Translate

19.05.11

Tag 10

Halbfinale fast erreicht. 

Ich kann euch sagen, macht das nie so wie ich. gestern Abend war ich das erste mal seit einer ganz schön langen Zeit schwimmen und das habe ich heute Morgen in meinen Waden und Oberschenkel gemerkt. Und noch spürbarer wurden meine Waden nach dem strammen Marsch quer durch den Wald und wieder zurück (ca. 30 min straffen gehen). danach eine kurze Pause zum Umziehen und wieder die Treppen nach unten zur Atemtherapie. Das schlimme daran sie musste heute unbedingt auch noch auf das Kreislaufsystem und nicht nur die Atemtechnik übergehen. So wurden meine Waden mit dem wechselnden aufstellen der Füße wieder in Anspruch genommen. Nach diesen Übungen ging es das erste mal in den Kraftraum, und was lässt Frau im Kraftraum für Übungen erklären??? Na logisch ist das berühmte BBP erklären muss ich das ja nicht. Aber dazu kommt auch leichtes WS-Training und so habe ich heute Muskeln gespürt wo ich nicht dachte das es dort Muskeln gibt. Nach der Letzten Übung gegen 15 Uhr werde ich heute wieder einen Spaziergang mit meinem Schatz machen. Aber dieses Mal mit geladenem Handy. 
Und was soll ich euch sagen, es gab Kangaroo-Gulasch mit Kartoffeln, oder Fischroulade mit Paprikagemüse und Kartoffeln. Als Nachspeise gab es Schokopudding mit Vanillesoße.
Nichts gegen Gulasch der sah auch sehr lecker aus, aber schon der Name des Tiers schreckte mich ein wenig ab den Gulasch zu essen.

Den Rest wie immer Später und vielleicht auch ein Paar schöne Bilder wieder.

Der Himmel über mir heute am späten Nachmittag.


Wieder im Lande und schon gibt es den Rest. Damit der Nachmittag nicht ganz so langweilig wird, hatte ich heute auch am Nachmittag Anwendungen. Das erste war ein Gespräch mit einer Psychologin, manchmal hilft es doch mit einer Fachperson zu sprechen, die einem Wegweiser geben um den Alltag in den man nach der Reha zurück kehrt, besser gestalten und organisieren zu können. Ein Außenstehender/de hat eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge und kann so besser Ratschläge geben. Es obliegt jedem selber was er/sie aus den Gesprächen mitnimmt und wie das Leben nach der Reha gestaltet wird.
Man sollte auf alle Fälle nach vorn schauen und nicht den Kopf in den Sand stecken, immer daran denken es gibt Menschen denen es viel schlechter geht.
Als Beispiel das kleine Mädchen welches eines Tage nicht einmal mehr ihre Eltern erkennen wird. Sie hat das Leben noch vorsich aber wird es nie Leben können, nach und nach wird sie immer mehr von ihrer Motorik einbüßen und sich an immer weniger Dinge erinnern können.

Aber ich habe schon gemerkt das die Deutschen sehr viel Jammern. Über allen Mist und Teufel wird sich beschwert. Bestes Beispiel hier in der Klinik gibt es Desinfektionsmittel für die Hände vorm Speisesaal und auch wo man sich das Wasser selber abfüllen kann. Mit großen Schildern und das auch in großen Buchstaben wird höflich darum gebeten sich die Hände zu desinfizieren. Aber nur jeder dritte hält sich daran. Das Geschrei wird dann groß wenn es eine Infektion wegen Keimen gibt. Also nicht nur das Personal, auch der Patient sollte auf Desinfizierung achten, denn auch wir als Patienten können Keime übertragen.

So Schluss mit psychologischen Ansätzen, weiter in der Behandlung. Ab ins Zimmer und wieder Sportsachen angezogen in die Turnhalle zur Mamma-Gymnastik. Heute hat uns die Therapeutin ganz schön ins Schwitzen gebracht, aber immer schön lächeln dabei. Ihr wisst garnicht wo ihr alles Muskeln habt, ich weiß das jetzt. Heulen hilft aber nichts denn ich möchte ja Gesund werden.
Noch nicht ganz Abendbrotzeit und Sonnenschein, nichts wie raus auf die Terrasse und die Sonnen genießen. So bin ich mit Buch, Sonnenbrille und Handy auf die Terrasse getigert und was soll ich euch sagen keine fünf Minuten habe ich gelegen, da schiebt sich eine dicke fette Wolke vor die Sonne, fand ich von der Wolke unverschämt. Noch ein wenig habe ich ausgeharrt denn kalt war es ja auch ohne Sonne nicht.


Mit meinen beiden Damen schön zu Abend gegessen, danach noch mal zu den Schwestern und den Port spülen lassen. So langsam baut sich ein wenig Druck im Kopf auf, durch die nahenden Gewitter (die gemeldeten Unwetter). Ich hoffe nur das es keine Migräne wird. So was kann ich nicht noch brauchen. So geht nun auch Tag 10 zu ende und mal schauen wie es Morgen weiter geht.

Euch allen wünsche ich einen schönen Abend, bis Morgen.

**

Keine Kommentare: