25.05.11

Guten Morgen Tag 16

Nun sind es nur noch wenige Tage bis ich wieder zu hause bei meinen beiden Schätzen bin. Bis jetzt hatte ich hier eine schöne Zeit und kann mich auch nicht über all zu viele Dinge beschweren. Ausnahmen wird es überall geben wo man sagt man der/die könnte freundlicher sein, oder das Essen könnte besser schmecken.
Ich habe auf alle Fälle hier die Erfahrung gemacht das man zwar kurz über Bruchteile seiner Krankheit spricht aber diese lieber schnell vergessen wird. Vorallem die Behandlungszeit, wie Chemo und Bestrahlung. Aber hat man das überstanden kann man wieder in die Zukunft schauen und das beste aus seinem Leben machen egal wie schwer es ist. Meistens ist das Leben nicht mal schwer, man macht es sich selber schwer. In vielen Sachen kann man durch die Erkrankung auch nicht mehr Bäume ausreisen wie man es vorher getan hat. Alles muss jetzt in Ruhe gemacht werden und da denke ich tut man sich als Frau schwer, vor allem wenn man noch kleine Kinder zu hause hat. Aber auch hier sollte man sofern man einen Partner hat der sich in die Erziehung und Betreuung der Kinder mit einbindet, auch einmal Ruhe gönnen. Man sollte sich aber auch nicht scheuen zum Amt zu gehen und um Haushaltshilfe zu bitten, denn immer hin hat man eine Verantwortung den Kindern gegenüber und Kranke Eltern können sich nicht wirklich um sie Kümmern.
Wisst ihr wie öde das ist wenn man auf dem Zimmer warten muss bis der Arzt (Visite) kommt. Bis 10 Uhr muss ich hier bleiben und dann kann ich runter zu Backen gehen. Denn mein Mittwoch ist ein sehr ruhiger Tag. den einzigen Sport den ich habe, der ist nach dem Mittagessen und zwar WS-Gymnastik.

Durch die Visite bin ich nicht mehr dazu gekommen den ersten Beitrag zu veröffentlichen, aber ich denke das ist halb so wild. 

Ich komme heute irgendwie nicht dazu weiter zu schreiben aber jetzt lass ich mich nicht mehr ablenken. Die Visite ist sehr gut für mich aus gegangen, meine Werte sind alle in Ordnung und die Ärztin ist zufrieden. Was will man mehr.
Zum Nachmittagskaffee hatte ich heute leckeren Kuchen, selber gebacken in der Lehrküche.
Angefangen haben wir mit einem Hefeteig:

Zutaten:
500 g Mehl
75 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
1 Würfel Hefe
250 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Salz

Zubereitung:
Die Hefe in dem Wasser auflösen, das Mehl in eine Schüssel sieben eine Mulde bilden und die Hefe langsam einrühren. Dieses Masse ca. 30 min. an einem Warmen zugfreien Ort gehen lassen.
Dann zu dieser Masse weiche Butter, Ei, Zucker und das Salz geben und alles zu einem lockeren Teig verkneten. Sollte der Teig sich noch nicht von der Schüssel lösen ruhig noch etwas Mehl einkneten. Den Teig noch ein paar Minuten ruhen lassen. Diese Teigmenge reicht für beide unten aufgeführte Verarbeitungsmöglichkeiten.

Füllung für Nussschnecken oder Nuss - Zopf

Zutaten:
200 ml Milch 1,5 % Fett
250 g gem. Haselnüsse
1 Tl Zitronenschale (unbehandelte Zitrone)
3 -5 Eßl. Zitronensaft
100 g Apfel, geraspelt
1 Eßl. Ahornsirup
Zimt

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermengen. Den Hefeteig auf einer bemehlten Unterlage ausrollen und die Masse gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Vorsichtig den Teig einrollen und in 1 bis 2 cm breite Scheiben schneiden.
Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 180°C ca. 20 - 30 Minuten backen.

Rhabarberkuchen mit Puddinghaube

Zutaten:
2 kg Rhabarber
150 g Zucker
300 g saure Sahne
 2 Pck. Vanillepudding
4 Eier
80 g Butter

Zubereitung:
Rhabarber schon am Vortag putzen in kleine Stücke schneiden mit dem Zucker bestreuen und über Nacht stehen lassen. Hefeteig ausrollen und das Backblech damit auslegen (Backpapier unter den Teig). Rhabarber abgießen, soll 600 ml. Saft ergeben, wenn nicht mit Wasser auffüllen. Pudding mit Saurer Sahne anrühren und aus dem Saft einen Pudding kochen. Eier und Butter unterrühren. Rhabarber auf den Hefeteig verteilen, Pudding darüber gießen. Im vorgeheizten Ofen bei mittlerer Hitze 30 - 40 Minuten backen.

Eine zweite Variante des Hefeteigs einfach die 500 g Mehl Teilen und 250 g Vollkornmehl und 250 g Weizenmehl verwenden.

Ich wünsche gutes Gelingen.

Einen lege ich noch drauf. 

Buttermilchkuchen

Zutaten:
1-2 tassen Zucker
3 Eier
3 Tassen Mehl
1 P. Backpulver
1 Tasse Buttermilch
1 Dose Mandarinen
1/2 Tasse Mandelblättchen

Zubereitung:
Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Die Buttermilch langsam unterrühren, nach und nach das Mehl mit dem Backpulver zugeben das Ganze gut durch rühren. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, die Mandarinen abtropfen lassen und auf der Teigmasse verteilen und oben auf noch die Mandelblättchen. im Backofen bei 160°C ca. 10 bis 15 Minuten backen.

So das wars mit Rezepten.
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Zum Mittag gab es heute Blumenkohlauflauf, Petersilliekartoffeln und eine Kräutersoße dazu. Als zweites Gericht gabe es Nudeln und Hackfleischsoße. Ich entschied mich für den Auflauf, der war ganz in Ordnung und als Nachspeise gab es Erdbeerquark.
Mit der Wirbelsäulengymnastik beendete ich meine Anwendungen heute. So war ich gegen 13.30 Uhr fertig und konnte auch Heute einen kleinen Mittagschlaf halten. Aber nach 10 min. fast Tiefschlaf war ich wieder wach und so stand ich wieder auf. Selbst mein Schatz konnte nicht schlafen. Es sind nur noch 6 Tage dann fahre ich wieder nach Hause. Oh wie das Klingt, ich freu mich, drei Wochen reichen vollkommen aus. 
Wie oben geschrieben hatte ich dann zum Nachmittagskaffee meinen Kuchen den ich mir im Kaffee unten abholen konnte. Was auch Heute nicht ausblieb der Spaziergang, auch mit meinem Schatz. Es wird Zeit das sie nicht nur mehr am Handy dabei ist sondern neben mir läuft.
Perüke rum zu laufen und Altagsängste wie Arbeitzplatz behalten dürfen nach so langem Krank. 
Es ist nicht genug damit das man sich mit der schlimmen Behandlung rum schlagen muss oder mit den Nebenwirkungen, Begleiterscheinungen, nein man muss sich auch mit Existenzängste rumschlagen. Da hilft es nicht mit einem Soziealarbeiter oder Psychologen zu reden, denn die können im Enteffekt nur zuhören und Tips geben aber Entscheidungen sind einem selbst überlassen ob sie nun negativ oder positiv für einen sind.
Nun wünsche ich euch einen schönen Abend. Morgen gibt es wieder mehr Behandlung.

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