13.01.10

Ausgeschlafen

Nach dem kurzen Text von heute Morgen ging es dann auch gleich in die Klinik. Heute durfte ich gleich ins Labor musste auch nicht lange auf die Blutabnahme warten, die seit einiger Zeit nicht mehr über den Port geht da da kein Blut mehr raus kommt, das ist aber normal so was kann passieren. Aber frei ist der Port drotz dem, denn die Infusion läuft gut heute hat es auch auf anhieb geklappt mit der Tropfmaschine, letztens wollte die überhaupt nicht da sich kleine Luftblasen im Schlauch gesammelt hatten. Zu dem war ich heute auch schon gegen 13 Uhr zu hause, aber sowas von Müde ich habe mich nach dem Essen hingelegz und war gleich eingeschlafen bis kurz vor 17 Uhr so lange, gut getan hat der Schlaf aber. Meine Blutwerte sind immer noch auf dem Weg der Besserung. Es ist schön zu sehen wie die Werte stetig dem Normalwert sich nähern und auch die Nebenwirkungen (drei mal auf Holz geklopft) lassen nach stück für stück. das einzige was geblieben ist, sind Müdigkeit und Muskelschmerzen, letzteres ist erträglich nur leider kommen die nachts und lassen mich die Nächte selten duch schlafen.

Auch heute gab es drei neue Damen die Chemo bekommen haben zum ersten mal, dabei eine ganz junge Frau, ich schätze sie so auf mitte zwanzig eher jünger. Sie war alleine da und hatte ihr schönes dunkles langes Haar zu einem dicken geflochtnen Zopf gebunden. Meine Freundin hörte sie fragen wann denn die Haare ausfallen- Als sie mir das erzählte wäre ich am liebsten zu ihr gegangen um ihr davon zu erzählen. Man kann die Menschen nicht immer gut ein schätzen was hilfe angeht, vor allem wenn man so eine Diaknose bekommem hat. Ich merke das ein Thema einen nie los lassen wird, "kommt es wieder", man wird zwischen durch vielleicht Zeiten haben (in der Zukunft) wo man nicht daran denkt das man Chemo wegen Krebs bekommen hat, aber diese Diaknose bekommen heut zu Tage so viele Menschen wo man hin hört heißt es der/die hat Krebs und das sind Menschen die sogar ganz gesund gelebt haben. Ja diese Krankheit macht vor keinem halt man könnte sie die Pest des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnen, nur einen Unterschied gibt es dabei, je früher der Arzt die Diaknose stellt (so doof wie sich das anhört) um so höher sind die Heilungschancen. Krebs muss nicht gleichzeit heißen das man gehen muss, auch wenn es ein Hammer im ersten Moment ist es ist alles zu schaffen auch das, nicht den Kopf hängen lassen aufraffen, das macht man nicht nur für die Familie, das macht man auch für sich. Ich merke man denkt über verschiedene Dinge anders nach, wenn man Menschen streiten hört über dinge wo man sich Fragt: "ne nicht über so was streiten" und die Jungen Dinger im Fernsehen, die man zu den strengsten Eltern der Welt schickt, die letzte 11 Jahre alt, rotz frech bringt keinen ordendlichen ganzen Satz zu stande (bringt die Jungend eh kaum noch), da möchte man sagen komm her tausch mit mir, du bekommst meine Chemo und ich deine Eltern. Das Leben kann so schnell über den Haufen geschmissen werden durch irgend welche schlimme Dinge, genießt das Leben und denkt an Menschen denen es nicht so gut geht, jeder hat ein Stück Herzenswärme verdient.
So für Heute machen wir erst mal Schluss, bis die Tage und haltet die Ohren steif.
*