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29.06.11

Portspülen

Hallo zusammen,

heute war ich in der Klinik zum Portspülen. Das war ein Ding, erst mussten wir warten und warten und warten. Als ich dann endlich dran war wurde ich erst einmal mit Desinfektionsmittel ein gesprüht sagen wir lieber gebadet. Das war so weit in Ordnung, lieber mehr Sauberkeit als einen Keim einfangen. 
Dann ging es los,"Frau Staude atmen sie mal tief ein und wieder aus" und beim zweiten mal Einatmen hatte ich die Nadel im Port so dachte ich. Aber weit gefehlt die Nadel hat den Port nicht getroffen und das merkte ich auch. Sie fingerte dann ein wenig rum am Port um zu tasten wie er liegt. Dann wurde eine zweite Nadel genommen und wieder erst ein Bad mit Desinfektionsmittel dann Atmen und wieder die Nadel da rein und noch ein wenig hin und her aber der Port wurde wieder nicht getroffen. Ich komme mir vor wie ein Nadelkissen, aber was macht man nicht für die Gesundheit.
Da half dann alles nichts ich musste auf die Gyn. Klasse, ich mach die Tür vom Behandlungszimmer auf und mein Schatz schaute mich ganz erschrocken an weil es erstens so lange dauerte und ich zweitens mit meiner Akte raus kam. So im vorbeigehen sagte ich ihr das wir auf die Gyn müssen, der Port hat sich gekippt. Sie gleich wie der hat sich gekippt, kann das überhaupt passieren? Ja kann es, die Ärztin auf der Gyn erklärte mir dann das das nicht mal selten ist. Sollte man aber mehr Probleme haben, kann man darüber nach denken den Port entfernen zu lassen, was noch nicht so gut wäre im Moment.
Aber Ende gut alles gut, der Port konnte nach dem ich mich etwas verrenken musste doch noch gespült werden. Es ist schon jedes mal interessant wenn wir zum Arzt gehen. Ich frage mich ob wir das nicht mal normal machen können ohne das man noch wo anders hin geschickt werden muss! Man sollte aber immer auch was positives raus kramen und bei uns beiden ist das so, dass wir immer etwas zu lachen finden um die Wartezeit etwas erträglicher zu machen und Lachen ist gesund, auch wenn wir zur Zeit immer wieder das Lachen auf die Füße geworfen bekommen.
Ich habe auch heute wieder einige Gedanken in der Bahn gehabt, da saß eine Frau am andern Bahnsteig mit drei Kindern und Schwanger mit dem vierten. Ich bin kein Mensch der schnell verurteilt denn jeder hat so seine schwarze Seite an sich, doch da stand meine Meinung fest "die armen Kinder". Die Frau hatte ein Kind neben sich und ich möchte behaupten das Kind war höchstens 4 Jahre und die Zwillinge 2. man könnte der Frau aber ansehen das sie aus armen Verhältnissen stammt, da sie kaum Zähne im Mund hatte und ein eher schäbiges Verhalten an den Tag legte. Meine Gedanken lagen bei den Kindern, was haben die für eine Zukunft vor sich, denn mit liebe hatte der Umgangston nichts zu tun. Was schade hier ist, das ist kein Einzelfall uns begegnen viele junge Mütter die mit ihren Kindern überfordert sind und man nur hin gehen möchte um der Mutter den Kopf zu waschen, oft sind sie viel zu jung da sie selber noch halbe Kinder sind. 
Ich dachte immer das sind Ausnahmen, aber ich denke das sind längst keine Ausnahmen mehr. Die Perspektivlosigkeit weil man nicht genug in der Schule und vom Elternhaus gefordert wird oder weil man es vor gelebt bekommt "ein Leben lohnt sich auch mit Harz IV". Wie naiv viele junge Mädchen sind. Es ist nichts dagegen zu sagen wenn man Party machen möchte, man sollte aber auch sehen das man ohne Schulbildung nicht weit kommt. Es gibt so viele Sendungen im TV, aber wie wäre es wenn man direkt an die Schulen geht und mit den Schülern schon in der Grundschule zu arbeiten, den Kids einen Weg auf zu zeigen das es sich lohnt zu lernen. 
Man kann  wahrlich die Zeiten nicht vergleichen, aber als ich zur Schule ging gab es viele Sachen die man gemeinsam mit der Klasse oder mit andern in einer Schul AG machen konnten oder in einem Kulturzentrum. Kinder mit finanziell schwachen Strukturen wurden mitgenommen und nicht ausgegrenzt.
Wir hatten zwar keine Schuluniform, aber so etwas an den Schulen ein zu führen wäre auch ratsam, so würde Mobbing wegen keiner Markenkleidung vermieten werden. Es werden Gelder in der Politik raus geschmissen und auch gestern kam es wieder im TV wie sich gestritten wird Diäten zu erhöhen. Die sollten sich schämen auch in einer Situation wo es viele Menschen in Deutschland gibt die Hilfe brauchen sich auch noch ihre Gelder zu erhöhen. Steckt diese Diätenerhöhung in die Schulen für T-Shirts, Hosen, Röcke und Pullis. Nehmt Kinder denen es zu Hause schlecht geht an die Hand und zeigt ihnen das es anders gehen kann.
Irgendwie habe ich zu viel Zeit nach zu denken, oder auch nicht. Man sollte nicht weg schauen denn unsere Gesellschaft ist viel zu egoistisch geworden.

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An die Herrn und Damen der Politik:

- Macht ihr euch überhaupt Gedanken um uns, um diejenigen die euch wählen sollen?
- Warum fangt Ihr nicht mit Sparen an, als Vorbilder?
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28.06.11

Die Sonne

Da nun endlich die Sonne raus kommt, zwar wieder etwas zu warm, waren wir Gestern kurzer Hand Baden. Aber nicht einfach so im Schwimmbad nein am Strand. Wie das klingt am Strand und das mitten auf dem Festland. Ne aber es ist war, die Sonne lockte uns dort hin. Nur leider war es zu warm um lange bleiben zu können wir hatten zwar so eine Strandmuschel dabei, aber die Sonne war unerbittlich.

Das Wasser war schööööööööööööööööööön kalt. Man musste sich viel Zeit nehmen hinein zu gehen. Aber es hat einen so herrlich abgekühlt. Schon wenn man mit den Füßen ins Wasser ist konnte man fast das Verdampfen hören, grins.


 Durch den Sand konnte man nur mit Badeschuhen, sonst hätte man sich die Füße Verbrand. (... deine Spuren im Sand ..... grins)



 Und heute hatten wir unsern Termin beim Amt. Über unsere Sachbearbeiterin, können wir uns eigentlich nicht beschweren. Man trifft sehr selten höfliche Angestellte beim Arbeitsamt und eine da von ist sie. Aber ich denke mir diese Menschen machen auch nur ihre Arbeit und für die dummen Gesetzte können sie auch nichts, und so wie es in den Wald rein schallt kommt es zurück. Wir haben uns über eine Stunde gut über die uns wichtigen Themen unterhalten können. Nun müssen wir sehen wie es weiter geht. Auf alle Fälle Schulbank drücken denn auch in unserm Alter sollte man sich Weiterbilden denn die Zeit bleibt nicht stehen.

Auf der Fahrt zum Amt, sind eine Menge junge Kids, sagen wir fast jugendliche ein und aus gestiegen. Sie haben die letzten Schultage vor sich. Wie unbekümmert (viele davon), fast noch unwissend was in der Welt vor sich geht und was noch so auf sie zukommen wird. Man macht sich Gedanken darum, wie planen dieses Kids ihre Zukunft. Und schwupps erwischt man sich dabei "was würde ich anders machen, hätte ich die Chance noch mal nur für ein paar Tage jung zu sein". Alt bin ich deswegen auch noch nicht, ich stehe mitten im Leben, habe zwei hübsche Mädchen und einen kleinen Enkel (unser Sonnenschein). 
Aber so ab und an überfällt es einen, zu denken "was wäre wenn!" vor allem mit dem Wissen was man schon erworben hat. Ich denke Fehler würde man wieder machen, bestimmt nicht die selben aber man würde sie machen. Man müsste aber nachdenken darüber was geschieht wenn man die Chance hätte seine Vergangenheit zu ändern. Was geschieht mit der neuen Zukunft, wie wird die dann verändert und ist das dann so wie man sich alles vorgestellt hat. 

Zum Schluss dachte ich nur noch "wie kompliziert", nene da möchte ich doch lieber in der Gegenwart bleiben und mich zurück erinnern an die schönen Dinge die ich erleben durfte. Und Träumen darüber wie mein Leben noch sein wird.

Es ist schwer einen normalen Alttag zu führen mit so einer Diagnose. Zwar ist es schon fast zwei Jahre her das ich operiert wurde, aber es gibt viele alltägliche Geschehnisse und Situationen die einem immer wieder daran erinnern. Es sind dann solche Tage wie Gestern wo man sich die Zeit stiehlt, um aus zu brechen um einfach mal alle Bösen Gedanken aus dem Kopf zu bekommen, die einem Auftrieb geben um nach vorn zu schauen. 
Ich finde es schlimm wenn man nur noch für diese Krankheit lebt, sprich jedes Testergebnis oder jeden Text verschlingt aus Fachzeitschriften die über eventuelle Heilungen oder neue Behandlungsmethoden sprechen. 
Hört auf euch in solche Texte zu flüchten, fangt an zu leben, das ist viel wichtiger. Es gibt noch so viel schönes zu erleben, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind die glücklich machen. Aber wie heißt es so schön "Jede Minute die du im Ärger verbringst, versäumst du glückliche 60 Sekunden".

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25.06.11

MJ World Cry - Leipzig

Durch mehr oder weniger Zufall sind wir heute am späten Nachmittag in die Stadt gefahren, um uns das Treiben auf dem Weinfest an zu schauen.
Nichts ahnend laufen wir quer durch die Stadt und ich sag zu Geli komm lass uns da durch die Seitenstraße laufen und dann Richtung Kirche. Wir bogen also in die Seitengasse ein und was soll ich euch sagen kommt uns eine Beschallung entgegen. 

Da machte es bei uns klick im Kopf, welche Tag ist denn Heute der 25.06.2011 und was war vor zwei Jahren an diesem Tag. Ja vor zwei Jahren ist Michael Jackson verstorben ein klasse Musiker und Entertainer.

Ein Marsch durch die Stadt mit jung und alt, jede Altersklasse war vertreten, mit Tanzeinlagen und das Finale sollte auf dem Augustusplatz beginnen. Die Tänzer waren nicht schlecht, aber die technische Organisation war sehr schlecht. Die Veranstalter sollten im nächsten Jahr über ein besseres Konzept nachdenken. Hier ein paar Bilder und kleine Videos.


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Aber es ist schon seltsam das ein Zug von Menschen einen mitreißen kann und das solche Veranstaltungen auch ohne Mord und Todschlag ablaufen können.

21.06.11

Oh man, oh man

.. irgendwie haben wir das Helfersyndrom. Als ich heute Morgen mit unserm kleinen die erste Runde gehen wollte, kaum das ich die Treppen unten war hörte ich schon wieder die Worte "Hilfe, Hilfe". Ich nichts wie an die Tür der Nachbarin und gefragt durch die Tür was geschehen ist. Sie sagte mir das sie wieder gestürzt sei und sie schlimme Schmerzen hat. Also Hund im Schlepptau (er wollte eigentlich raus um sich zu erleichtern) ging es wieder die Treppen nach oben. Meiner Maus gesagt was passiert ist und sie rief dann gleich den Lebenspartner an. 
Gemeinsam gingen wir dann wieder runter ich die Runde mit dem Hund und mein Schatz zur Tür der Nachbarin. Als ich von der Runde zurück kam die nicht gerade lang war, aus gegebenen Anlass. Sagte mir Geli, das ich die Feuerwehr und den Notarzt anrufen müsse. Ich also im Eiltempo die Treppen nach oben und ans Telefon. Unser Zwerg kam sich da etwas vernachlässigt vor, weil er es gewohnt ist ein Leckerchen zu bekommen nach seinen Runden. 
Nach dem ich den Notruf gewählt hatte und mein Anliegen unterbreitet hatte ging ich nach unten. Auch der Lebenspartner kam gerade und schloss die Tür auf. Schloss die Tür auf ...... jetzt musste ich wieder nach oben laufen und wieder den Notruf wählen um zu sagen das wir keine Feuerwehr zur Öffnung der Wohnung brauchen. Die Frau kann durch ein leiden nicht mehr richtig Laufen und sie stürzte beim Versuch in die Küche zu gehen auf den kalten Boden. Da wir nicht wussten wie und wo sie vielleicht verletzt war konnten wir sie auch nicht aufrichten und es ihr nur auf dem Boden so angenehm wie möglich machen.

Es ist traurig, das solchen Menschen es unmöglich gemacht wird Pflegehilfe in Anspruch zu nehmen. Denn da durch das ihr Partner nicht bei ihr Wohnt und sie nicht Verheiratet sind bekommt er kein Pflegeokay.

Diese Frau bräuchte dringend Hilfe und zwar Professionell. Ich war bei ihrem Anblick richtig erschrocken, da wir wussten das sie in unserm Alter ist, aber sie fast doppelt so alt aussieht.

Ich schrieb es glaube heute schon einmal, armes Deutschland. Es werden Milliarden ins Ausland gespendet oder verschenkt, wir sollen den Gürtel enger schnallen. Und für solche Missstände fehlen Gelder. Unsere Politiker bekommen Gehälter die keiner nachvollziehen kann und dann wird sich noch gestritten ob man nicht die Diäten erhöhen könnte. Politiker die in Rente sind bekommen hohe Renten und vielleicht zusätzlich noch dicke Abfindungen. Das schlimme dabei wenn die zu ihrer Rente noch Arbeiten wird da die Rente nicht gekürzt so wie bei uns.

Ich bin 43 Jahre Jung und habe es satt von Harz IV leben zu müssen, weil es für mich keine passende Arbeit gibt. Ich bin es Leid, beim Einkaufen jeden Cent fünf mal um zu drehen. Ich bin es Leid, bei Ämtern betteln zu müssen um Unterstützung mich größten teils auch noch von oben herab behandeln lassen zu müssen von Beamten die gerade mal von der Schulbank kommen und ich bin da nicht alleine. So wie mir geht es vielen und wenn ich dann einen Menschen sehe wie diesen Herrn Dübel könnte ich kotzen. Ich habe diese scheiß Krankheit bekommen und mich durch die Chemo, Bestrahlung und noch so einige Behandlungen gekämpft. Aber man bekommt es in Deutschland nicht fertig einen Job für mich zu finden.
Da oben werden die Gelder zum Fenster raus geschmissen, viele Kinder in Deutschland brauchen Hilfe und keine Partei schafft es uns aus dieser Misere zu holen. Man macht sich gegenseitig fertig und schiebt sich gegenseitig den Schwarzenpeter zu. Wann wachen wir auf, wann lassen wir uns das nicht mehr gefallen????
Oh man jetzt habe ich mir mal wieder so richtig Luft gemacht, das musste sein.

20.06.11

Einen wunderschönen Guten Morgen

Wieder ein Wochenende vorbei. Es war mal ein richtig schönes, mit Pipi in den Augen, aber vor lachen. Gleichzeitig war es aber anstrengend, da wir es nicht mehr gewohnt sind so lange zu sitzen um zu Würfeln oder Mensch ärger dich nicht zu spielen. Auf jeden Fall war es ein sehr schönes Wochenende und wir werden es wiederholen. 
Was macht man zu Essen wenn man Besuch bekommt? Da wir keine Gourmet Köche sind, gab es ganz normale Dinge wie lecker Kartoffelsalat mit Thüringer Bratwürsten und am Sonntag gab es einen Eierkuchenauflauf. 


Der war Lecker, aber irgendwie war das Royal wie Suppe so dünn, also Suppe mit gefüllten Eierkuchenstücken. Satt sind wir trotz dem geworden.
In der ganzen Kochaktion vom Sonntag, mussten wir auch noch da für sorgen das unsere Untermieterin (eine Etage unter uns) versorgt wird. Mein Schatz musste in die Kammer etwas holen (die liegt außerhalb der Wohnung) und da hörte sie wie die Frau um Hilfe rief, sie musste wohl gestürzt sein und kam nicht mehr hoch. Ich nichts wie ans Telefon und die Polizei angerufen, da wir keine andere Nummer hatten, und denen erzählt was los ist. Es dauerte einige Zeit bis die Feuerwehr und die Rettung kam. Die Feuerwehr brauchten wir weil keiner in die Wohnung kam. Diese war von inne abgeschlossen. 
Aber da konnte man sehen was so alte Türen aushalten können. Die Feuerwehr kam nicht durch die Tür. So mussten sie ein an gekipptes Fenster öffnen um in die Wohnung zu kommen. So konnte dann der Frau geholfen werden. Als Dankeschön brachte uns der Lebenspartner der Frau einen schönen Strauß Blumen gestern.

Aber daran sieht man, das es wichtig ist Nachbarschaft zu pflegen denn es könnte einem auch so gehen. Noch wichtiger ist ein Schlüssel für den Notfall der sich außerhalb der Wohnung befindet und schnell der Feuerwehr oder einem Notarzt zur Verfügung steht.

Ich finde unsere Gesellschaft wird sich immer fremder. Gestern kam ein Beitrag im TV mit einer Frau die hatte 6 Kinder. Sie lief sich nach Hilfe die Füße wund und so verwahrloste die Wohnung. Eins ist aber dabei bei nie zu kurz gekommen, die Liebe zu ihren Kindern und die haben ein klasse Benehmen, da könnte sich manch anderes Kind eine Scheibe abschneiden. Was ich damit sagen möchte, wenn Freunde und Nachbarn nur ein wenig aufmerksamer gewesen wären, wäre der Familie einiges erspart geblieben. Aber leider denkt fast jeder nur an sich und das ist sehr traurig. Das geht ja schon los wenn ich hier aus den Fenster schaue und junge Mütter ihre klein Kinder hinter sich her ziehen, die dann auch noch an meckern weil sie mit ihren kurzen Beinchen nicht schneller laufen können. Oder beim Einkaufen, wenn ich doch keine Nerven habe mit dem Kind einkaufen zu gehen dann lasse ich es zu Hause (sollte noch jemand zu hause sein). Manchmal kommt es mir so vor als machten diese Mütter ihre Kinder da für verantwortlich das sie auf der Welt sind. Man sollte vor dem Sex aufpassen das dann in 10 Monaten nichts Kleines kommt.

Man muss nicht reich an materiellen Dingen sein, man sollte aber seinen Kindern trotz schlechter Situation Werte vermitteln. Das scheinen viele zu vergessen.

Ich wünsche einen schönen Dienstag.

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16.06.11

Mal wieder

.. Vorsorge.  Nach dem wir Gestern wieder mal die Wohnung auf den Kopf gestellt hatten, weil mir mal einfach so in den Sinn gekommen ist das man das Schlafzimmer um räumen könnte (das Gute wir haben keinen großen Kleiderschrank) dann noch Wäschebügeln, Fenster putzen und was sonst noch so angefallen ist. Ging es heute zur Vorsorge bei meiner Frauenärztin.
Irgendwie ist das egal zu was für einer Untersuchung man geht, nicht mehr so unbeschwert wie vor der Erkrankung. Auch wenn es eine Routineuntersuchung sein wird, schwebt immer der Gedanke mit "wird sie etwas finden?" Aber wir denken positiv und gehen da von aus das alles Okay sein wird.

Und was soll ich sagen alles Okay. Und gleich den zweiten Termin für dieses Jahr gemacht.
Dann fällt noch das Portspülen an ende des Monats und Anfang kommenden geht es zur Mammographie. Das wir auch wieder ein nervenaufreibender Termin, da sitzt man bis zum Schluss auf Kohlen. 

Eigentlich wollten wir gestern Abend auch die Mondfinsternis anschauen, aber bei uns war weit und breit kein Mond zu sehen, nur Wolken. An der leichten Rotfärbung der Wolken konnte man erahnen wo ungefähr der Mond sein musste. Ich habe schon  einmal eine Mondfinsternis sehen können und das ohne Wolken. Das ist ein  faszinierendes Ereignis, ich finde schöner als eine Sonnenfinsternis. Glutrot und man hatte das Gefühl den Mond berühren zu können. 
So nun muss noch der Rest aufgeräumt werden, damit wir sauber ins Wochenende gehen können. :-)

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13.06.11

WGT in Leipzig

Heute geht das Treffen zu ende, viele schöne Erlebnisse und Bilder da von gibt es. Eins weiß ich mit Sicherheit, im nächsten Jahr sind wir beide mit Kostümen, welche wir selber nähen werden, dabei. Ein paar Tage lang abtauchen ins Mittelalter, die Zeit in der Mythen, Sagen und Legenden über Hexen und Vampire entstanden sind. Man muss nicht unbedingt ein Freek sein um sich in diesem Strom  mit treiben zu lassen. Es war faszinierend zu sehen was manche in ihr Outfit gesteckt haben ums sich zu präsentieren. Nun warten wir auf das nächste Ereignis welches in Leipzig statt finden wird, der C - S - D (Christopher - Street - Day).
Die Stadt ist schon Multi - Kulti wenn man das so sagen kann. Es waren ja dieses Wochenende schon Menschen aus allen Herrenländern da. Hier noch ein paar Bilder zum Abschluss de Wochenendes.


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12.06.11

Zoo die Zweite

Nach dem ich meine Bilder mit einer hauruck Aktion gelöscht habe (was mir auf keinen Fall mehr passieren wird) habe ich mit Hilfe eines Programms alle Bilder so weit ich bis jetzt sehen kann wieder Herstellen können. Da hätte ich mich wirklich in den Hintern beißen können über so viel Dummheit. Aber aus Schaden wird man Klug. Morgen werde ich dann einen kleinen Bilderbericht abgeben, heute wird das nichts mehr.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend.


Ein kleiner Vorgeschmack.

Ausflug in den Zoo

Was für ein schöner Tag. Nach unserm gemeinsamen Frühstück machten wir uns auf in den Zoo. Wir hatten Spaß, Sonne und unsere Kamera war auch wieder mit dabei. Vorbei ging es an Bären, Pinguine, der Vogelwelt zu den Elefanten, Löwen und Tiger, die Affen nicht zu vergessen und die Giraffen. Für jedes Foto habe ich mir schon einen schönen Text überlegt.
Zu hause angekommen bin ich sofort an den PC. Die Kamera angeschlossen einen Ordner gemacht und die Bilder von der Kamera geholt und damit die Kamera nicht so voll ist gleich die Bilder gelöscht. Hätte ich das mal nicht getan. Die Bilder im neuen Ordner waren noch alle Markiert als ich eins Löschen wollte was nicht so schön war. Und so schnell konnte ich nicht Luft holen waren alle Bilder futsch. Ich könnt heulen 72 Bilder einfach weg. Da bei war es ein so schöner Tag .... auch wenn die Bilder weg sind bleibt der Tag schön, aber ärgerlich ist das schon.  Ich habe nun heute keine Fotos für Euch von unserm Ausflug.

Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag.

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11.06.11

Pfingsten 2011

Was macht man Pfingstsamstag wenn nichts in der Kiste läuft und man auch so zu nichts Lust hat, die Hausarbeit erledigt ist???? Na was macht man dann, klaro man fährt in die Stadt die über Pfingsten von allerlei seltsamen Gestalten geprägt ist. Aber das Herz einer Schneiderin schlägt bei dem Anblick der verschiedenen Kostüme gleich bis zum Hals und wie sich so manch einer Präsentiert einfach nur Hammer.

Lady in Black oder mit Rot kombiniert, und wenn man höflich fragt bekommt man so schöne Schnappschüsse.


Auch ältere Herrschaften zeigen sich im Kostüm und es sieht einfach klasse aus. Ich finde es gut wenn man dazu steht. So einen Tag könnte man ruhig zweimal im Jahr machen.


Ich denke der Ein oder Andere Besucher würde sich auch gern kostümieren, aber traut sich nicht. Hätten wir die richtigen Outfits, wären wir auch in der Stadt unterwegs im Kostüm. Aber es gibt alle Jahre wieder ein Pfingsten und die Schnitte für Kostüme (Rock und Korsage) sind schon rausgesucht.





Es ist einfach sehr schön zu sehen, wie so viele Menschen ohne sich an zu giften oder  sich Tod zu prügeln ob nun im Kostüm oder Normalo nebeneinander sitzen laufen und gemütlich ein Bierschen trinken. Und wie gesagt wenn man höflich um ein Foto bittet bekommt man von den Ladys auch ab und an ein kleines Lächeln, was sie ja mit ihrer Kostümierung nicht tun.









Wir werden bestimmt Morgen auch wieder einen Ausflug in die Innenstadt machen.

09.06.11

Werte sind da ...

Am Montag war ich zur Blutabnahme wegen meinem Quickwert. Der ist fast wieder normal und darüber bin ich sehr froh. So muss ich wenigstens nicht noch mehr Tabletten schlucken. 
Was mir mehr Sorgen macht die Wassereinlagerungen in meinen Beinen. Keine Ahnung wo das plötzlich her kommt, meine Vermutung es hängt mit den Tabletten zusammen die ich nehmen muss denn vor der Einnahme hatte ich so etwas nicht. Jetzt würde mir noch fehlen Stützstrümpfe tragen zu müssen.
Im Dezember letzten Jahres hatte ich das schon mal und bekam Massagen da für. Da werde ich wohl zu meiner Ärztin gehen müssen um nachschauen zu lassen an was das liegt.
Eines wird besser und das andere kommt, ein ewig währender Kreislauf. Aber wir wollen nicht Jammern, in der Zeit von Ehec wo schon einige dran verstorben sind.

06.06.11

Noch ein paar

Bilder aus der Reha, die ich euch zeigen möchte. Erst einmal einen schönen Sonnenuntergang. Da ich leider nicht die geeignete Kamera für solche Fotos habe, kommt der Sonnenuntergang gar nicht so schön rüber.



Und folgendes Bild zeigt eines der Folterinstrumente, mit denen man gequält wird.  Ne war ein Scherz, das Ergometertraining war schon klasse. Wenn die Fenster auf waren bekam man auch eine schöne Priese kühle Luft ab und man konnte besser in die Pedale treten, bei Sonnenschein ist auch eine Sonnenbrille ratsam. Auf dem zweiten Bild seht ihr wie hoch das alles ist und da kann man noch einmal drei Etagen drauf setzten. Und man sieht die Strafbank vor den Ergometern grins.



Das Kapitel kann ich nun abhaken, es waren schöne und auch nicht so schöne drei Wochen. Und anders als man es uns vorher gesagt hatte bin ich glücklich zu meiner Maus zurück. Das es immer Menschen geben muss die einem das kleine Glück was man hat neiden.

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Das Wochenende

.. Vergangenes Wochenende war ganz schön was los in unserer Stadt. Es war 20 Stadtfest und da wir ja neugierig sind beschlossen wir einen Ausflug in die Stadt zu machen, was macht man sonst Freitagabend. Wir in die Bahn und ab in die Stadt. Menschen über Menschen, Verkaufsstände, Musikbühnen für jeden Musikgeschmack gab es etwas für die Ohren.
Gegen 21 Uhr und ein paar Minuten startete der Nachtlauf, wir hatten schon Muskelkater vom zuschauen. Der Moderator ist immer mit seinem Mikro in unserer nähe rum gerannt, das ich ihm am liebsten aus der Hand genommen hätte um zu sagen "so jetzt hast du die Hände frei, kannst auch klatschen." Der ist wie ein kleiner Hampelmann von einem Eck zum andern gelaufen.

Und Zuschauer gab es ... ohne Ende 



Aber es gab ja nicht nur den Nachtlauf, auch das Riesenrad was schon auf dem Weihnachtsmarkt stand und viel Spaß für die Kleinen.




So ging es das ganze Wochenende zu. Am Samstag hatte die Stadt Besuch vom Herrn Wendler und der Pietro war auch hier. Die Mädels vielen reihenweise um. Ich habe ja nichts gegen Fans, aber muss man da so übertreiben. 
Als wir dann am Sonntag noch einmal durch die Stadt gingen, dachten wir erst wir sehen nicht richtig, da stand ein kleiner Wagen mit einem Schild auf dem stand Jimmy Kelly. Das mussten wir uns genauer ansehen und siehe da er war es wirklich. Einer der Kellys in Leipzig als Straßenmusikant.


Aber der krönende Abschluss war unser Shooting mit einem Hollywood-Star. Hoch war das ein Knuffelchen, mein Enkelchen hätte auch seine freude mit dem Kerlchen gehabt.  



Wir haben den armen Kerl der bei der Hitze in diesem Kostüm gesteckt hat richtig bedauert. Mit hochrotem Kopf und klatsch nass geschwitzt ging es dann nach Hause. Mit dem anrückenden Gewitter hofften wir ein wenig Abkühlung zu bekommen aber nichts hat sich getan. Man schwitzt beim nichts tun, schlimm ist das.

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05.06.11

Wieder mal

... Quicktest.
Die Nacht kaum geschlafen wegen der Wärme, nicht mal das Gewitter hat Abkühlung gebracht. Gegen 4:30 Uhr musste ich das erste mal auf. Kennt ihr das auch, wenn man am Morgen schon mit Kopfschmerzen aufsteht möchte man nichts machen. Aber es hilft nichts zwei Stunden später aus dem Bett gequält, schnell Kaffee getrunken und was gegessen. Denn ohne Frühstück gehe ich nicht mehr zum Quicktest. Was in der Reha passiert ist hat da voll ausgereicht, mein Arm ist immer noch blau mein Handrücken zerstochen. Ich bin mal gespannt wie mein Wert jetzt wieder ist. Um so weniger Tabletten ich nehmen muss desto besser.

Da bin ich schon wieder und siehe da, es hat auf Anhieb funktioniert. Kein blauer Fleck wird bleiben. Ist schon komisch, in der Reha die ältere Schwester macht das Tag ein, Tag aus und hat mir das Handgelenk grün und blau gestochen. Eine junge Schwester die mir auch angesehen hatte das ich skeptisch bin, hat gestochen und ich merkte dabei kaum den Einstich. Man kann dabei auch gut die Techniken vergleichen, denn jede geht ein wenig anders an die Sache ran.

Morgen kann ich wegen den Werten anrufen. Ich bin gespannt wie der Wert sein wird und bin in der Hoffnung weniger Tabletten nehmen zu müssen.

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Guten Morgen Good Morning

... ich wünsche euch allen einen schönen sonnigen Sonntag. Heute gab es Frühstück im Bett. Wenn man so jetzt wieder richtig zu Hause angekommen ist merkt man erst was alles gefehlt hat. Wie zum Beispiel das gemeinsame Frühstück sei es im Bett oder gemeinsam am Tisch. Das aneinander Kuschel, in den Arm genommen zu werden. Solche Dinge werden im alltäglichen für selbstverständlich genommen und auch kaum mehr beachtet. Aber hat man sie mal nicht, dann merkt man das was fehlt.

Mein Wort zum Sonntag, nehmt eure Partner in den Arm. Sagt euch was ihr euch bedeutet und genießt gemeinsam den Tag. Ist man alleine sollte man sich einfach was gutes tun oder sich mit Freunden verabreden.

Wer Freunde sucht ist sie zu finden wert.
Wer keine hat, hat sie nie begehrt.
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04.06.11

Kapitel 2.1

Da dieses Praktikum sehr gut lief, fragte meine Chefin beim BFZ nach ob man das nicht auch verlängern könnte. Das schien kein Problem zu sein, denn ich habe kurz nach der Anfrage die Bestätigung erhalten. So wurde auch dann aus dem Praktikum ein Mini Job auf 165 € Basis. Leider konnte ich nur zwei Jahre in diesem Büro arbeiten, habe aber viel für mich mitgenommen. Vom Amt habe ich seit dem nichts mehr gehört, alle drei Monate eine Einladung damit die auch sehen man lebt noch, aber eine Vermittlung gab es nie seitens des Amtes. Durch einen Zufall bekam ich dann die Chance bei uns in der Schule das Schulbistro zu leiten und die Schulbücherei zu verwalten. Das war eine sehr schöne Arbeit und auch eine gute Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern. Dann kam 2009 der Brustkrebs.
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Eigentlich wollte ich ja nur erzählen was ich für mich aus der Kur mitgenommen haben, und nun habe ich euch einen halben Roman meines Lebens geschrieben. Aber damit wollte ich sagen man soll egal in was für eine Situation man gerät etwas daraus machen und wirklich das positive dabei raus nehmen und für sich nutzen. Das Leben ist kein Zuckerschlecken, einer hat es leicht ein anderer kämpft sich durch, und dann gibt es noch welche die es sich gut gehen lassen auf anderer kosten. Ich denke, ich gehöre zu den Kämpfern egal was kommt, es gibt immer einen Grund weiter zu machen und sich nicht auf zu geben. 
Ich konnte mich in der Kur mit Frauen in meinem Alter und älteren Damen unterhalten, und muss feststellen so verschieden sind wir gar nicht wenn man das Alter mal weg lässt. Alle hatten Angst vor dem Haarausfall, vor den Nebenwirkungen der Chemo und der Bestrahlung. Und am schlimmsten war für alle der Haarausfall. Man weiß die Haare wachsen wieder, aber selber da gibt es Ausnahmen bei denen die Haare nur Fleckenweise wieder wachsen oder überhaupt nicht mehr wachsen. Jede kämpft auf ihre Art gegen diese Erkrankung und jede hat einen Weg gefunden sagen wir mal es irgendwie zu verdrängen, denn etwas anderes ist es nicht. Es gibt bestimmt die Ein oder Andere, denen eine Psychologische Betreuung gut tut, aber das sind nur ganz wenige. Man spricht  in kleinen Gruppen maximal 3 Personen schon mal darüber aber so schnell wie das Thema Brustkrebs und die Behandlung gekommen sind, so schnell hört man auch wieder auf darüber zu sprechen. Kein Psychologe kann einem die Angst nehmen das es vielleicht wieder kommt, man wird in mancher Situation daran erinnert was man durch gemacht hat, aber man muss damit alleine zurecht kommen. 
Also ist meine Erkenntnis, was die Kur angeht körperlich konnte man mir helfen und es tat gut bei den Übungen zu spüren das man Muskeln hat. Das Seelische aber, kann kein Psychologe heilen. Ich habe eine starke Partnerin an meiner Seite und bin sehr stolz auf sie. Stolz weil sie meine Launen, meine Hochs und Tiefs mitgetragen hat ohne sich zu beschweren. Oft konnte ich sehen das auch sie am Ende ihrer Kraft war und sie es aber von sich aus nie zu gegeben hätte. Wir haben uns geschworen immer über Probleme zu sprechen und das hat uns viel geholfen diese Sache gut zu überstehen. Wenn ich daran denke das wir uns, als wir uns kennen lernten nicht ausstehen konnten.... aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt muss der Alltag wieder einkehren, Bewerbung schreiben, darauf hoffen wieder Arbeit zu bekommen und vor allem Gesund zu bleiben.

Kapitel 2

Keine zwei Wochen nach dem niederschmetternden Gespräch beim Amt bekam ich eine Einladung vom Amt in das Berufs- Förderungs- Zentrum kurz genannt BFZ. Ihr glaubt nicht was die von mir wollten. Das war eine Schulung von 6 Monaten im Bereich "Verkauf, EDV und Logistik" im ersten Moment dachte ich die wollen mich verarschen. Aber als ich den Vertrag gelesen hatte, dachte ich mir "na die wollen dich wohl ruhig stellen damit?".  Um keinen ärger zu bekommen und vielleicht Kürzungen hin nehmen zu müssen nahm ich den Kurs an. Erschreckend daran ist gewesen 3900,00 € hat der Kurs gekostet, hätte man mir das nicht geben können für mein anderes Vorhaben. Für mich wären diese 3900,00 € die Hälfte der Gebühren und Unterkunftskosten für das Kolleg gewesen. 
Zeitgleich ereignete sich noch mal aufkommender Ärger mit dem Arbeitsamt. Von meiner Tätigkeit als Bedienung musste ich monatlich die Lohnnachweise ans Amt schicken, was auch völlig in Ordnung war. Ich schickte die Januar-Abrechnung zum Amt. Mitte Februar kam ein Schreiben ich möchte doch bitte die Abrechnung für Januar dem Amt zu senden. Warum für Januar die habe ich doch geschickt, aber kein Problem hin zu meinem Chef und ihn gebeten mir mit der Februarabrechnung die für Januar noch einmal mit zu machen. Er hat ein wenig komisch geschaut aber mir dann auch beide Abrechnungen gegeben. Damit diese nicht wieder auf dem Postweg verloren gehen können, bin ich direkt zum Amt. Die hatten schon zu und ich war den Umschlag an der Tür in den Briefkasten in der Hoffnung das dass richtig ist. 
Weit gefehlt, Mitte März kam wieder ein Schreiben mit der Aufforderung und dieses mal mit Unterton, das ich sofort meine Lohnabrechnungen dem Amt schicken solle sonst werde mir das Geld gestrichen. Das war zum aus der Haut fahren. In meiner Wut rief ich dort an und musste mich von einer der Damen vollbamben lassen, ich hätte gefälligst meiner Pflicht nach zu kommen. Diese Dame hatte Glück am andern Ende des Telefons zu sitzen, denn hinter ihrem Schreibtisch wäre sie nicht sicher gewesen.
Es half nicht ich musste wieder zu meinem Chef und der musste denken ich hab sie nicht mehr alle. Aber er war ein guter Chef und hatte auch so seine Erfahrungen mit dem Amt machen müssen. Dieses mal fuhr ich zu den Öffnungszeiten hin. Als ich dran war, sagte ich: "ich möchte diese drei Lohnbescheinigungen hier abgeben" die Dame vom Amt griff schon danach als ich ihr mitteilte das ich eine Empfangsbescheinigung haben möchte. Wie bitte so was machen wir nicht. Da war sie bei mir auf den entzündeten Nerv getreten. Ganz klein laut ging sie an die Tür des angrenzenden Büros und fragte ihre Kolleginnen "geben wir Empfangsbescheinigungen raus?" Das war zu viel für mich. Mit lauter Stimme so das alle anwesenden es hören konnten egal ob Angestellter oder Besucher sagte ich: "das ist mir egal ob sie das machen oder nicht, ich gehe hier nicht weg ohne diese Bescheinigung da man sich hier nicht sicher ist das persönliche Unterlage auch nicht im Papierkorb landen um uns zu schikanieren". Mit hoch rotem Kopf schrieb sie mir eine Bescheinigung aus und ich ging mit den Worten "geht doch". Ruhe hatte ich deswegen nicht wieder keine zwei Wochen später drohte man mir das Geld zu streichen wenn ich nicht endlich die Lohnnachweise vorlege. In der Zwischenzeit hatte ich schon eine Beschwerte an das Bundesministerium für Arbeit nach Berlin geschrieben. Und über zisch Umwege einen Termin beim Chef des für mich zuständigen Amtes zu bekommen. Der Termin kam genau richtig. Das Gespräch war eine Katastrophe. Dieser Mensch nahm jeden Mitarbeiter  in Schutz nach dem Motto "eine Krähe hackt der andern kein Auge aus". Meine Lohnbescheinigungen sind nicht da. Ich legte ihm die Bescheinigung auf den Tisch um ihn zu beweisen das ich diese Zettel abgegeben habe. Er verließ kurz den Raum. Mit einem breiten grinsen im Gesicht kam er wieder und  erzählte mir was von zwei Akten eine ruhende und eine aktive. Auf die frage warum ich zwei Akten habe bekam ich keine Antwort. Nur so viel wurde mir gesagt, das die Lohnbescheinigung vom Steuerberater meines Chefs vom Amt angefordert wurden. 
Als ich am Abend zur Arbeit kam hatte ich ein schlechtes Gewissen deswegen. Aber mein Chef sagte nur die spinnen doch. Im Endeffekt bekam ich weiter mein Arbeitslosengeld und keiner der Lohnbescheinigungen die noch dem Amt geschickt worden sind wieder verschwunden. 
Ja die Schulung die man mir auf brummte war in sofern gut das wir EDV hatten, den Rest konnte man in die Tonne treten, und das für 6 Monate. Gebunden an diese Schulung waren auch Praktika. Meine so zu sagen Mitschüler suchten sich in den umliegenden Einkaufszentren als Kassiererinnen einen Platz. Ich dachte mir so, warum soll ich als Kassiererin arbeiten wenn man hier auch Sachen fürs Büro lernt. Also war mein erster Platz in einem Ingenieurbüro und ich war mit meiner Auswahl sehr glücklich. Gelernt habe ich hier mehr als an einer Kasse und ich konnte das im EDV Unterricht gelernte gut umsetzten. Mein zweites Praktikum war auch wieder ein  Ingenieurbüro und dieses mal hatte ich eine Chefin die mich sehr forderte und das war auch gut so. Aber wie ich zu diesem Platz kam war lustig. In einer Mittagspause bin ich mit zwei meiner Mitstreiterinnen in eine nahe gelegene etwas versteckte Bäckerei. Dort konnte man in Ruhe Kaffee trinken und sich unterhalten. Unser Thema war natürlich die Wahl des Praktikumsplatzes. Vor dem Geschäft hielt ein BMW und ein älterer Herr stieg aus und betrat den Laden. Er schien von der Theke aus zu hören über was wir uns unterhalten und fragte ob er sich einen Augenblick zu uns stellen könnte. Wir hatten nichts dagegen und so fragte er was wir machen und kam so langsam mit uns ins Gespräch. Da die anderen beiden bereits einen Platz hatten, sagte der Herr zum Schluss schicken sie mir doch bitte ihre Unterlagen und legte mir eine Karte mit der Adresse auf den Tisch und verabschiedete sich von uns. Noch etwas benommen nahm ich die Karte und las was darauf stand. Ich hatte die Geschäftskarte von einem Ingenieurbüro in der Hand. Da war ich aber ganz schnell bei der Sache und schickte umgehend meine Unterlagen an die Adresse und siehe da ich bekam nach einem persönlichen Gespräch mit Ihm und seiner Frau ein Praktikumsplatz. Die Schule hatten wir beendet das letzte Praktikum war so zu sagen der Abschluss des Ganzen.

So jetzt muss ich erst einmal Haushalt machen. Bis später Bye.

02.06.11

Was hat es ...

mir gebracht zur Reha zu gehen? Ich bin ungern hin und das nur weil ich fast dazu genötigt wurde. Nach dem Motto entweder Reha oder kein Geld mehr. Aber das ist immer ganz gut in den Schreiben des Amtes versteckt und nennt sich "Wiedereingliedern in das Arbeitsleben". Und jetzt hole ich ein wenig weiter aus ....
Es ist schon immer interessant wenn man einen Termin hat bei seinem Betreuer und man die Frage stellt, "Auf was soll ich mich bewerben?". Da sieht man nur Schulterzucken bekommt einen Vertrag vorgelegt in dem man sich verpflichtet sich zu Bewerben, auch wenn man nicht weiß worauf. Ich habe einen Beruf gelernt der mir sehr viel Spaß gemacht hat, der aber heute in Deutschland nicht mehr gefragt ist. Schneiderin (Industrieschneiderin). Diesen Beruf habe ich gewählt weil ich schon im Alter von 13 Jahren meine Liebe zur Schneiderei entdeckte. Meine erste Nähmaschine war eine DDR Kindernähmaschine mit Kettenstich. das heißt wenn man das richtige Ende des Fadens in der Hand hatte und zog war die ganze Naht wieder auf. Ich nähte für Freunde meine Kinder, Familie so ziemlich alles was man nähen kann bis die Arbeitslosigkeit kam.

Das waren so die ersten Kleider für die Mädchen.



 Da von gab es noch eins für mich. So zu sagen Partnerlook.


So schön wie die Sachen auch waren, ich wollte mehr als nur Heimschneiderin sein. Also fragte ich beim Amt nach einer Umschulung oder Weiterbildung im Schneiderhandwerk. Aber irgendwie hatte ich nicht das richtige Gesicht da für. Denn mir wurde gesagt "Sie werden sich doch in ihrem Alter nicht mehr auf die Schulbank setzten wollen?". Ich schaute den Typen an, und in mir kochte die Wut hoch. Ich fragte was das solle, denn immer hin war ich da erst 33 Jahre. Mit einer dicken Wut im Bauch bin ich dann nach Hause und suchte via Internet und meinen alten Lehrbüchern nach Adressen von Schulen und fand auch welche. So machte ich mich daran eine Bewerbungsmappe fertig zu machen und zu versenden. Insgesamt vier Schulen habe ich angeschrieben und auch von allen eine positive Antwort bekommen aber mit einem bitteren Beigeschmack bei drei davon. Ich war in den Augen derer einfach zu Alt. Sollte man einfach nichts tun und sich vom Amt in eine Schublade stecken lassen? Ne nicht mit mir, denn da war ja noch eine. Ich bekam die Gelegenheit mich dort persönlich vorzustellen und was soll ich sagen ich war hin und weg und das nur mit den Möglichkeiten die ich nach der Weiterbildung was es für mich gewesen wäre (anstatt 2 1/2 Jahre nur 1 1/2 wegen meiner abgeschlossenen Ausbildung und meiner Berufserfahrung) hätte beruflich alles machen können. Nun stand die Frage im Raum der Finanzierung. Also bin ich wieder zum Amt. Da es ein staatliches Kolleg war, wäre eine staatliche Finanzhilfe drin gewesen. Es kam aber anders, denn die Frage nach finanzieller Unterstützung hätte ich lieber nicht stellen sollen. Ende vom Lied, ich bekam keine Hilfe. So suchte ich mir erst einmal einen Nebenjob (Bedienung), damit ich nicht nur zu Hause sitze und unter Menschen war. Sonst wäre ich in ein noch tieferes Loch gefallen. Es kam alles zusammen und ging schief was nur schief gehen kann. Aber da kam man durch ich weiß nicht wie aber ich schaffte es. 


Morgen geht es weiter.

01.06.11

Der erste Tag

... zu Hause, begann wie in der Reha. Zeitig aufstehen, was nach der letzten Nacht nicht einfach war. Wir hatten einen Hund der darauf aufpasste das wir auch beide da waren. Das sieht wie folgt aus, Hund aufs Bett, sich genau zwischen uns setzten und schauen, dann zwischen uns legen und damit der arme Kleine auch genügend Platz hat wird mit den Pfoten in alle Richtungen ausgetreten. Und diese Prozedur ging fast die ganze Nacht so. Hat man ihn nicht rauf aufs Bett gelassen muss der arme Kerl vorm Bett so lange jammern bis man so im Halbschlaf Platz gemacht hat damit der Mister aufs Bett kann. Aber diese Nacht passiert das nicht wieder. Auf jeden Fall haben ich und mein Schatz gegen 7 Uhr gemeinsam gefrühstückt. So viel Zeit konnten wir uns gar nicht lassen, denn kurz nach halb acht mussten wir zur Bahn. Gleich am ersten Tag zu hause musste ich einen Nachsorge -termin war nehmen. Das hieß, EKG, Echo und Blutabnahme. Als wenn man in der Reha mich nicht schon genug gestochen hätte musste ich mir das heute auch wieder antun. Es war auch hier das gleiche Spiel ich wollte mein wertvolles Blut nicht her geben. Die Krankenschwester war den ersten Tag heute da und teilte mir mit das sie auf der Kinderstation bis jetzt gearbeitet hatte. Ich dachte mir so, nicht schlecht dann dürfte sie keine Probleme haben mir Blut ab zu nehmen und ich sagte ihr dann noch viel Spaß denn meine Venen sind dünne und sie haben die schöne Eigenschaft weg zu rollen. Nach dem Wiegen und Blutdruck messen sollte es zur Sache gehen. Mein Arm schön abgebunden meine Hand zur Faust geballt und schon hatte ich die Nadel im Arm, aber fragt nicht nach Sonnenschein. Kein Blut kam, sie stocherte in meiner Armbeuge herum bis mir automatisch das Wasser aus den Augen lief und sie die Nadel wieder raus zog mit den Worten "dann muss Frau Doktor ran". Da meine Beuge nun auch ruiniert war genau so wie mein vorderes Handgelenk musste sie die Nadel am Unterarm setzten. Das war zwar unangenehm aber ich konnte so langsam die Anspannung aus meinem Körper lassen und so lief auch das Blut besser. Es reichte aber nicht für alle Blutbilder. Mit einem Auftragsschein ging es gleich ins Kliniklabor, dort sollte mir aus dem Ohr noch Blut entnommen werden. Na dachte ich, das kenne ich, das ist nicht schlimm. Hihihi, bis zu dem Moment als mir die Laborantin eine Salbe ans Ohr machte damit das Blut besser zirkulieren kann. Das auftragen war nicht schlimm aber nach ein paar Minuten wollte ich mein Ohr abreisen. Nehmt euch ein Feuerzeug haltet es entzündet an eure Finger oder ans Ohr, dann könnt ihr nachempfinden wie das war. Da zerstechen die mir erst meinen Arm und jetzt musste mein Ohr daran glauben. Ich dachte wirklich das fault ab. Die Blutabnahme war dann ca. 20 Minuten nach dem Auftragen und da von habe ich nichts gespürt. Zum Glück.

Nach dem nun Blut, Echo und EKG ausgewertet waren ging es ins Sprechzimmer. Alle Werte sind okay, keine Abnormitäten. Da fällt einem immer ein Stein vom Herzen, denn man geht immer mit einem mulmigen Gefühl zu einer Nachsorge. Im Juli Folgt dann wieder eine Mammo und Ultraschall und im September dann wieder EKG und Echo. Bis dahin sind dann hoffentlich meine Blauen Flecke verheilt und es kann besser Blut genommen werden.
Wieder zu Hause, machten wir uns ans Kochen, Spaghetti und Hackfleischsoße. Es macht Spaß gemeinsam zu kochen und gemeinsam zu Essen. Und was ich jetzt auch wieder machen kann, gemeinsam mit meinem Schatz spazieren gehen und zwar nicht mit dem Handy am Ohr sondern Hand in Hand mit unserm Zwerg. So haben wir heute unseren Tag abgerundet mit einem ausgedehnten Spaziergang und das wird jeden Abend so gemacht, wenn es nicht gerade in Strömen Regnet. Jetzt werde ich mich nicht mehr so oft melden aber es gibt ja auch außer die Erkrankung immer wieder was zu erzählen so wird dieser Blog nicht in Vergessenheit geraden.

Danke für euer Interesse, und ich hoffe es hat euch gefallen ein wenig meinem Tagesablauf zu folgen. Vielleicht muss die ein oder andere auch mal zur Reha und hat auch so ein paar Geschichten zu erzählen. Das einzige was ich nicht erzählen kann, wie man einen Kurschatten sich angelt. Aber das musste ich auch nicht denn ich war dort um mich zu erholen was mir auch gelungen ist.

Kaum zu ...

... Hause, schon hat der Alltag einen wieder. Nichts mit einem leckeren Salatbuffet zum Essen und Bedienung am Mittagstisch, da für aber einen kleinen Hund der bettelnd neben einem unterm Tisch sitzt in der Hoffnung das ein Stückchen Wurst runder fällt, und damit man ihn auch ja nicht übersieht b.z.w. überhört wird auch noch die Stimme verwendet. Das klingt dann so ... och Mama bitte bitte ein Stückchen Wurst, kannst du mich auch hören .... wauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu (als wimmern, aber nicht laut gerade so das man es hören kann) ... huhu ich sitze hier unten.
Und man muss dem dann widerstehen was verdammt schwer ist. Was aber noch wichtiger ist, mein Schatz sitzt mit mir am Tisch. Das ist ein sehr schönes Gefühl.
Wieder zurück zum Alltag, kaum zu Hause angekommen nur kurz Kaffee getrunken dann ging es mit der Straßenbahn zum Hundefriseur. Ich muss ja sagen, in der Bahn haben wir einen ganz lieben Hund, aber wehe ein größerer Hund läuft uns über den Weg da muss der Zwerg zum Riese werden und Bellt was das Zeug her gibt, aber wehe der Große Bellt zurück ... wusch Kontenstreifen ... Mama beschütze mich mal. Gut war das er nicht gleich merkte wo es hin ging, denn als wir ankamen wollte er nicht mit rein. Dabei ist die Dame eine ganz nette. Aber das half nichts die Wolle muss runder, und siehe da trotz anfänglichem zieren ging das Scheren ganz gut und wir hatten in einer knappen dreiviertel Stunde einen Hübschen Hund zurück. Was blöd war es hatte so richtig schön zu regnen angefangen, da es vorher schon so nach Regen aussah hatten wir Schirme dabei aber unser Kleiner wurde klatsch nass. Gut war wir hatten nicht weit bis zur Bahn und auch nicht lange zu fahren. Zu Hause angekommen, wurde der Zwerg in die Wanne gestellt und gut Shampooniert und abgewaschen. Das Shampoonieren ging aber nicht ab ohne das der Zwerg sich zweimal richtig schüttelte. So wurden wir mit geduscht. Ein Schauspiel ist das danach, Hund raus aus Wanne etwas Abtrocknen mit seinem Handtuch und dann rast er wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung und rubbelt sein Fell auf dem Teppich trocken. Da muss man vorsichtig sein und darf nicht im Wege stehen. Der Arme Kerl wird auch gedacht haben, kaum ist die Mama wieder zu hause muss sie denken mir das Fell schneiden zu lassen und mich in die Wanne zum Duschen stellen. Und dabei kann er noch so richtig schön jammern, das man fast ein schlechtes Gewissen bekommt dem Kleinen so etwas schlimmes an tun zu können.

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Hallo und...

... guten Tag zusammen. Gestern war meine Heimreise, und was soll ich sagen "gut zu Hause angekommen".
Gegen 5 Uhr  morgens war ich hell wach, und das nur weil ich im Zimmer ein paar ungebetene Gäste hatte summende kleine Ungeheuer da war nichts mehr mit schlafen. Ich hätte denen jeden Flügel einzeln raus zupfen können. 
Da ich nicht mehr schlafen konnte nutze ich die Zeit um das Zimmer auf zu räumen und meine restlichen Sachen in den beiden Koffern zu verstauen. So hatte ich zur Bahnfahrt nur meine Handtasche, das Leppi und einen riesigen Beutel. Der Beutel war fast so schwer wie einer der Koffer. Warum hatte ich mehr Handgepäck .... keine Ahnung. 
Mein Frühstück konnte ich so gegen 7 Uhr auch in Ruhe genießen, dann ging es mit einem Wagen für die Koffer wieder aufs Zimmer. Bis 8:30 Uhr hat man Zeit das Zimmer zu räumen und da mein Taxi zum Bahnhof schon 8:20 Uhr fahren sollte packte ich die Koffer auf den Wagen. Nach dem ich meine Schlüssel und meine Trainingsmappe abgegeben hatte konnte ich noch ein wenig im Forie mich seelisch und moralisch auf die Taxifahrt vorbereiten, welche ja hier hoch nicht so positiv ab lief.
Pünktlich 8:20 Uhr stand das Taxi vor der Tür und es war der selbe Fahrer der mich auch schon von Suhl hier hoch gefahren hatte. Mit viel Konzentration und Atemübungen habe ich die Fahrt zum Bahnhof die immer hin 45 Minuten dauerte überstanden.
Die Fahrt von Suhl nach Erfurt war Problemlos. Eigentlich wollte ich meine Augen ein wenig zu machen aber das ging gar nicht. Eine Gruppe junger Mädchen, erzählte sich gegenseitig welche Horrorfilme sie schon gesehen haben und was darin geschieht. Ich dachte nur so bei mir, andere Probleme habt ihr nicht. In Erfurt angekommen, musste ich mich erst einmal durchfragen wie ich vom Gleis 8 zum Gleis 8 komme. Ne da ist kein Schreibfehler. Angekommen bin ich an Gleis 8 a und der ICE fuhr vom Gleis 8. Das ist so bescheuert gewesen, da ich einfach nur auf dem Bahnsteig wo ich ankam gerade aus weiter laufen musste.  Und was man auch nicht machen darf, Personal fragen. Die Blicke der Zugbegleitung mal in meinen Worten erklärt " .. was will die denn von mir, muss ich da jetzt antworten, wenn die Freundlichkeit erwartet hat die sich aber geschnitten" und mit dem Blick dachte ich echt "Boden tue dich auf und verschlinge mich". Sie konnte sich aber denn noch dazu durch ringen mir zu sagen das ich einfach nur gerade aus gehen müss. Ich dachte mir nur armes Deutschland, eigentlich müsse man ein Gesetzt raus bringen das Angestellte der Bahn nicht ansprechen darf, vor allem nicht wenn man Fremd auf dem Bahnhof ist. Aber solche Menschen sind zum Glück die Ausnahme.
Das Wirrwarr ging noch weiter, der Zug hatte wie eigentlich jeder ICE eine Wagenreihenfolge und so wusste ich wo ich einsteigen musste um meinen Platz zu bekommen. Ja, weit gefehlt kurz bevor der Zug einfuhr kam die Mitteilung das zwei Wagen der ersten Klasse nach hinten verschoben wurden und da für zwei andere nach vorn und der Zug war gekoppelt. Schöner Mist dachte ich wo muss ich da jetzt in den Zug? Zug kam und dann musste es schnell gehen, ich lass am Wagen das es zweite Klasse war, aber das Bortbistro kam noch vorher, so bin ich in das Bortbistro um in die Zweite Klasse zu kommen. In der Zwischenzeit fuhr der Zug los. Ich durch das Bistro, geschaut was für eine Wagennummer das war 32 u.p.s. ich musste in 22, und in welche Richtung jetzt weiter laufen. Ich lief Richtung Lok, da stand dann auch eine Zugbegleitung und ich traute mich kaum zu fragen durch das erlebte vom Bahnsteig. Aber ich nahm allen Mut zusammen und fragte ganz vorsichtig und höflich wo denn der Wagen 22 sei. Ganz große Augen schauten mich jetzt an, so ungefähr können sie nicht lesen, dann kam die Worte "genau die andere Richtung". Ich fragte dann vorsichtig weiter, wie ich dort hin komme. "Ja umsteigen können sie nicht mehr der Wagen 22 ist im anderen Zug." Das ich nicht mehr umsteigen konnte wusste ich auch immer hin fuhr der Zug schon. Die Zugbegleitung zeigte dann auf zwei Sitze im Abteil und sagte hier können sie sich setzten und auch bleiben da die Plätze nicht Reserviert sind. So hatte ich wenigstens einen erste sahne Fensterplatz und das auch noch mit Tisch.
Da ich nun in einem andern Abteil saß, wollte ich meiner Süßen sagen das sie nicht so weit nach hinten laufen muss wenn der Zug einfährt, aber am andern Ende ging keiner ran. Ich dachte vielleicht hört sie es nicht durch den Lärm im Bahnhof.
Nun wurde nach einer Stunde Fahrt angesagt das wir in wenigen Minuten im Bahnhof einfahren. Ich war aufgeregt wie bei meinem ersten Besuch bei Geli in Leverkusen und konnte es nicht erwarten aus zu steigen. Als wir einfuhren habe ich sie schon am Bahnsteig fast ganz außen stehen sehen. Ups dachte ich, sie wird sich jetzt einen Wolf suchen. 
Ich raus aus dem Zug und noch einmal versucht anzurufen, aber wieder keine Geli am anderen Ende. Nun die Überlegung, bleibe ich hier stehen oder laufe ich ihr entgegen. Nach dem sich die Menschenmassen gelichtet hatten, kam mein Schatz mir entgegen. Es war so schön sie wieder in dem Arm nehmen zu können. Jetzt musste ich nur noch zu Hause unsern Zwerg begrüßen und das war eine stürmische Begrüßung.