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04.02.10

Heute geht es mal nicht

.. um meine Chemo. Es ist schon eine Unverschämtheit was sich das Amt leistet, meine Freundin bewirbt sich auf jede zugesandte Stelle und darüber hinaus, wir können alles schriftlich nachweisen. Jetzt hat sie eine Stelle abgelehnt aus folgenden Grund "der Arbeitsplatz ist nicht erreichbar da keine öffentlichen Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder der gleich dort hin fährt, wir kein Auto haben uns auch keines leisten können". Dies haben wir dem Amt mitgeteilt, worauf man uns sagte "ja sie bekommen 2000 € um sich ein Fahrzeug anzuschaffen" ja das wussten wir aber leider nicht zum Zeitpunkt der Ablehnung. Jetzt wird uns 30 % vom Harz IV gekürzt weil sie eine zumutbare Stelle abgelehnt hat, aber eine Begründung wie Sie zur Arbeit kommen soll hat sie nicht bekommen. Das Amt weiß Bescheid über die Situation mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen, und man wird dann so behandelt.

Als Begründung vom Amt kam:" Diese Gründe konnten jedoch bei der Abwägung der persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im Sinne des §31 Absatz 1 Satz 2 SGB II anerkannt werden.

Das ist doch sowas von lächerlich.

Es gibt einige die seit Jahren von Harz IV leben sich es gut gehen lassen ohne Ende, und Leute die sich mehr als bemühen wieder in Arbeit zu kommen schikaniert man ohne ende. Wir haben so die Nase voll, man wird behandelt wie der letzte Dreck, da sitzen teilweise Leute hinterm Schreibtisch die gerade frisch von der Schule kommen und man wird von diesen Menschen von oben herab behandelt. Auf alle Fälle werden wir uns das nicht bieten lassen auch wenn es heißt, das man auf einen Gerichtstermin lange warten muss aber das geht zum Anwalt, auch wenn wir nicht wissen wie wir den bezahlen sollen. Man reist sich auf deutsch gesagt den Arsch auf und wird verarscht.
Es geht ja noch weiter, eine Stelle hat zweimal zum Vorstellungsgespräch geladen, einmal beworben aus Eigeninitiative und auch schon eine festen Arbeitsantrittstermin erhalten aber kein Bescheid wann es richtig los gehen soll (wir haben mehrfach angerufen ohne Erfolg), dann kam ein erneuter Termin zum Vorstellen über das Arbeitsamt, und wieder bekam man gesagt sie können Anfangen, wir warten nach mehrfacher Nachfrage immer noch auf Rückruf zwecks Arbeitsbeginns, und bei so etwas soll man sich nicht verarscht vorkommen. Wenn da nicht bald auf den Ämtern richtig aufgeräumt wird, gibt es in Deutschland keine Deutschen mehr, ich wundere mich über die Auswanderungen nicht mehr schon gar nicht über junge Menschen die diesen Schritt wagen.

So jetzt habe ich mir mal wieder Dampf abgelassen, na ja man soll sich darauf konzentrieren gesund zu werden aber so etwas wirft einen um weil es nicht aufhört, von 150 Bewerbungen kamen zwei Gespräche zustande (wie oben beschrieben) und der Rest hält es nicht mal für nötig Abzusagen.

Sie will doch einfach nur eine Arbeit als Examinierte Altenpflegerin, Umzug ist kein Problem wenn die Wohnung Hunde (auf dem Bild rechts zu sehen) erlaubt, und bezahlbar ist. Auch in den Süden der Bundesrepublik.