekommen bin ich an Gleis 8 a und der ICE fuhr vom Gleis 8. Das ist so bescheuert gewesen, da ich einfach nur auf dem Bahnsteig wo ich ankam gerade aus weiter laufen musste.  Und was man auch nicht machen darf, Personal fragen. Die Blicke der Zugbegleitung mal in meinen Worten erklärt " .. was will die denn von mir, muss ich da jetzt antworten, wenn die Freundlichkeit erwartet hat die sich aber geschnitten" und mit dem Blick dachte ich echt "Boden tue dich auf und verschlinge mich". Sie konnte sich aber denn noch dazu durch ringen mir zu sagen das ich einfach nur gerade aus gehen müss. Ich dachte mir nur armes Deutschland, eigentlich müsse man ein Gesetzt raus bringen das Angestellte der Bahn nicht ansprechen darf, vor allem nicht wenn man Fremd auf dem Bahnhof ist. Aber solche Menschen sind zum Glück die Ausnahme.
Das Wirrwarr ging noch weiter, der Zug hatte wie eigentlich jeder ICE eine Wagenreihenfolge und so wusste ich wo ich einsteigen musste um meinen Platz zu bekommen. Ja, weit gefehlt kurz bevor der Zug einfuhr kam die Mitteilung das zwei Wagen der ersten Klasse nach hinten verschoben wurden und da für zwei andere nach vorn und der Zug war gekoppelt. Schöner Mist dachte ich wo muss ich da jetzt in den Zug? Zug kam und dann musste es schnell gehen, ich lass am Wagen das es zweite Klasse war, aber das Bortbistro kam noch vorher, so bin ich in das Bortbistro um in die Zweite Klasse zu kommen. In der Zwischenzeit fuhr der Zug los. Ich durch das Bistro, geschaut was für eine Wagennummer das war 32 u.p.s. ich musste in 22, und in welche Richtung jetzt weiter laufen. Ich lief Richtung Lok, da stand dann auch eine Zugbegleitung und ich traute mich kaum zu fragen durch das erlebte vom Bahnsteig. Aber ich nahm allen Mut zusammen und fragte ganz vorsichtig und höflich wo denn der Wagen 22 sei. Ganz große Augen schauten mich jetzt an, so ungefähr können sie nicht lesen, dann kam die Worte "genau die andere Richtung". Ich fragte dann vorsichtig weiter, wie ich dort hin komme. "Ja umsteigen können sie nicht mehr der Wagen 22 ist im anderen Zug." Das ich nicht mehr umsteigen konnte wusste ich auch immer hin fuhr der Zug schon. Die Zugbegleitung zeigte dann auf zwei Sitze im Abteil und sagte hier können sie sich setzten und auch bleiben da die Plätze nicht Reserviert sind. So hatte ich wenigstens einen erste sahne Fensterplatz und das auch noch mit Tisch.
Da ich nun in einem andern Abteil saß, wollte ich meiner Süßen sagen das sie nicht so weit nach hinten laufen muss wenn der Zug einfährt, aber am andern Ende ging keiner ran. Ich dachte vielleicht hört sie es nicht durch den Lärm im Bahnhof.
Nun wurde nach einer Stunde Fahrt angesagt das wir in wenigen Minuten im Bahnhof einfahren. Ich war aufgeregt wie bei meinem ersten Besuch bei Geli in Leverkusen und konnte es nicht erwarten aus zu steigen. Als wir einfuhren habe ich sie schon am Bahnsteig fast ganz außen stehen sehen. Ups dachte ich, sie wird sich jetzt einen Wolf suchen. 
Ich raus aus dem Zug und noch einmal versucht anzurufen, aber wieder keine Geli am anderen Ende. Nun die Überlegung, bleibe ich hier stehen oder laufe ich ihr entgegen. Nach dem sich die Menschenmassen gelichtet hatten, kam mein Schatz mir entgegen. Es war so schön sie wieder in dem Arm nehmen zu können. Jetzt musste ich nur noch zu Hause unsern Zwerg begrüßen und das war eine stürmische Begrüßung.