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23.05.11

Montag Tag 14

Einen guten Tag zusammen, heute hatte ich noch keine Zeit zu schreiben. Mein Tag begann etwas stressig, aber ich habe ihn gut gemeistert denn heute war das Training bis zur letzten Anwendung mal gut aufgebaut.
Angefangen habe ich mit Bewegungsbad, das Wasser war nicht gerade warm und wenn ich an die Therapeuthin denke wird mir schlecht. Das was ich von andern gehört habe hat sich bewahrheitet. Wenn ich kein Interesse habe Menschen zu Therapieren, dann lasse ich das doch und erfreue die Patienten nicht mit einer Leichenbittermiene. Selbst im Treppenhaus ist sie mir schon aufgefallen, man geht an ihr vorbei und grüßt aber es regt sich nichts. Alle andern Grüßen und lächeln wenigstens oder nicken mit dem Kopf. Ich weiß was ich für eine Bewertung abgeben werde, denn alles muss man nicht durch gehen lassen, denn wenn man nichts sagt wird nichts geändert und negative Sachen bleiben besser in Erinnerung als positive.
Man braucht nur Verkäuferinnen/ Kassiererinnen sich an zu schauen die müssen den ganzen Tag freundlich sein auch wenn sie keinen guten Tag haben. Was soll's mein Zeugnis an die Klinik wird jedenfalls in diesem Punkt nicht gut ausfallen und ich habe kein Problem damit Namen zu nennen.
Der Morgen fing eigentlich ganz anders an, morgens gegen 4 Uhr einmal Toilette, das Bläschen drückte. Dann von einer auf die andere Seite gedreht aber so richtig schlafen konnte ich nicht mehr. Nach einer Katzenwäsche ging es erst einmal ins Labor zum Blutnehmen. Das war lustig, da ich so dünne Venen habe war ich etwas skeptisch als die junge Schwester mich ins Zimmer rief um mir Blut ab zu nehmen. Sie merkte meinen Blick und fragte "so Skeptisch", ich erzählte ihr was mir bis jetzt passiert ist. Aber meine Angst war unbegründet wieder zerstochen aus dem Behandlungszimmer zu kommen. Ich merkte noch nicht einmal den Einstiche. Danach gab es erst einmal ein gutes Frühstück, denn ich hatte nichts essen dürfen. 
Nach dem Bewegungsbad ganz schnell nach oben und Duschen. Dann war Mamma-Gymnastik dran, das ist ja so nicht schlecht aber man braucht in den Armen ganz schön Kraft. 

Beispiel:
Stellt euch vor ihr sitzt auf einen Hocker, so das ihr eine Ecke zwischen den Beinen habt und das noch richtig schön aufrecht sitzend. Dann streckt einfach mal die Arme nach rechts und links aus so das der Arm mit der Schulter eine Linie bildet, jetzt bewegt ihr die Arme nach vorn so das sich die Hände berühren und dann gleich nach hinten und das so weit wie möglich ohne die Arme nach unten zu nehmen. Alles schön in Schulterlinie. 20 Minuten solche Übungen und ihr wisst, wo eure Muskeln in den Oberarmen sitzen.

Auf das was jetzt kommt habe ich mich gefreut, in der Lehrküche fettarme Gerichte Kochen. Und was soll ich sagen es hat viel Spaß gemacht, man hat dazu gelernt und das Essen war einfach klasse und ich weiß ein, sobald ich zu Hause bin wird das Rezept nach gekocht.

 Rezept für 4 Personen

Vorspeise

Feldsalat mit Schafskäse
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Zutaten:
250 g Feldsalat
100 g Schafskäse
4 mittelgroße Tomaten
1 kleine Zwiebel (rote)
2 Eßl. kaltgepresstes Öl (Olive, Raps)
4 Eßl. Obstessig oder Balsamicoessig
1 Tl. Ahornsirup
frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Salz

Zubereitung:
Den Feldsalat gründlich Waschen und abtropfen lassen. die kleinen Wurzeln so abschneiden das die Rosette nicht auseinander fallen kann. Den Schafskäse würfeln. Die Tomaten waschen, den Stielansatz herausschneiden und achteln.
Die Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden die man auseinander drückt um Ringe zu bekommen. Für die Soße das Öl, Essig und Ahornsirup verschlagen mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Den Feldsalat auf vier Tellern verteilen darauf die Tomatenstücke, den Käse und die Zwiebeln anrichten. Mit einem Esslöffel das Dressing auf den Salat verteilen.

Hauptgereicht

Zartes-Weizen-Curry mit Pute
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Zutaten:
250 g Möhren
1 Bd. Lauchzwiebeln
250 g Champignons
250 g Zartweizen
400 g Putenfleisch
3 Eßl. Mehl
125 g Milch
Curry, Salz, Pfeffer
1-2 Eßl. Gemüsebrühe

Zubereitung:
Reichlich Salzwasser aufkochen. Den Zartweizen ins kochende Salzwasser geben, ca. 10 min köcheln lassen.  Möhren putzen und in Scheiben schneiden, Lauch in Stücke schneiden und Pilze vierteln. Das Fleisch waschen, abtupfen und in Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten. Das Fleisch aus dem Topf nehmen, da für jetzt Möhren in den Topf leicht dünsten und dann Pilze und Lauch zugeben. Alles mit Curry und Mehl bestäuben anschwitzen und dann mit Milch und 1/2 l Wasser aufgießen. Brühe zufügen ca. 8 min. köcheln lassen und Würzen. Zum Schluss das Fleisch wieder dazu geben noch einmal Umrühren und fertig. Den Zartweizen abgießen und auf Teller geben, oder direkt unter die Fleisch - Gemüse Masse heben und so Servieren.

Nachspeise (Kompott)

Joghurtgelee auf Fruchtmus
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Zutaten:
500 ml Joghurt, natur
6 - 7 Blatt Gelatine
Zitrone
5 Eßl. Ahornsirup
400 g Obst (z.B. Erdbeeren, Pfirsiche, Himbeeren)

Zubereitung:
Das Obst waschen putzen und pürieren. Den Joghurt glatt rühren, mit Honig und Saft einer Zitrone abschmecken. Die Gelatine wie auf der Packung beschrieben zu bereiten und unter den Joghurt geben. Die Joghurtmasse in kleine mit kaltem Wasser ausgespülte Schalen geben und kalt stellen. Ist die Masse fest, auf kleine Teller stürzen und mit den pürierten Früchten garnieren.

Lecker schmeckt das auch mit Erdbeeren und Rababer.

Na habe ich euch appetit gemacht? Das hat echt lecker geschmeckt und meine Tischnachbarinnen im Speisesaal sagten mir das ich nichts verpasst habe. Aber so lecker wie das Essen auch war, so sehr musste ich mich eilen zum nächsten Termin zu kommen. WS-Gymnastik und anschließend Marnitz-Therapie (Massage) zum guten Schluss des Tages gab es dann noch Muskelentspannungstraining. Das war heute auch lustig. Unsere Therapeutin war heute nicht da so hat ihr Assistent die Therapie abgehalten. Er hat das sehr schön gemacht aber die Stimme hat einen ganz schön erschrocken. Jedes mal wenn man zu einem andern Körperteil mit der Anspannung wechselt ist erst eine kleine Pause dazwischen und wenn man dann so vor sich hin träumt der leisen Musik lauscht und plötzlich eine Stimme am anfang wie ein Frosch quakt zuckt man zusammen. Ich finde seine Stimme nicht geeignet für so eine Therapie. Aber was wissen denn wir schon.

Nach dem Tauerstress, ging es dann aufs Zimmer um sich etwas ruhe zu gönnen. Ich stellte fest das ich bis dahin nicht einmal heute an der Luft war, den ganzen Tag wieder Treppe hoch und runder. Da es dann auch schon straff auf das Abendbrot zu ging nutze ich die Zeit mit meinem Schatz zu reden.
Beim Abendbrot erzählten mir dann meine beiden Tischdamen das sie schon ihre Koffer fast gepackt haben. Nun ist das Frühstück morgen Früh das letzte bei dem wir zusammen sitzen. Ich fand die beiden als sehr liebe und nette Personen und ich finde es schade das sie morgen nach hause fahren. Aber auch ich habe es fast geschaft.
Damit ich heute auch noch frische Luft bekomme, bin ich nach dem Abendbrot wieder Spazieren gegangen, ich kann es einfach nicht lassen. nach unten suche ich mir immer fast ebene Wege und zum Schluss bleibt mit um wieder hoch zu kommen nur die Ortsstraße und die geht in die Beine so eine steile Straße. Aber genau für solche Belastungen bin ich ja hier und ich muss sagen in einem gleichmäßigen Schritttempo schafft man die Straße auch und es geht sogar mit der Luft gut. Was mir aber dann den rest gegeben hat waren die Treppen. Anstatt nach so einem Spaziergang den Aufzug zu benutzen, mussten es die Treppen sein, oder es war die Macht der Gewohnheit. Jetzt liege ich hier im Bett rede mit meinem Schatz, schaue Fern und schreibe den Blog.
Ich hoffe euch meinen Tagesablauf gut rüber gebracht zu haben, und wünsche euch allen eine gute Nacht. Der morgige Tag wird nicht besser als der Heutige.

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