27.03.10

Neue Untersuchung und ...

neue Ergebnisse, ich habe schon keine Lust mehr zu irgendwelchen Untersuchungen zu gehen. Jedes mal kommt eine neue schlechte Nachricht zu Tage. Was heißt schlecht, die Blutwerte stimmen nicht, der Leberwert ist 3 x so hoch wie er eigentlich sein sollte. Schmerzen habe ich keine und so weit geht es mir auch gut, nur macht man sich schon wieder Gedanken was könnte das für Auswirkungen haben, bekommt man den Leberwert wieder in den Griff und warum schon wieder was neues, reicht es nicht das man überhaupt an so was erkrankt ist. Man wird der Untersuchungen und Diagnosen gegenüber müde und fragt sich wie lange noch und wann hört das alles auf. Es ist einfach eine so langwierige Sache die an den Nerven zehrt. 
So werden erst einmal die Medikamente die ich bis jetzt eingenommen habe abgesetzt. Am kommenden Dienstag gibt es dann wieder eine Untersuchung und auch gleich einen Ultraschall. Die Bestrahlung läuft bis jetzt gut, die Haut im bestrahlten bereich wird langsam sehr trocken aber es ist noch kein Sonnenbrand oder so zu sehen oder zu spüren.So eine Krebserkrankung ist eine sehr nerven zehrende Angelegenheit, nicht nur für einen selber, auch für alle Angehörigen. Das ständige auf und ab, das Warten auf Untersuchungsergebnisse. Dann macht man sich teilweise selber noch
runter, z. B. wenn in der Familie schon solche Erkrankungen aufgetaucht sind und gar ein Angehöriger schon daran gestorben ist. Das sollte man nicht tun, ist sehr leicht gesagt, aber es stimmt. Da immer viele Faktoren zusammen spielen und man erst nach allen Ergebnissen sagen kann ob es Heilung (Linderung) gibt oder nicht. Letzteres wünscht man keinem. Ich sage immer Krebs ist mittlerweile wie die Pest im Mittelalter eine moderne Pest, denn überall wo man hin hört erkranken Menschen an Krebs und gegen die wenigsten gibt es Heilung oder Linderung. Wo bei man hier mit dem Wort Heilung vorsichtig umgehen muss, da die Medikamente gegen Krebs noch keine völlige Heilung Garantieren da einfach die Vielfalt an Krebsarten zu groß ist. Ich sehe es ja bei mir, bevor man die Chemo bekommt muss erst das blut untersucht werden dann gibt es erst die richtige Mischung. Und da jeder Mensch anders ist kann ich mir vorstellen dass die Forschung nicht leicht ist ein geeignetes Mittel zu finden. Als ich Gestern in dem Labor saß, hatte ich freies Blickfeld in ein Zimmer wo man sitz für die Chemo, mein erster Gedanke als ich die Infusionsbeutel liegen sehen habe, nie mehr möchtest du in so einem Raum sitzen. Doch quälen einen die Gedanken was wenn der Krebs wieder kommt, auch Psychologen können einem da nicht weiter helfen dieser Gedanke bleibt im Kopf, man kann ihn verdrängen aber schon wenn man unter der Dusche steht und sich wäscht achtet man auf jede Unebenheit an der Brust und schon sind die Gedanken wieder da.

So nun werden wir mal ins Wochenende starten, ich
wünsche euch ein schönes sonniges Wochenende und bleibt gesund.
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