06.01.10

Nr. 7

Es werden immer weniger, freu. Bis auf das alles sehr langsam durch gelaufen ist heute ging alles gut. Auch heute haben wir eine ältere Frau getroffen die zum ersten mal Chemo bekommt, und auch bei Ihr die Angst vor dem Ungewissen, ist schon seltsam wie man das erkennt, aber Augen sprechen mitunter Bände und im Gegenzug eine junge Frau mit einem Selbstbewusstsein trotz Brustamputation einer Brust. Mit Ihr haben ich einige Gemeinsamkeiten fest gestellt, was die Haare angeht, denn Sie hat es genau so gemacht wie ich, erst ein wenig kürzer etwa Schulterlang dann auf Igel und als die Stoppeln ausgefallen sind so ca. kurz vor der dritten Chemo ganz ab. Man sollte aber bevor man die Haare auf Igel schneidet schon mal beim Friseur gewesen sein mit den original Haaren, damit der Friseur die Perücke der eignen Haarfarbe gut anpassen kann.
Aber da von abgesehen finde ich das Selbstbewustsein dieser Jungen Frau sehr gut und solche Frauen sind für mich Vorbilder. Sie wird auch die ein oder andere schlechte Phase haben wie jede Frau, aber mit einem starken Willen den Krebs zu besiegen. Wir drücken Ihr ganz fest die Daumen.
Von mir gibt es zur Zeit nicht viel zu erzählen nur das wir am vergangenen Wochenende einen Schock bekamen, mein Gesicht die Wangen waren feuerrot und geschwollen bis zu den Augen hoch, dazu noch richtig heiß. Das ging drei Tage so, da durch das ich so viele Tabletten nehmen muss schlossen wir auf eine Überreagtion durch eines der Medikamente aber in der Klinik sagte man mir wieder, das es von dem Preperrat kommt was ich zur Chemo bekomme. Na ja es sind Ärzte was macht man in diesem Moment glauben was man gesagt bekommt. Es wurde dann im nach hinein eines der Medikamente retuziert und jetzt ist mein Gesicht nicht mehr so geschwollen. Ich weis eins, es geht dem Ende zu und irgend wo hoffe ich, das keine Chemopause mehr kommt, obwohl diese Pause meine Blutwerte sehr gut beeinflusst hat, denn die Werte haben sich sehr gebessert. Warten wir es ab.
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