30.05.11

Letzter Tag

Heute war nun mein letzter Tag. Ist schon ein seltsames Gefühl, man kam mit eigentlich einer ablehnenden Haltung hier an. So nach dem Motto, wozu brauche ich eine Reha. Und nun sind die drei Wochen zu ende, ich fühle mich wohl und kann wieder frisch in meinen Alltag zurück. Man sollte sich nicht immer für alles sperren oder ablehnend reagieren, es kommt meist anders als man Denkt. So bei mir geschehen.
Mein letzter Tag hat mit einem schönen Frühstück angefangen und dann ging es ins Badehaus zum Bewegungsbad. Da es Wochenbeginn war, war die Temperatur des Wassers nicht gerade warm aber ist schon gut so eine Wassergymnastik. Auf dem Zimmer konnte ich mich gleich von dem Putzpersonal verabschieden. An diesen Frauen könnte sich was Freundlichkeit angeht so manch ein Therapeut eine Scheibe abschneiden. 
Frisch geduscht ging es dann zum Abschlussgespräch mit der Ärztin. Wir sprachen eine gute halbe Stunde ich habe selten so eine offene Ärztin erlebt, die sich auch ein wenig für das interessiert was hinter der Fassade steckt. Meine Werte sind alle in Ordnung ich habe keine Beschwerden dazu bekommen, so war sie voll zu frieden mit mir. Ergometertraining hatte ich anschließend und es war eine lustige Frauenrunde. Nicht nur mir ist aufgefallen das sich die älteren Herrn ihre Räder besetzten wie die Liegen im Urlaub am Pool. Da kann man nur sagen hoffentlich wird man nicht so.
Ein letzter Besuch bei der Sozialbetreuung um einige Dinge zu klären, dann Mittagessen auch zum letzten mal. Es gab Nuss-Brokkolieecken, Petersiliekartoffeln und als Nachspeise eine Schokocrem.
Etwas Zeit hatte ich nach dem Essen für meinen Schatz gehabt. Wir können es beide kaum erwarten wieder zusammen zu sein. Und ich findes es so süß wie sich freut, aufgewühlt wie beim ersten Treffen. Drei Wochen reichen vollkommen aus um sich zu erholen.

Eine Massage nach Marnitz und eine Muskelentspannung rundeten das Program von Heute ab. Jetzt ist noch Kofferpacken angesagt und das Abendbrot. Der tag war schneller vorbei als wir dachten. Denn in der Regel ist es ja so wenn man auf etwas wartet vergeht die Zeit nicht.

Was wir auf alle Fälle mal machen werden, hier oben Urlaub. Die Gegend ist einfach ein Traum und zu zweit machen die Spaziergänge viel mehr Spaß. Hier mit verabschiede ich mich aus der Reha von euch und melde mich Morgen, wenn ich zu hause wieder angekommen bin. Ich bin schon richtig hippelig und freue mich riesig auf meine beiden Schätze. Aber wisst ihr was, die Sachen haben alle richtig gut in die beiden Koffer gepasst und wenn ich sehe was ich noch einpacken muss frage ich mich wie habe ich die Sachen da rein bekommen ...... hilfe. Ich habe dabei nicht einmal was neues gekauft. Man man ist schon komisch aber das schaffe ich schon, wenn nicht werde ich mal drauf hüpfen um die Koffer zu machen zu können. hihihi
Also einen schönen Abend euch allen, bis morgen Abend.

29.05.11

Der letzte ...

... Sonntag. Da mich heute Vormittag nach dem Frühstück die Müdigkeit überfiel und ich wirklich fast eine Stunde tief und fest geschlafen habe, verschob ich meinen Spaziergang bis nach dem Mittagessen. So berühmt war das Essen heute nicht. Aber nur noch Morgen dann kann ich zu Hause essen.
Wie gesagt bin ich nach dem Essen wieder durch den Ort gewandert, und habe mir aber einen Weg gesucht um einmal um den Ort zu laufen damit ich die Zeit etwas schneller rum bekomme. So ein Sonntag in der Reha kann sonst ganz schön langweilig werden. Man kann hier Kilometerweit laufen, Bergauf und Bergab und bei Sonnenschein so wie heute hat man eine phantastische Aussicht. Kommt natürlich darauf an wie hoch man gerade ist. Mir haben es die Blumen in den Gärten angetan, wie man auf meinem Blog auch sehen kann. Hier sind noch ein Paar, jede hat ihre eigene Schönheit.






Es macht Spaß durch die Natur zu laufen. Ich weiß auf alle Fälle eins, die Reha hat mir viel gebracht. Körperlich und auch psychisch fühle ich mich besser. Das heißt für mich, dass ich auch zu hause die Sportübungen weiter machen werde und auch die Spaziergänge werden weiter geführt. Denn auch bei uns zu Hause gibt es viele schöne Ecken. Hier ist mal ein Bild.



Was meint Ihr, braucht man da noch Sonne, Strand und Meer? Warum hat man vor dieser Erkrankung nie so intensiv die Natur erlebt. Das leben ist an einem vorbei gezogen. Was macht das Leben aus, wirklich nur Arbeit, Haushalt und alles was dazu gehört? Oder ..... ist es das Gefühl noch zu leben, zu spüren wie das Herz schlägt, wie die Sonne die Haut erwärmt, der Wind mit den wieder wachsenden Haaren spielt, oder die Düfte der Blumen, Sträucher und Bäume die an der Nase vorbei huschen und wir versuchen den ein oder anderen Duft tief in uns auf zu nehmen. 
Es ist gut zu spüren das man Lebt, es geht uns während der Therapie nicht jeden Tag gut, aber man sollte mit jeder Minute in der es uns gut geht etwas nützliches anfangen. Man muss nicht zum Naturfreund mutiren wenn man das nicht möchte, es gibt viele Möglichkeiten das Leben zu erleben.
Schluss mit der Lebensphilosophie, das Haus in dem ich bin ist sehr schön. So möchte ich euch mal ein paar Bilder zeigen.


Auf dem oberen Bild ist ein riesen Glaskasten (Anbau). Dieser erlaubt einen schönen weiten Ausblick. Auf dem unteren Bild sieht man den Eingangsbereich für das Badehaus. Die Wendeltreppe ist für Patienten der Zugang zu diesem Bereich oder man geht außen herum.



Solche schönen Sitzecken sind im ganzen Haus verteilt. Wenn man Besuch bekommt muss man also nicht zwingent in den Zimmern bleiben oder gar nach draußen gehen. Es gibt ganz oben auch eine kleine Kabelle.


Die Zimmer sind gut ausgestattet man hat für die drei Wochen alles was man braucht und könnte im Fall das der Partner/in am Wochenende mit in der Klinik übernachten möchte, eine Aufbettmöglichkeit oder ein separates Zimmer. Das Personal ist zum größten Teil sehr nett und zuvorkommend. Aber es gibt auch hier schwarze Schafe. Und genau für diese gibt es den berühmten Kummerkasten. Einen Briefkasten in den man seine Beschwerden werfen kann oder man beschwert sich direkt. Wer mehr erfahren möchte kann sich diese Seite mal anschauen.

So das Abendbrot ist auch beendet und der Sonntag ist gelaufen kann man sagen. Aber wenn man so beim Essen sitzt erfährt man viel über andere und wie diese mit ihrer Erkrankung umgehen, und welche Belastungen zusätzlich noch da sind. Ich kann nur immer wieder sagen ein starker Partner an der Seite und man kommt viel leichter mit der Erkrankung klar.

Mein Schatz, du bist mit mir durch Höhen und Tiefen gegangen. Seien es die Privaten oder die mit der Krankheit zu tun haben gewesen. Was du auf dich genommen hast kann ich nur erahnen, da Angehörige die Erkrankung eines lieben Menschen anders wahr nehmen, wie in deinem Fall sogar intensiver. Du hast für uns beide gelitten und ich konnte dich wieder aufbauen, beruhigen wenn es dir nicht so gut ging. 

Danke, du bist mein Leben, mein Herz.

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Thanks, you are my live and my heard.




28.05.11

Samstag ...

... noch 3 mal schlafen, dann geht es ab nach Hause. Ich bin aufgeregter nach Hause zu fahren als an dem Tag wo ich in die Reha gefahren bin. Ist ja auch kein Wunder denn es warten auf mich meine beiden Schätze. Es ist lange her so ein Gefühl wirklich geliebt zu werden und diese Liebe auch zurück geben zu können.

Als Abschluss des Aufenthaltes hier hatte ich gestern Besuch von meiner Tochter ihrem Freund und meinem Enkel. Es ist schön so einen Zwerg auf den Arm nehmen zu können. Aber man sieht daran auch wie schnell die Zeit vorbei rauscht. Man hat selber kleine Kinder imnu sind diese groß und gehen ihre eignen Wege und werden selber Eltern. Wo ist die Zeit ... - durch diese Krankheit habe ich erst so auf mein leben zurück geschaut zu sehen was da alles schief gelaufen ist. Die Zeit kann man nicht zurück drehen, aber die Gegenwart und die Zukunft hat man in der Hand um sein Leben zu ändern. Ich schaue aber nicht nur auf negative Dinge zurück, mein Leben hat zwei wunderschöne Ereignisse gehabt die Geburt meiner beiden Mädchen.
Jetzt habe ich wieder einen festen Boden unter mir mit einer starken Partnerin an meiner Seite und unserm Bhen-dji.

Meine Koffer sind schon fast komplett gepackt, von mir aus könnte es sofort nach Hause gehen. Aber ich muss noch ein wenig warten. Am Montag habe ich noch die ein oder andere Anwendung und das Abschlussgespäch. Auch möchte ich in der Zeit die ich noch habe das ein oder andere Foto machen. So viel wie hier habe ich lange nicht mehr fotografiert. Es macht auch riesen Spaß, diese Gegend regt auch die Phantasie an. Und es macht auch Spaß mit einem lieben Menschen einfach mal so über gesehenes Traumschlösser zu bauen. Wobei ich hoffe das eins da von kein Luftschloss bleibt.

Das war es erst einmal von mir für Heute. Wenn man nicht sich eine Beschäftigung mitgebracht hat oder gern an der Luft spazieren geht, kann einem am Wochenende die Decke hier auf den Kopf fallen. Allen einen schönen Samstag.


27.05.11

Freitag und

.... wieder ein Tag näher an zu hause. Och war das ein Tagesanfang heute. Wie gewohnt bin ich nüchtern zur Blutabnahme, altes Lied kein Blut. Das heißt ich war man wieder ein Geizhals. Die Schwester schickte mich dann erst mal zum Frühstück, denn wenn es nur um den Quick geht muss man nicht nüchtern zur Blutabnahme. Weil auf den Zetteln aber nüchtern steht macht man es auch so, aber halb so wild bin ich erst mal schön Frühstücken. Unmittelbar nach dem Frühstück musste ich zur Abschlussbefunderhebung, und was soll ich sagen mein rechter Arm lässt sich besser beugen als bei der ersten Erhebung. Da bin ich schon ein bissel stolz auf mich.
Nun, da ich ja bis 8:30 Uhr noch etwas Zeit hatte bin ich wieder ins Labor zur Blutabnahme. Wenn ich gewusst hätte was mich da erwartet wäre ich auf dem Absatzt umgedreht. Da mein Handrück auch schön so zerstochen ist, hat die gute Schwester meine Hand rum gedreht und vorn Blut abgenommen. Der Handrücken ist schon schmerzhaft, aber da vorn in der Handbeuge, da ich dieses mal mein Schatz nicht dabei hatte wie damals im Krankenhaus als mein Daumen genäht werden musste, hielt ich die Stuhllehnefest so das meine Hand ganz weis wurde. Mir schossen die Tränen in die Augen, und die Schwester immer bitte nicht weinen, und ich sagte ihr das habe ich im Moment nicht unter Kontrolle. Die Arme hat sich immer wieder entschuldigt und mir einen Verband drauf gemacht. 
Viel Zeit zum Nachdenken über das was gerade im Labor war hatte ich nicht, da ich auch schon zu meiner ersten Behandlung musste der Mamma-Gymnastik. Das blöde dabei, ich musste auch mein Handgelenk bewegen, das tat höllisch weh. Aber Augen zu und durch und weiter zur nächsten Anwendung. Der Abschluss beim Ergometer da brauchte ich mein Handgelenk nicht und es hatte Schonzeit. Hier habe ich mich auch gefreut meine Werte auch hier topp. Danach erst einmal eine kleine Verschnaufpause und ich konnte den Verband abmachen. Was ich da gesehen habe hat mich nicht erfreut also wieder nach unten zu den Schwestern dort habe ich einen neuen Verband bekommen. Dann Atemtherapie und dieses mal war diese an der frischen Luft, ich kann euch sagen einfach klasse. Stellt euch mal raus wenn es nicht gerade 30 °C draußen sind eher bei bewölkten Wetter und etwas Wind. Beine leicht auseinander lockere aufrechte Haltung, nun die Schultern nach vorn beugen und ruhig mit dem Oberkörper auch ein Stück beugen die Arme hängen locker nach unten. Jetzt beim Aufrichten tief durch die Nase einatmen dabei den Oberkörper aufrichten und die Arme so weit nach oben wie man kann. Zum Ausatmen wieder nach unten beugen und das fünf mal. Das tut wirklich gut, auch wenn es sich affig anhört. Da den heutigen Gesprächskreis meine Ärztin führen sollte bin ich da auch mal hin und ich muss sagen wir wurden nicht enttäuscht. Wie der eine Vortrag im Theatersaal beim Chefarzt, mussten wir uns keinen Vortrag anhören sondern wir konnten Fragen stellen, und da sie ein wenig unsere Akten kannte konnte sie auch Fragen gut beantworten, natürlich auch hier nur soweit es ihre Erfahrungen aus ihrer Praxiszeit zuließ. Auf alle Fälle war es besser als sich einen Vortrag anhören zu müssen. Und wenn man dann noch hört das man, wenn man sich für einen Vortrag abmeldet weil man kein Interesse hat angepamt wird, geht man automatisch nicht gern zu so etwas.
Der Beitrag war rechtzeitig zum Essen fertig also konnten wir alle auch gleich in so fern keine Behandlung  
anstand, zum Essen gehen. Heute gab es Spinat, Rührei und Kartoffeln, als Nachspeise Apfelzimtstückchen mit Vanillesoße das war lecker. Das andere Gericht musste ich nicht unbedingt haben Kängurufleisch mit Kartoffeln und Gemüse. Danach hatte ich Zeit mit meinem Schatz zu reden die heute etwas kurz gekommen ist. Aber nicht mehr lange dann brauchen wir nicht mehr telefonieren. Meine letzte Anwendung das Bewegungsbad aber vorher Verband ab, und was soll ich sagen wieder ins Labor. Ich kam mir schon vor wie eine Nervensäge aber die Schwester beruhigte mich und sagte was wir verbocken müssen wir auch versorgen. Sie machte mir ein Wasserfestes Pflaster drauf und schon konnte ich ins Bad, da ich ein paar Minuten zu spät war hatten die andern schon angefangen, das war aber nicht schlimm. Der Witz dabei, das Pflaster hielt dreimal Hand ins Wasser tauchen und bewegen aus dann war es ab. Es Blutete nicht mehr da war es auch nicht so wild. Aber jetzt tut das doch Weh. Heute Abend werde ich mir noch einmal Salbe und einen Verband drauf machen lassen. 

So und jetzt läute ich das Wochenende ein. Ich wünsche ein schönes Wochenende und mal sehen was ich Morgen mache.

26.05.11

Abendbrot

... bevor ich vom Abendessen erzähle muss ich noch was los werden. Es heißt ja immer um so oller desto doller, zwar auf etwas anderes bezogen aber irgendwie hat das heute beim Ergometertraining auch gepasst. da stehen sieben Ergometer in einer Reihe und glaube 3 oder 4 an der Wand. Als ich da unten ankam, lieferten sich die Opas fast die erste Schlacht, jeder schnell schnell ein Rad in Beschlag genommen als würde keines mehr frei sein. Dann pamte der eine die ältere Dame an, als sie ihn fragte welches der Räder (erstand zwischen zweien) er denn nehme, na das hier, das habe ich mir auch schon eingestellt. Dabei heißt es, man soll nicht auf die Räder ohne das ein Therapeut anwesend ist. Wir drei Frauen schüttelden nur noch mit dem Kopf.
Bei der Mamma-Gymnastik ging es heute wirklich in die Arme. Das könnt ihr ja mal nach machen. Auf eine Unterlage legen mit einem Kopfteil und die Beine bequem angewinkelt. Dann die Arme in die Luft ausstrecken und gestreckt zur Seite und wieder nach oben. Dabei immer schön die Arme gestreckt gelassen. Dann einen Ball in die rechte Hand, mit dieser Hand zur linken Hüfte und dann zur rechten Seite den Arm ausstrecken und das so weit wie möglich. Und natürlich mit beiden Armen. Und versucht mal im Liegen die Schultern zu drehen. Das ging in die Arme nach den 20 Minuten wusste man was man getan hat. das waren nicht die einzigen Übungen.

Mein Spaziergang heute endete mit Wasser von oben. Da ich erst gegen 16 Uhr raus konnte, wollte ich bis zum Abendbrot (17:30) auch laufen. Nun suchte ich mir auch einen Weg der eigentlich von der Zeit her gut zu laufen gewesen wäre. Wenn da nicht das Wetter mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Nach dreiviertel meines Weges fing es an zu Regnen, so musste ich meinen Weg verkürzen, aber noch fast trocken kam ich in der Klinik an. Schnell aufs Zimmer umziehen und ab zu Essen.

Aber jetzt kommt der Sturm auf das Büffet. Heute waren verhältnismäßig wenig Leute zu Beginn der Abendbrotzeit im Speisesaal, so das der Anfang auch ruhig ab lief und ich auch meinen angestanden Platz hatte. Eine meiner Tischdamen kam dann auch und so war das Abendessen ganz angenehm, bis es anfing zu wie aus Eimern zu regnen. Mit einem Mal war der Speisesaal gekrachte voll und es wurde sich um die freien Plätze gerangelt. Wobei man denken müsste das man sich über all hinsetzten kann wo noch Platz ist, nene weit gefehlt selbst die freien Plätze waren nicht jedem recht. Aber Ende gut alles gut, jetzt ist Feierabend für heute. Noch schnell duschen und ab ins Bett zum Fernsehen. Morgen Früh habe ich schon 7 Uhr den ersten Termin.

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Mahlzeit

 ... so Mittaggegessen und dabei blamiert. Erst einmal habe ich mir die Massage gut tun lassen dann ging es schnell weiter zum Atemtraining und danach zum Essen. Da ich heute außerplanmäßig zum Mittag musste war mein Tisch den ich bis da hatte besetzt mit zwei älteren Herrn, aber das hat dem Ganzen kein Abbruch getan denn ich habe mich dazu gesetzt weil ich nicht einsehe mich auf die letzten paar Tage wo anders hin zu setzten. Ach wir hatten ein ganz angeregtes Gespräch und im laufe dieses Gesprächs fiel mir das Fleisch von der Gabel und flutschte zurück auf den Teller in die Soße. Betty hatte ein weißes Shirt an und die Soßenspritzer verteilten sich herrlich auf meinem Shirt.
Mein Kopf ging nach unten mit den Worten Entschuldigung, da ich dachte den Herrn mir gegenüber hätte es auch erwischt. Aber dem war nicht so zum Glück, denn die ganze Sache war so schon peinlich genug. Das gute ich hatte mein Handtuch vom Sport dabei so habe ich das vor mein Shirt gehalten und bin so ohne das jemand gesehen hat wie ich mich begleckert habe ins Zimmer. Noch habe ich ein paar saubere Shirts, aber die Flecken werde ich gleich auswaschen besser ist das, denn bis Dienstag ist es ja noch etwas hin. Da fällt mir ein ich habe beim vier mal schlafen geflunkert, es ist noch 5 mal. Aber auch das eine Mal mehr werde ich überstehen. Ich bin so froh das es das Internet gibt mit seiner Möglichkeit zu telefonieren. So war mein Schatz fast den ganzen Tag bei mir. In wenigen Minuten geht es zum Ergometertraining und dann zum Abschluss Mamma-Gymnastik. Bis später.

25.05.11

Donnerstag noch 5 Tage

Noch vier mal schlafen dann geht es nach Hause. Einen schönen Guten Morgen wünsche ich. Bei uns steht die Sonne hoch am Himmel, gefrühstückt habe ich auch schon und Punkt 9 geht es zum Terraintraining. Jetzt habe ich noch Schonzeit und kann ein wenig mit meinem Schatz reden. Wenn man so am Frühstückstisch sitze ist das beobachten der Menschen ganz interessant, da gibt es die, welche sich kleiner machen als sie sind und sich ganz zaghaft durch den Speisesaal tasten um einen Platz zu finden wo man nicht so schnell gesehen wird oder fast alleine am Tisch sitzen kann, dann gibt es die, welche sobald die Tür aufgeht rein stürmen quasi das Büfett belagern damit sie auch alles abgreifen, denn es könnte ja ein paar Minuten später nichts mehr geben. Ich liege da so im Mittelfeld, das heißt rein in den Speisesaal an meinen Tisch, meine Sachen abgelegt und erst einmal den ersten Ansturm am Büfett abwarten. Dann langsam zum Büffet und mir mein Essen geholt. Denn es ist wirklich genügend Essen da. Aber manche bekommen nicht genug. Und das mit der Hygiene habe ich ja schon mal angesprochen. Aber wenn selbst Pfleger und Schwestern sich nicht die Hände desinfizieren beim Wasser holen warum sollten sich dann die Patienten die Hände reinigen.
Jetzt werde ich mich erst einmal umziehen, also Ausgehbereit machen, grins. Danach werde ich mich wieder melden.

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Huhu da bin ich wieder, und irgendwie war das Gedankenübertragung mit dem Weg anders herum. Nicht nur ich war froh darüber das der Weg anders ging, und zwar den großen Anstieg zuerst nach unten und zum Schluss den kleinen Anstieg nach oben. Und ich habe so schön das Schritttempo halten können. Was hier am Morgen auch noch ein Vorteil ist der Wind ist angenehm kühl und gibt während des Laufes Erfrischung. 
In einer knappen Stunde werde ich mir eine angenehme Massage geben lassen, und anschließend gibt es wieder was für die Lunge. So langsam gewöhne ich mich an die Höhenluft. Man sagt ja, der eine gewöhnt sich schnell der andere kurz vor der Heimfahrt und ich gehöre dann zu den Heimfahrern. 
Ich hoffe für euch hat der Tag trotz Arbeitsalltag auch so schön angefangen, lasst euch nicht ärgern steht über den Dingen, dann ist vieles leichter. 
Dann war es das erst einmal, nach dem Essen bin ich wieder da, und texte euch mit meinem Tagesablauf zu. Ich möchte mich an dieser Stelle bei euch für das Interesse danken. Und ich hoffe es wird euch weiter hin gefallen. Es ist auch möglich mir einen Kommentar zu hinter lassen, das auch im Fall einer kritik denn kein Mensch ist vollkommen und auch bei mir können sich Fehler einschleichen.

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 Das sieht so schön aus, der weise Treppenaufgang mit dem dunklen Schiefer. 
Aber daran kann man sehen wie steil es hier nach Oben geht.
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Guten Morgen Tag 16

Nun sind es nur noch wenige Tage bis ich wieder zu hause bei meinen beiden Schätzen bin. Bis jetzt hatte ich hier eine schöne Zeit und kann mich auch nicht über all zu viele Dinge beschweren. Ausnahmen wird es überall geben wo man sagt man der/die könnte freundlicher sein, oder das Essen könnte besser schmecken.
Ich habe auf alle Fälle hier die Erfahrung gemacht das man zwar kurz über Bruchteile seiner Krankheit spricht aber diese lieber schnell vergessen wird. Vorallem die Behandlungszeit, wie Chemo und Bestrahlung. Aber hat man das überstanden kann man wieder in die Zukunft schauen und das beste aus seinem Leben machen egal wie schwer es ist. Meistens ist das Leben nicht mal schwer, man macht es sich selber schwer. In vielen Sachen kann man durch die Erkrankung auch nicht mehr Bäume ausreisen wie man es vorher getan hat. Alles muss jetzt in Ruhe gemacht werden und da denke ich tut man sich als Frau schwer, vor allem wenn man noch kleine Kinder zu hause hat. Aber auch hier sollte man sofern man einen Partner hat der sich in die Erziehung und Betreuung der Kinder mit einbindet, auch einmal Ruhe gönnen. Man sollte sich aber auch nicht scheuen zum Amt zu gehen und um Haushaltshilfe zu bitten, denn immer hin hat man eine Verantwortung den Kindern gegenüber und Kranke Eltern können sich nicht wirklich um sie Kümmern.
Wisst ihr wie öde das ist wenn man auf dem Zimmer warten muss bis der Arzt (Visite) kommt. Bis 10 Uhr muss ich hier bleiben und dann kann ich runter zu Backen gehen. Denn mein Mittwoch ist ein sehr ruhiger Tag. den einzigen Sport den ich habe, der ist nach dem Mittagessen und zwar WS-Gymnastik.

Durch die Visite bin ich nicht mehr dazu gekommen den ersten Beitrag zu veröffentlichen, aber ich denke das ist halb so wild. 

Ich komme heute irgendwie nicht dazu weiter zu schreiben aber jetzt lass ich mich nicht mehr ablenken. Die Visite ist sehr gut für mich aus gegangen, meine Werte sind alle in Ordnung und die Ärztin ist zufrieden. Was will man mehr.
Zum Nachmittagskaffee hatte ich heute leckeren Kuchen, selber gebacken in der Lehrküche.
Angefangen haben wir mit einem Hefeteig:

Zutaten:
500 g Mehl
75 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
1 Würfel Hefe
250 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Salz

Zubereitung:
Die Hefe in dem Wasser auflösen, das Mehl in eine Schüssel sieben eine Mulde bilden und die Hefe langsam einrühren. Dieses Masse ca. 30 min. an einem Warmen zugfreien Ort gehen lassen.
Dann zu dieser Masse weiche Butter, Ei, Zucker und das Salz geben und alles zu einem lockeren Teig verkneten. Sollte der Teig sich noch nicht von der Schüssel lösen ruhig noch etwas Mehl einkneten. Den Teig noch ein paar Minuten ruhen lassen. Diese Teigmenge reicht für beide unten aufgeführte Verarbeitungsmöglichkeiten.

Füllung für Nussschnecken oder Nuss - Zopf

Zutaten:
200 ml Milch 1,5 % Fett
250 g gem. Haselnüsse
1 Tl Zitronenschale (unbehandelte Zitrone)
3 -5 Eßl. Zitronensaft
100 g Apfel, geraspelt
1 Eßl. Ahornsirup
Zimt

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermengen. Den Hefeteig auf einer bemehlten Unterlage ausrollen und die Masse gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Vorsichtig den Teig einrollen und in 1 bis 2 cm breite Scheiben schneiden.
Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 180°C ca. 20 - 30 Minuten backen.

Rhabarberkuchen mit Puddinghaube

Zutaten:
2 kg Rhabarber
150 g Zucker
300 g saure Sahne
 2 Pck. Vanillepudding
4 Eier
80 g Butter

Zubereitung:
Rhabarber schon am Vortag putzen in kleine Stücke schneiden mit dem Zucker bestreuen und über Nacht stehen lassen. Hefeteig ausrollen und das Backblech damit auslegen (Backpapier unter den Teig). Rhabarber abgießen, soll 600 ml. Saft ergeben, wenn nicht mit Wasser auffüllen. Pudding mit Saurer Sahne anrühren und aus dem Saft einen Pudding kochen. Eier und Butter unterrühren. Rhabarber auf den Hefeteig verteilen, Pudding darüber gießen. Im vorgeheizten Ofen bei mittlerer Hitze 30 - 40 Minuten backen.

Eine zweite Variante des Hefeteigs einfach die 500 g Mehl Teilen und 250 g Vollkornmehl und 250 g Weizenmehl verwenden.

Ich wünsche gutes Gelingen.

Einen lege ich noch drauf. 

Buttermilchkuchen

Zutaten:
1-2 tassen Zucker
3 Eier
3 Tassen Mehl
1 P. Backpulver
1 Tasse Buttermilch
1 Dose Mandarinen
1/2 Tasse Mandelblättchen

Zubereitung:
Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Die Buttermilch langsam unterrühren, nach und nach das Mehl mit dem Backpulver zugeben das Ganze gut durch rühren. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, die Mandarinen abtropfen lassen und auf der Teigmasse verteilen und oben auf noch die Mandelblättchen. im Backofen bei 160°C ca. 10 bis 15 Minuten backen.

So das wars mit Rezepten.
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Zum Mittag gab es heute Blumenkohlauflauf, Petersilliekartoffeln und eine Kräutersoße dazu. Als zweites Gericht gabe es Nudeln und Hackfleischsoße. Ich entschied mich für den Auflauf, der war ganz in Ordnung und als Nachspeise gab es Erdbeerquark.
Mit der Wirbelsäulengymnastik beendete ich meine Anwendungen heute. So war ich gegen 13.30 Uhr fertig und konnte auch Heute einen kleinen Mittagschlaf halten. Aber nach 10 min. fast Tiefschlaf war ich wieder wach und so stand ich wieder auf. Selbst mein Schatz konnte nicht schlafen. Es sind nur noch 6 Tage dann fahre ich wieder nach Hause. Oh wie das Klingt, ich freu mich, drei Wochen reichen vollkommen aus. 
Wie oben geschrieben hatte ich dann zum Nachmittagskaffee meinen Kuchen den ich mir im Kaffee unten abholen konnte. Was auch Heute nicht ausblieb der Spaziergang, auch mit meinem Schatz. Es wird Zeit das sie nicht nur mehr am Handy dabei ist sondern neben mir läuft.
Perüke rum zu laufen und Altagsängste wie Arbeitzplatz behalten dürfen nach so langem Krank. 
Es ist nicht genug damit das man sich mit der schlimmen Behandlung rum schlagen muss oder mit den Nebenwirkungen, Begleiterscheinungen, nein man muss sich auch mit Existenzängste rumschlagen. Da hilft es nicht mit einem Soziealarbeiter oder Psychologen zu reden, denn die können im Enteffekt nur zuhören und Tips geben aber Entscheidungen sind einem selbst überlassen ob sie nun negativ oder positiv für einen sind.
Nun wünsche ich euch einen schönen Abend. Morgen gibt es wieder mehr Behandlung.

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24.05.11

Dienstag Tag 15

Guten Abend, heute noch später als gestern. Das Frühstück lies ich mir auch heute schmecken. Meine beiden Tischdamen haben sich lieb von mir verabschiedet, da sie heute nach hause gefahren sind. Für mich ging es nach dem Frühstück schnell aufs Zimmer Sportkleidung an und ab in den Kraftraum. Das man sich beim Essen anstellt und auch mal gedrängelt wird weiß ich. Aber bei Kraftsport. Die älteren Herrn sind so wie der Therapeut aufgeschlossen hatte rein gestürmt und an ihre Geräte. Schlimm finde ich so was, zu mal wir alles fast die gleichen Geräte benutzen. Da ist keine Absprache die es eigentlich geben könnte weil man die Durchgänge an den Geräten immer 2 mal machen muss. Ich habe mit der Stützstemme angefangen. Wer es nicht weiß das ist ein Gerät für die Armmuskulatur. Da der Kabelzug noch nicht frei war ging es erst auf den Boden um Übungen für die Bauchmuskeln zu machen. Das klingt einfach, ist es aber für mich nicht. Man liegt auf einer Matte, der Kopf liegt auf einem Kopfteil das aussieht wie eine Wippe. Die Arme legt man oben auf die Wippe die Beine werden angestellt und die Füße nach oben gezogen. Jetzt drückt man den Oberkörper hoch. Das ganze aber nicht zu weit hoch und auch nicht zu schnell denn es sollen ja alle Bauchmuskeln aktiviert werden. Diese Übung macht man dann auch noch mit aufgestellten Beinen die man einmal nach rechts und dann nach links beugt das alles je 15 mal und das mal 2. Diese Übung ist nicht nur für die Bauchmuskeln auch die Arme werden gefordert. 
Nach dem ich meine Bauchmuskeln ausreichend strapaziert habe konnte ich das Gerät wechseln und den Kabelzug nutzen. Das ist eigentlich ein einfaches Gerät. Man steht in einer bequemen Schrittstellung vor dem Gerät fasst mit den Händen über Kreuz nach oben an die Griffe und zieht diese bis zur Hüfte nach unten. Das geht ein wenig über die Arme und wenn ich so weiter mache kann ich dann Kisten Stämmen oder eher Kistchen grins. Auch diese Übung wird 2 mal mit 15 Zügen wiederholt. 
Das nächste Gerät ist gut wenn man seinen Mageninhalt los werden will also nichts unmittelbar nach dem Frühstück. Man nennt das Rückenstrecker. Man sitzt aber wie eingezwängt in auf diesem Gerät, denn auch die Beine brauchen hier einen festen Halt. Die Hände werden auf der Brust überkreuzt und im Rücken Schulterhöhe hat man eine Rolle die man nach hinten drückt. Also immer schön mit dem Oberkörper vor und zurück und bitte nichts vorher essen. So bringt man 20 bis 25 Minuten im Kraftraum zu, um sich im Anschluss durchs Gelände jagen zu lassen. 
Keine Angst ganz so schlimm ist das nicht. Der Kreislauf wird aber voll in Anspruch genommen wenn man 30 Minuten straff durchs Gelände marschiert und das nicht nur eben sondern auch Bergauf und dann nicht nur einfach das sind schon richtige Steigungen. Im Klinikum angekommen, aussehend wie ein Feuermelder. Jetzt hatte ich nur Zeit zum Umziehen so dachte ich. Aber wer Lesen und Rechnen kann ist klar im Vorteil. So hatte ich nicht eine halbe Stunde sondern eine knappe Stunde Pause. Diese Zeit nutze ich um mich mit meinem Schatz zu unterhalten und mich etwas zu akklimatisieren. Die Atemgymnastik war nach dem Krafttraining und dem Marsch durchs Gelände genau das richtige, aber nicht für meine Waden, da dürfte jetzt kein Gramm Fett mehr sein sondern nur noch Muskeln ... das war ein Scherz, aber so fühlen sich meine Waden an.
Mein Blutdruck war drotz der körperlichen Anstrengung und der zunehmenden Temperatur heute etwas zu niedrig. Ich solle am Nachmittag noch einmal Blutdruck messen lassen.
Wieder hoch aufs Zimmer und anstatt mit dem Fahrstuhl wieder die Treppe, ich kann halt nicht anders. So läuft man am Tag bis zu 10 mal die Treppe hoch und runter ich habe einfach 68 Stufen.
Zum Mittag gab es heute Putenrollbraten, Kolrabiegemüse und Petersiliekartoffeln. Das zweite Gericht war etwas mit Fisch, den kann ich schon nicht mehr sehen weil fast jeden zweiten Tag Fisch auf der Karte steht. Nach dem Essen hatte ich wieder Zeit für meinen Schatz so ca. eine dreiviertelStunde. Dann wurde in die Pedale getreten. 13 min bei 30 bis 40 Watt. Dann wieder die Treppen hoch und unterwegs glaubte ich mir faulen gerade die Beine ab. Als krönenden Abschluss machte heute die Muskelentspannung. Aber zu vor habe ich heute eine Stunde Mittagsruhe gehalten, und bin auch richtig fest eingeschlafen. Wenn ich an zu Hause denke da geht das gar nicht.
Nach Beendigung der Muskelentspannung ging es dann raus an die Luft. Eins muss ich mal fragen "warum sieht man Psychologen an das sie Psychologen sind?" Keiner kann was für sein aussehen. Aber hier sieht man es wirklich.
Auch heute hatte ich wieder so eine sehr freundliche Schwester der ich begegnet bin. Ich grüßte sie und man wird noch nicht mal mit dem Hintern angeschaut, geschweige denn zurück gegrüßt. Und wenn man angeschaut wird, hat man das Gefühl bitte Boden tu dich auf und verschlinge mich. Ansonsten kann ich mich nicht beschweren, aber solche negativen Dinge prägen sich ein und diese erzählt man auch weiter.
Mein Spaziergang war wieder wunderschön und mein Schatz war auch mit von der Partie. Zuerst wollte ich mir ein Fruchteis im Kaffee holen aber als ich dort ankam stand da ein Schild was ich gar nicht mochte "Dienstag Ruhetag" wie kann ich als einziges Kaffee das Straßenverkauf macht mitten in der Woche in einem Kurort einen Ruhetag machen. Aber was verstehen wir schon da von. Man könnte doch Früh zu lassen so zwei oder drei Tage die Woche um Erledigungen zu machen. Am Nachmittag und das bei dem sonnigen Wetter sollte das Geschäft auf sein.
Um mich Abzugreagieren, bin ich wieder mal erst eben dann bergauf gelaufen und am Denkmal, wo man von der Klinik aus auch einfacher hin kommt,  habe ich meinen Apfel und meine Birne verspeist. Dann ging es noch ein wenig in die andere Richtung hinter der Klinik, dort habe ich auch ein Paar schöne Aufnahmen gemacht.
Diese Blüte ist für dich mein Schatz.
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Eine schöne Aussicht und noch etwas Frühling. Hier oben 
steht der Flieder in voller Blüte und zu Hause ist er schon
verblüht. Was so ein Höhenunterschied aus macht.
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Und Schneebälle wachsen hier an den Bäumen, grins.
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Jetzt wünsche ich euch allen einen schönen Abend und eine gute Nacht.

23.05.11

Montag Tag 14

Einen guten Tag zusammen, heute hatte ich noch keine Zeit zu schreiben. Mein Tag begann etwas stressig, aber ich habe ihn gut gemeistert denn heute war das Training bis zur letzten Anwendung mal gut aufgebaut.
Angefangen habe ich mit Bewegungsbad, das Wasser war nicht gerade warm und wenn ich an die Therapeuthin denke wird mir schlecht. Das was ich von andern gehört habe hat sich bewahrheitet. Wenn ich kein Interesse habe Menschen zu Therapieren, dann lasse ich das doch und erfreue die Patienten nicht mit einer Leichenbittermiene. Selbst im Treppenhaus ist sie mir schon aufgefallen, man geht an ihr vorbei und grüßt aber es regt sich nichts. Alle andern Grüßen und lächeln wenigstens oder nicken mit dem Kopf. Ich weiß was ich für eine Bewertung abgeben werde, denn alles muss man nicht durch gehen lassen, denn wenn man nichts sagt wird nichts geändert und negative Sachen bleiben besser in Erinnerung als positive.
Man braucht nur Verkäuferinnen/ Kassiererinnen sich an zu schauen die müssen den ganzen Tag freundlich sein auch wenn sie keinen guten Tag haben. Was soll's mein Zeugnis an die Klinik wird jedenfalls in diesem Punkt nicht gut ausfallen und ich habe kein Problem damit Namen zu nennen.
Der Morgen fing eigentlich ganz anders an, morgens gegen 4 Uhr einmal Toilette, das Bläschen drückte. Dann von einer auf die andere Seite gedreht aber so richtig schlafen konnte ich nicht mehr. Nach einer Katzenwäsche ging es erst einmal ins Labor zum Blutnehmen. Das war lustig, da ich so dünne Venen habe war ich etwas skeptisch als die junge Schwester mich ins Zimmer rief um mir Blut ab zu nehmen. Sie merkte meinen Blick und fragte "so Skeptisch", ich erzählte ihr was mir bis jetzt passiert ist. Aber meine Angst war unbegründet wieder zerstochen aus dem Behandlungszimmer zu kommen. Ich merkte noch nicht einmal den Einstiche. Danach gab es erst einmal ein gutes Frühstück, denn ich hatte nichts essen dürfen. 
Nach dem Bewegungsbad ganz schnell nach oben und Duschen. Dann war Mamma-Gymnastik dran, das ist ja so nicht schlecht aber man braucht in den Armen ganz schön Kraft. 

Beispiel:
Stellt euch vor ihr sitzt auf einen Hocker, so das ihr eine Ecke zwischen den Beinen habt und das noch richtig schön aufrecht sitzend. Dann streckt einfach mal die Arme nach rechts und links aus so das der Arm mit der Schulter eine Linie bildet, jetzt bewegt ihr die Arme nach vorn so das sich die Hände berühren und dann gleich nach hinten und das so weit wie möglich ohne die Arme nach unten zu nehmen. Alles schön in Schulterlinie. 20 Minuten solche Übungen und ihr wisst, wo eure Muskeln in den Oberarmen sitzen.

Auf das was jetzt kommt habe ich mich gefreut, in der Lehrküche fettarme Gerichte Kochen. Und was soll ich sagen es hat viel Spaß gemacht, man hat dazu gelernt und das Essen war einfach klasse und ich weiß ein, sobald ich zu Hause bin wird das Rezept nach gekocht.

 Rezept für 4 Personen

Vorspeise

Feldsalat mit Schafskäse
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Zutaten:
250 g Feldsalat
100 g Schafskäse
4 mittelgroße Tomaten
1 kleine Zwiebel (rote)
2 Eßl. kaltgepresstes Öl (Olive, Raps)
4 Eßl. Obstessig oder Balsamicoessig
1 Tl. Ahornsirup
frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Salz

Zubereitung:
Den Feldsalat gründlich Waschen und abtropfen lassen. die kleinen Wurzeln so abschneiden das die Rosette nicht auseinander fallen kann. Den Schafskäse würfeln. Die Tomaten waschen, den Stielansatz herausschneiden und achteln.
Die Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden die man auseinander drückt um Ringe zu bekommen. Für die Soße das Öl, Essig und Ahornsirup verschlagen mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Den Feldsalat auf vier Tellern verteilen darauf die Tomatenstücke, den Käse und die Zwiebeln anrichten. Mit einem Esslöffel das Dressing auf den Salat verteilen.

Hauptgereicht

Zartes-Weizen-Curry mit Pute
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Zutaten:
250 g Möhren
1 Bd. Lauchzwiebeln
250 g Champignons
250 g Zartweizen
400 g Putenfleisch
3 Eßl. Mehl
125 g Milch
Curry, Salz, Pfeffer
1-2 Eßl. Gemüsebrühe

Zubereitung:
Reichlich Salzwasser aufkochen. Den Zartweizen ins kochende Salzwasser geben, ca. 10 min köcheln lassen.  Möhren putzen und in Scheiben schneiden, Lauch in Stücke schneiden und Pilze vierteln. Das Fleisch waschen, abtupfen und in Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten. Das Fleisch aus dem Topf nehmen, da für jetzt Möhren in den Topf leicht dünsten und dann Pilze und Lauch zugeben. Alles mit Curry und Mehl bestäuben anschwitzen und dann mit Milch und 1/2 l Wasser aufgießen. Brühe zufügen ca. 8 min. köcheln lassen und Würzen. Zum Schluss das Fleisch wieder dazu geben noch einmal Umrühren und fertig. Den Zartweizen abgießen und auf Teller geben, oder direkt unter die Fleisch - Gemüse Masse heben und so Servieren.

Nachspeise (Kompott)

Joghurtgelee auf Fruchtmus
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Zutaten:
500 ml Joghurt, natur
6 - 7 Blatt Gelatine
Zitrone
5 Eßl. Ahornsirup
400 g Obst (z.B. Erdbeeren, Pfirsiche, Himbeeren)

Zubereitung:
Das Obst waschen putzen und pürieren. Den Joghurt glatt rühren, mit Honig und Saft einer Zitrone abschmecken. Die Gelatine wie auf der Packung beschrieben zu bereiten und unter den Joghurt geben. Die Joghurtmasse in kleine mit kaltem Wasser ausgespülte Schalen geben und kalt stellen. Ist die Masse fest, auf kleine Teller stürzen und mit den pürierten Früchten garnieren.

Lecker schmeckt das auch mit Erdbeeren und Rababer.

Na habe ich euch appetit gemacht? Das hat echt lecker geschmeckt und meine Tischnachbarinnen im Speisesaal sagten mir das ich nichts verpasst habe. Aber so lecker wie das Essen auch war, so sehr musste ich mich eilen zum nächsten Termin zu kommen. WS-Gymnastik und anschließend Marnitz-Therapie (Massage) zum guten Schluss des Tages gab es dann noch Muskelentspannungstraining. Das war heute auch lustig. Unsere Therapeutin war heute nicht da so hat ihr Assistent die Therapie abgehalten. Er hat das sehr schön gemacht aber die Stimme hat einen ganz schön erschrocken. Jedes mal wenn man zu einem andern Körperteil mit der Anspannung wechselt ist erst eine kleine Pause dazwischen und wenn man dann so vor sich hin träumt der leisen Musik lauscht und plötzlich eine Stimme am anfang wie ein Frosch quakt zuckt man zusammen. Ich finde seine Stimme nicht geeignet für so eine Therapie. Aber was wissen denn wir schon.

Nach dem Tauerstress, ging es dann aufs Zimmer um sich etwas ruhe zu gönnen. Ich stellte fest das ich bis dahin nicht einmal heute an der Luft war, den ganzen Tag wieder Treppe hoch und runder. Da es dann auch schon straff auf das Abendbrot zu ging nutze ich die Zeit mit meinem Schatz zu reden.
Beim Abendbrot erzählten mir dann meine beiden Tischdamen das sie schon ihre Koffer fast gepackt haben. Nun ist das Frühstück morgen Früh das letzte bei dem wir zusammen sitzen. Ich fand die beiden als sehr liebe und nette Personen und ich finde es schade das sie morgen nach hause fahren. Aber auch ich habe es fast geschaft.
Damit ich heute auch noch frische Luft bekomme, bin ich nach dem Abendbrot wieder Spazieren gegangen, ich kann es einfach nicht lassen. nach unten suche ich mir immer fast ebene Wege und zum Schluss bleibt mit um wieder hoch zu kommen nur die Ortsstraße und die geht in die Beine so eine steile Straße. Aber genau für solche Belastungen bin ich ja hier und ich muss sagen in einem gleichmäßigen Schritttempo schafft man die Straße auch und es geht sogar mit der Luft gut. Was mir aber dann den rest gegeben hat waren die Treppen. Anstatt nach so einem Spaziergang den Aufzug zu benutzen, mussten es die Treppen sein, oder es war die Macht der Gewohnheit. Jetzt liege ich hier im Bett rede mit meinem Schatz, schaue Fern und schreibe den Blog.
Ich hoffe euch meinen Tagesablauf gut rüber gebracht zu haben, und wünsche euch allen eine gute Nacht. Der morgige Tag wird nicht besser als der Heutige.

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22.05.11

Der Sonntag Vormittag

... 2 Std. lang bin ich heute Vormittag durch die Gegen gelaufen. So bekommt man einen Sonntag auch raum. Mit dabei wie immer mein Schatz, ich finde es nur doof das dass Akku vom Handy nach 1 1/2 Std. den Geist auf gibt. Der Rückweg war deswegen langweilig wenn man keinen dabei hat mit dem man sich unterhalten kann.

Da für gibt es auch wieder ein paar Bilder. Das erste zeigt wie weit man am frühen Morgen schauen kann wenn mal der Himmel ohne Wolken. Und für dieses Bild bin ich wieder den Berg hoch gekraxelt anstatt von der Klinik aus direkt dort hin zu gehen, ohne große Kraftanstrengung. Wie heißt es so schön, warum einfach wenn es umständlich auch geht. Aber diese Aussicht hat mich dann entschädigt oder was sagt ihr.





Auch Kunst kann man hier bestaunen wie man sehen kann. Aber ich habe noch nicht so richtig raus was das darstellen soll. Vielleicht ein Fahrad .... ??????????




Und auf dem Weg zu einer Waldquelle habe ich für mein Schatz ein paar schöne Vergissmeinnicht gefunden. Wir lassen sie aber stehen denn in der Vase wären sie bis zu meiner Abreise verwelkt. Und ich hoffe mein Schatz gefallen sie auch ohne das ich sie abzupfe.



Verlaufen kann man sich hier auch nicht, an fast jeder Wegkreuzung stehen ausreicht beschriftete Wegweiser. Aber die sollten mal die Kilometer überprüfen die dabei stehen. Denn kurz nach der Klinik steht schon ein Hinweis das die Quelle 2 km entfernt ist und nach dem ich ca. 1 km gelaufen war, kam wieder ein Wegweiser auf dem stand 2 km. Na ja halb so wild, das Wetter passt, Zeit habe ich auch und meinen Schatz dabei. 


Wer Weihnachten ups, sagte ich Weihnachten man wir haben Frühling, aber trotz dem stehen hier schöne Bäumchen welche man sich gut als Weihnachtsbaum vorstellen kann. Zunächst lassen wir erst einmal den Sommer ins Land ziehen.


Die Quelle erreichte ich dann entlich. Aber ich konnte keine Quelle finden. Meine Tischnachbarin erzählte mir dann wo sich die Quelle genau befindet. Ich habe ja noch ein Wochenende und wenn das Wetter mitspielt wie Heute dann werde ich die Quelle noch einmal aufsuchen. Auf dem Rückweg zur Klinik musste ich leider alleine ohne Gesellschaft gehen, und der Weg zog sich so in die Länge. Ist schon komisch, wenn man sich mit jemanden unter halten kann kommt einen der Weg nicht so lang vor.
Einen Schnappschuss konnte ich aber trotz allem machen.

Das sieht so schön aus wie die Sonne durch die Bäume scheint. Es ist so schade das man bei dieser himmlichen Ruhe und diesem Anblick nicht mit der Kamera die Stimmen der Vögel einfangen kann. Nach wie gesagt 2 Std. bin ich dann wieder in der Klinik angekommen. Ein Blick in den Spiegel, und ich sah eine Tomate an, schnell was leichtes anziehen etwas abkühlen und meinen Schatz am PC anrufen. Sie machte sich schon Sorgen. 
Zum Mittag gab es heute gebratene Forelle mit Petersiliekartoffeln und Kirschkompott. 

Das war mein Bericht vom Sonntag, noch 1 1/2 Std. bis zum Abendbrot und dann ist der Tag auch wieder zu ende und die letzte Woche bricht an. Die drei Wochen sind dann doch schnell zu ende gegangen. Auch wenn es hier so schön ist, zu Hause ist zu Hause ich vermisse meine zwei Schätze und kann es kaum erwarten wieder bei Ihnen zu sein.

Morgen habe ich ein straffes Programm mal sehen wie ich das schaffe. Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntagnachmittag und Abend, bis Morgen.

21.05.11

Sonntag - Tag 13

Einen wunder schönen sonnigen Sonntag Morgen. Heute wurde ich schon von der Sonne geweckt. So fängt doch der Tag viel schöner an. Was das Wiegen gebracht hat werde ich mal übersehen, denn die 200 g habe ich mir zu Frühstück wieder dran gefuttert.
Mit frischem Wasser und meinem Obst was es jeden Morgen gibt immer im Wechsel mal Banane, Kiwi, Orange, Apfel oder Birne ging es wieder aufs Zimmer. Da ich noch nicht mit meinem Schatz gesprochen hatte schnell den PC an und guten Morgen gesagt. So kann ich mit ihr dank der schönen Erfindung Micro auch reden und muss nicht alles tippen. Schnell noch das Bett dabei gemacht und besprochen was ich den Tag über machen werde. Und was wird das sein bei dem Wetter, natürlich wieder in die Natur und was darf nicht fehlen, die Kamera und das Handy. Denn ohne Handy könnte ich meinem Schatz gar nicht erzählen was ich alles sehe und erlebe. Das muss manchmal komisch bei ihr ankommen wenn ich mal einfach so vor mich hin plappere.
Jetzt wird sich erst einmal angezogen und ab geht es in die Natur. Bis heute Nachmittag, bye bye.

Natur

Heute hatten wir ein kleines Unwetter hier oben auf dem Berg. Mit Gewitter und viel Regen und einer guten Abkühlung. Nach dem Regen hatte man das Gefühl die Wälder standen in Flamen und der Regen hat sie gelöscht. Dicke Nebelschwaden konnte man über den Wäldern sehen. Durch die kräftige Sonne hatten sich die Wälder richtig aufgeheizt. Durch den Wind den wir hier oben auch haben hat man die Wärme nicht so stark gespürt. Aber das Schauspiel ist einfach fantastisch an zu sehen.

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Das müsst ihr euch in einigen Kilometern Entfernung vorstellen, damit man es besser sehen kann habe ich es mit der Kamera rangesumt. Auf den nächsten Bildern sieht man schön wie der Himmel nach dem Unwetter aussah. Wie als wäre nichts gewesen reißt der Himmel auf und man kann den Azurblauen Himmel sehen und schöne Wolkenberge. Ich sage immer Zuckerwatteberge dazu. Ich weiß nicht warum mich so etwas seit ich hier oben bin so fasziniert. Aber wann hat man Zeit die Natur zu bestaunen. Jeder rennt Tag ein Tag aus seinen Verpflichtungen nach. Seit meiner Erkrankung hat sich mein Sinnen geändert, ich halte inne wenn ich blühente Bäume sehe oder wie hier oben sehe ich was da auf den Wiesen für Blumen wachsen. Die meisten Namen der Blumen habe ich als Kind gelernt und sie einfach im laufe meines Lebens nicht mehr beachtet.

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Und was macht Frau wenn so schlechtes Wetter ist man nicht raus kann, keinen Besuch bekommt, na was???? Sie nimmt Nadel und Faden zur Hand und raus dabei kommt das folgende Bild. Ich denke hier in der Reha bekomme ich es nicht fertig, aber ein ganzes Stück werde ich schon weiter kommen.

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Ich wünsche euch noch einen schönen Samstagabend.  

20.05.11

Tag 12 - Samstag

Einen wunderschönen Guten Morgen. Nach einem leckeren Frühstück ist nun auch die Sonne aus den Wolken gehuscht und verbreitet gute Laune. Wie versprochen bekommt ihr das Bild mit dem Stück Regenbogen. Wie gesagt es ist nur ein Stück, aber wenn man so etwas schönes sieht das im Prinzip die dunkle und helle Seite trennt, wünscht man sich ein kleines Stückchen Glück. Jeder von uns trägt ein Stück Dunkelheit und ein Stück Licht in sich. Wenn man merkt das die Dunkelheit im Leben überhand nimmt sollte man es Regnen lassen um einen Regenbogen zu spannen, damit das Licht zurück kommt. Jeder Mensch hat dunkle Tage im Leben, aber wie heißt es so schön, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Auch wenn das ein dummer Spruch ist, denn noch enthält er ein Fünkchen Wahrheit. Kein anderer führt uns den Schnaps zu Munde das tun wir selber. Keiner zündet einem die Zigarette an, denn das Streichholz kann man alleine entzünden. Ich will kein Moralapostel sein, denn auch in meinem Leben ist nicht alles eitel Sonnenschein gewesen, aber das haben nicht andere für mich gelebt, das war ich allein. Viele Male hätte ich das ändern können habe es nie getan, sei es aus Gewohnheit oder aus Angst alleine da zu stehen. Aber mein Leben hat mich auch in einer Weise stark gemacht und so habe ich es doch geschafft aus dem sagen wir ruhig Gefängnis aus zu brechen. Leider war es aber für einige Dinge zu spät sie wieder gerade zu biegen. Aber man soll nie nie sagen, man hat trotz dieser Krankheit ein Leben vor sich. Und auch wenn es egoistisch klingen mag, sollte man zu aller erst an sich denken, aber dabei nie den Partner/die Partnerin vergessen die einem zur Seite stehen.

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Nun wünsche ich euch einen schönen Samstag, und vielleicht horcht ihr einfach mal in euch rein.

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Bilder - Picture

Hallo ihr lieben, da bin ich noch einmal. Heute Nachmittag war ich wieder mal unterwegs mit meinem Schatz im Ohr. Ich weiß nicht warum die Wege von weiten gar nicht so steil aussehen. Das ist schon ein wenig beschiss. Aber da von abgesehen weiß man was man getan hat wenn man 1 1/2 Stunden Berg auf und Berg ab gelaufen ist. Das Positive daran ich habe schöne Bilder gemacht. Das erste eine schöne kleine Dorfkirche.


Dann wieder mal eine schöne Wolkenansicht.






Und nun noch eine stachlige Angelegenheit. Der sieht doch gut aus, aber nichts zum Kuscheln.



Man sieht hier so schöne Dinge, morgen gibt es ein Bild vom Regenbogen. Aber da gibt es auch Menschen die gönnen einen nicht mal den Dreck unter den Fingernägeln, das heißt es wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um Glück zu zerstören. Was der/die davon hat keine Ahnung, aber wir lachen nur noch darüber. Denn ich bin mit meiner Maus durch die Hölle gegangen und damit meine ich nicht nur die Brustkrebssache auch viele andere Dinge sind schief gegangen wir wurden belogen von Menschen die sich Freunde nennen. Aber nichts hat es geschafft uns diese Zeit die wir jetzt zusammen sind zu trennen. Ich denke das diese Worte auch dort ankommen wo sie hin sollen. Keiner trennt uns, auch keine linken SMS oder Mails die einem übel werden lassen.

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Geli ich liebe dich und nichts und niemand wird daran etwas ändern.
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Tag 11 eine Woche zu ende, the end of the week

Ein neuer Tag mit neuen Übungen und auch der Start ins Wochenende, so mit wieder eine Woche geschafft. Aber noch nicht ganz, nach dem Frühstück ging es zum Ergometertraining. Die Einführung war sehr schön da sich der Therapeut für jeden Zeit nahm. Bei den Älteren etwas mehr Zeit was auch verständlich ist. 10 min. durchradeln der Puls gut so wie man auf der Anzeige sehen konnte und das Tempo konnte ich auch gut halten. 21 kcal habe ich in den 10 min. verbraucht ist eigentlich nicht viel, aber wir wollen ja keine Leistungsportler werden. Nach dem Ergometer ging es zu WS-Gymnastik. Diese werde ich zu hause auf alle Fälle auch zwei drei mal die Woche machen. Und man glaubt gar nicht wenn man das bei andern sieht und es selber noch nie gemacht hat, wie anstrengend so eine Gymnastik ist. Ich werde die älteren Damen in den Sportgruppen nicht mehr belächeln denn jetzt weiß auch ich das es mit viel Anstrengung verbunden ist.

Nun hatte ich eine kleine Pause und konnte mich im Forie meiner mitgebrachten Lektüre "Tode lügen nicht" von Kathy Reichs widmen. Es geht um eine forensische Anthropologin in die man sich richtig gut rein versetzten kann, welche einen Fall zu geteilt bekommt der Sie selber in Gefahr bringen wird.

Pause zu ende und schon geht es zur Atemgymnastik, diese regt nicht nur den Kreislauf an ich finde die Übungen zusammen mit dem Atemtraining auch entspannend, 20 bis 25 min. dann ist man fertig.

Jetzt hatte ich etwas mehr Zeit , um schon mit dem Blogschreiben an zu fangen, aber gleich geht es zum Essen und da muss ich mich eilen denn ich muss 12 Uhr zum medizinischen Training für BBP und WS (Wirbelsaeule).
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Da bin ich wieder, und das geschafft. In Windeseile gegessen und dann zum medizinischen Training in den Kraftraum. Das kommt gut nach dem Essen, aber es wäre egal gewesen ob ich vor oder nach dem Training gegessen hätte denn auch vor dem Bewegungsbad, macht das Essen keinen wirklichen Sinn. Nach dem Bad wäre auch nichts mit Essen da es nur bis 13:30 Uhr essen gibt. Also das ist sehr unorganisiert hier. Normalerweise könnte man die Therapien von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr unterbrechen. So könnten die Trainer auch in Ruhe Essen und man hätte auch als Patiend mehr Ruhe sein Essen zu genießen und etwas zu verdauen, damit der Magen nicht ganz so voll ist wenn man zur Anwendung geht. Aber auch mit vollen magen habe ich das Bewegungstraining gut hinter mich gebracht. Aber ich hatte die ganze Zeit so ein Föllegefühl und so macht Sport keinen Spaß.
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Nach einer schönen warmen Dusche brauchte ich mir nur noch frisches Wasser holen und jetzt habe ich frei bis Montag. Aber faulenzen ist nicht Morgen wird wieder gelaufen damit die Muskeln auch am Wochenende im Training bleiben. Drückt die Daumen das dass Wetter mitspielt und dann wird auch meine Kamera wieder dabei sein.

Ich wünsche euch allen einen schönen Nachmittag und einen Guten Start ins Wochenende.

19.05.11

Tag 10

Halbfinale fast erreicht. 

Ich kann euch sagen, macht das nie so wie ich. gestern Abend war ich das erste mal seit einer ganz schön langen Zeit schwimmen und das habe ich heute Morgen in meinen Waden und Oberschenkel gemerkt. Und noch spürbarer wurden meine Waden nach dem strammen Marsch quer durch den Wald und wieder zurück (ca. 30 min straffen gehen). danach eine kurze Pause zum Umziehen und wieder die Treppen nach unten zur Atemtherapie. Das schlimme daran sie musste heute unbedingt auch noch auf das Kreislaufsystem und nicht nur die Atemtechnik übergehen. So wurden meine Waden mit dem wechselnden aufstellen der Füße wieder in Anspruch genommen. Nach diesen Übungen ging es das erste mal in den Kraftraum, und was lässt Frau im Kraftraum für Übungen erklären??? Na logisch ist das berühmte BBP erklären muss ich das ja nicht. Aber dazu kommt auch leichtes WS-Training und so habe ich heute Muskeln gespürt wo ich nicht dachte das es dort Muskeln gibt. Nach der Letzten Übung gegen 15 Uhr werde ich heute wieder einen Spaziergang mit meinem Schatz machen. Aber dieses Mal mit geladenem Handy. 
Und was soll ich euch sagen, es gab Kangaroo-Gulasch mit Kartoffeln, oder Fischroulade mit Paprikagemüse und Kartoffeln. Als Nachspeise gab es Schokopudding mit Vanillesoße.
Nichts gegen Gulasch der sah auch sehr lecker aus, aber schon der Name des Tiers schreckte mich ein wenig ab den Gulasch zu essen.

Den Rest wie immer Später und vielleicht auch ein Paar schöne Bilder wieder.

Der Himmel über mir heute am späten Nachmittag.


Wieder im Lande und schon gibt es den Rest. Damit der Nachmittag nicht ganz so langweilig wird, hatte ich heute auch am Nachmittag Anwendungen. Das erste war ein Gespräch mit einer Psychologin, manchmal hilft es doch mit einer Fachperson zu sprechen, die einem Wegweiser geben um den Alltag in den man nach der Reha zurück kehrt, besser gestalten und organisieren zu können. Ein Außenstehender/de hat eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge und kann so besser Ratschläge geben. Es obliegt jedem selber was er/sie aus den Gesprächen mitnimmt und wie das Leben nach der Reha gestaltet wird.
Man sollte auf alle Fälle nach vorn schauen und nicht den Kopf in den Sand stecken, immer daran denken es gibt Menschen denen es viel schlechter geht.
Als Beispiel das kleine Mädchen welches eines Tage nicht einmal mehr ihre Eltern erkennen wird. Sie hat das Leben noch vorsich aber wird es nie Leben können, nach und nach wird sie immer mehr von ihrer Motorik einbüßen und sich an immer weniger Dinge erinnern können.

Aber ich habe schon gemerkt das die Deutschen sehr viel Jammern. Über allen Mist und Teufel wird sich beschwert. Bestes Beispiel hier in der Klinik gibt es Desinfektionsmittel für die Hände vorm Speisesaal und auch wo man sich das Wasser selber abfüllen kann. Mit großen Schildern und das auch in großen Buchstaben wird höflich darum gebeten sich die Hände zu desinfizieren. Aber nur jeder dritte hält sich daran. Das Geschrei wird dann groß wenn es eine Infektion wegen Keimen gibt. Also nicht nur das Personal, auch der Patient sollte auf Desinfizierung achten, denn auch wir als Patienten können Keime übertragen.

So Schluss mit psychologischen Ansätzen, weiter in der Behandlung. Ab ins Zimmer und wieder Sportsachen angezogen in die Turnhalle zur Mamma-Gymnastik. Heute hat uns die Therapeutin ganz schön ins Schwitzen gebracht, aber immer schön lächeln dabei. Ihr wisst garnicht wo ihr alles Muskeln habt, ich weiß das jetzt. Heulen hilft aber nichts denn ich möchte ja Gesund werden.
Noch nicht ganz Abendbrotzeit und Sonnenschein, nichts wie raus auf die Terrasse und die Sonnen genießen. So bin ich mit Buch, Sonnenbrille und Handy auf die Terrasse getigert und was soll ich euch sagen keine fünf Minuten habe ich gelegen, da schiebt sich eine dicke fette Wolke vor die Sonne, fand ich von der Wolke unverschämt. Noch ein wenig habe ich ausgeharrt denn kalt war es ja auch ohne Sonne nicht.


Mit meinen beiden Damen schön zu Abend gegessen, danach noch mal zu den Schwestern und den Port spülen lassen. So langsam baut sich ein wenig Druck im Kopf auf, durch die nahenden Gewitter (die gemeldeten Unwetter). Ich hoffe nur das es keine Migräne wird. So was kann ich nicht noch brauchen. So geht nun auch Tag 10 zu ende und mal schauen wie es Morgen weiter geht.

Euch allen wünsche ich einen schönen Abend, bis Morgen.

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Jetzt bin ich mal dran

So heute werde ich auch mal wieder etwas schreiben, in den letzten Tagen bin ich viel mit meiner süßen Spazieren gegangen, leider nicht so wie man sich das vorstellt aber ich war dabei, wenn Sie so erzählt versuche ich mir das vorzustellen, mal klappt es mal habe ich voll daneben gelegen. Gestern hat Sie mir von einem Turm erzählt, ich weis nicht wieso ich mir auf dem Lande einen Leuchtturm vorgestellt habe, wie bescheuert ich doch bin.

Naja heute hieß es für mich Bügeln. Oh man ich dachte erst gar nicht so schlecht doch als ich die Sachen dann in den Schrank geräumt habe, dachte ich so bei mir, okay die bringt dich um wenn Sie das sieht. Ich habe keine Ahnung wie sie das macht, das dass alles so Ordentlich aussieht, Maus ich habe mir echt mühe gegeben, verzeih mir bitte.

Bis jetzt drücke ich mich gut vor dem Putzen, aber das muss ich dann wohl auch die tage machen, ich Fege zwar alle 2 Tage durch aber wie gesagt es muss auch mal Geputzt werden aber das macht zu zweit einfach mehr Spass, also nicht das jetzt der gedanke auf kommt das ich das nicht kann, ich kann es sehr wohl nur will ich nicht alleine. Soviel erst mal zu dem Thema.

Ich freue mich schon riesig, bald ist meine Maus wieder bei mir, ich kann es kaum erwarten Sie wieder in die Arme zu nehmen, Schatz ich liebe dich von Tag zu Tag mehr.

18.05.11

Tag 9

Einen schönen sonnigen Guten Morgen. Seit 5 Uhr bin ich heute schon wach. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken gebahnt und steht jetzt in ihrer vollen Schönheit mit wärmenden Strahlen am Himmel. Der wird noch von leichten Schleierwolken bedeckt aber so nach und nach schafft sich die Sonne Platz und der strahlend blaue Himmel wird uns hoffentlich den ganzen Tag erfreuen. Wir haben jetzt schon sehr angenehme Temperaturen. Das richtige Wetter und die richtige Temperatur zum Spazierengehen und die schöne Landschaft zu genießen.
Aber erst einmal war am frühen Morgen nichts mit raus aus dem Haus. Zu den heimlichen Vampiren hier im Haus und Blutabnehmen lassen. Und was soll ich sagen auch heute wollte mein Arm kein Blut geben, dabei trinke ich hier so viel also müssten meine Venen gut geweitet sein. Nichts scheint bei den dünnen Dingern zu helfen, der Handrücken musste wieder her halten und dieses Mal brauchten wir auch keine zweite Schwester. Wenigstens ein kleiner Vorteil. Da ich aber nach der Blutabnahme nicht viel Zeit bis zu meiner ersten Anwendung hatte musste ich mich beim Frühstück eilen, was nicht so schön ist. Denn ich liebe ein ausgedehntes Frühstück.

Die Massage war sehr gut heute, man merkt den Unterschied zwischen den Therapeuten die erst damit anfangen (oder es noch nicht so lange machen) und denen die es schon Jahre lang machen. Heute wurde ich bei jedem Druck gefragt ob es zu derb ist oder angenehm, oder ausstrahlt. Und da ich hier nicht gut liegen kann mit oder ohne Kissen ist da egal, und deswegen auch teilweise mit Verspannungen aufwache, war die heutige Massage richtig entspannend. Nun bin ich gespannt was bei meiner CA Visite gegen 10 Uhr raus kommt.

Bis dahin euch einen schönen Vormittag.

Heute gibt es auch mal ein wenig Naturkunde. Diese Blume müsste fast jeder kennen so viel sei verraten sie fängt mit L an und ist eigentlich eine Wald und Wiesenpflanze. Blüht vorwiegend Lila/Blau, aber durch Züchtungen gibt es sie auch als Gartenpflanze in vielen Farben.




Hallöle, ich bin wieder da. Also die Visite war sehr lang, auf 10 Uhr war ich bestellt und 11 Uhr bin ich dran gewesen. Die Schwester kam alle paar Minuten raus las drei Namen und sagte dazu "diese können bleiben und alle andern können beruhigt ihre Anwendungen machen, wir sind etwas im Rückstand" Nach einer guten halben Stunde Arztgespräch in dem man sich etwas lustig machte über die Methoden wie das Arbeitsamt einen zur Reha verfrachtet, wurde mir dann auch etwas mehr an Aktivitäten zu gestanden. Mal sehen wie ich damit zurecht komme oder ob ich jetzt erst recht ein Sauerstoffzelt brauche.
Auf alle Fälle konnte ich nach der Visite gleich zum Essen. Und da gab es Hühnerfrikassee, Reis und Erbsengemüse. Das war sehr lecker, nur hatte ich eine Stunde später wieder Hunger. Aber wozu gibt es jeden Morgen Obst. Nach dem Essen hatte ich noch ein paar Minuten Zeit mich um zu ziehen für die Mamma-Gymnastik. Diese war sehr lustig und intensiv heute, danach musste ich mich ein Stündchen hin legen, aber nicht nur wegen der Gymnastig, auch weil ich seit 5 Uhr auf bin. Ein Stündchen war gut gesagt, ich lag noch nicht richtig da musste ich mal. Wieder hingelegt musste plötzlich jemand Rasen mähen und weil es heute so warm war konnte ich das Fenster auch nicht schließen. Also nichts mit schlafen. Da habe ich mich angezogen und bin in meinem jugendlichen Leichtsinn zum Aussichtsturm gelaufen. Mein Schatz hat mich wie auf jeden Spaziergang auch dieses mal per Handy begleitet. Wie gesagt jugendlicher Leichtsinn. Für manche die geübt sind in dieser Höhe zu Wandern würden jetzt lachen aber für mich war das Anstrengung pur. Die Straße wollte mit ihrer Steigung nicht aufhören und ich konnte meinen Mund nicht halten so das mein Schatz immer sagen musste spar dir deine Luft. Angekommen am Turm bin ich gut. Nach einer kleinen Verschnaufpause, bin ich noch auf die Idee gekommen auf den Turm zu steigen und mir die Aussicht an zu schauen.


 Das sind ja nur 153 Stufen, aber ich habe es geschafft, bis zur Plattform und da wir schönes Wetter hatten war die Aussicht einfach überwältigend. In diesem Moment hätte ich gern meinen Schatz an meiner Seite gehabt. Aber ich glaube ihr wäre das Treppensteigen genau so schwer gefallen.


Diese schöne Aussicht konnte ich genießen, und rings herum unberührte Natur. So hat es zu mindest den Anschein. Wenn man so eine Erkrankung hat an der man vielleicht auch Sterben kann, sollte man jeden Tag genießen und leben. Leben nicht im Sinne von verschwenden, einfach alles um einen herum wahr nehmen. Wie oft ist man mit Scheuklappen durchs Leben gelaufen, wie oft hat man wegen nichts gestritten. Keiner kann sagen, was willsten du bei mir geht das nicht. Es gibt nichts was man nicht erreichen kann. Wir sollten mal in uns horchen, vielleicht schlummert da noch ein wenig ein Kind, lasst es raus und das kann jeder man muss nur wollen.


Es war einfach auch dieses Mal, obwohl sie nicht wirklich neben mir läuft, mit ihr ein schöner Spaziergang, man kann mit ihr so schön lachen und das wichtigste sie hört zu.


Nach dem Abendbrot habe ich mir heute eine schöne Runde Schimmen angetan, wenn man lange nicht geschwommen ist, merkt man das ganz schön. Ich habe mir vor genommen das so lange ich hier bin auch zu nutzen.
Ich wünsche euch allen eine Gute Nacht, und hoffe auf euer weiteres Interesse meinen Block zu lesen.
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