02.10.09

Ein neuer Tag ..

Nach diesem Schock von gestern geht es mir heute Morgen gut. Man war das ein Tag, aber er hatte einen schönen Abschluss.
Ich bekam gestern Abend noch eine Perücke, von einer sehr netten Friseurin. Wir haben uns angeregt in ihrem Geschäft unterhalten und eine super klasse Beratung bekommen die Perücke wird Typ gerecht ausgesucht und genau auf Sie zugeschnitten.
Ich kann diese Geschäft nur weiter empfehlen, für Frauen die in der selben Lage sind wie ich und in der näheren Umgebung von Leverkusen/Schlebusch wohnen, auch Perücken auf Kassenbasis. Man sieht kaum einen unterschied zwischen normal Haar oder Perücke. Aber auch für normale Haarschnitte, eine klasse Behandlung in einem schönen Ambiente.
Man fühlt sich wieder ein Stück mehr Frau, klar kann eine Perücke die eignen Haare nicht ersetzten, doch das Selbstbewusstsein steigt damit wieder ein wenig mehr. Mit einem Tuch steht man schon mal da und zupft hier und da herum weil es nicht so gut sitzt.
Alles im allen ist der gestrige Tag für mich gut zu ende gegangen.



Keine schöne Sache

Heute Nachmittag nach der Chemo, nahm ich mein Tuch ab und fuhr mir mit der Hand durch die Stoppeln, schwuppdiwupp schon hatte ich welche in der Hand, trotz das man damit rechnen muss, ist das ein -riesen schrecken den man bekommt, man hofft das sie doch nicht ganz ausfallen obwohl es einen jeder sagt, und nun hat man sie in der Hand. Ich bin dann ab ins Bad nahm mir etwas Haarwaschmittel und schäumte meine Stoppeln ein, mit dem Rasierer ging es dann zur Sache, bis ich an einen Punkt kam wo ich den Rasierer ins Wasser schmiss und anfing mir die Haare zu zupfen, das tat nicht mal weh, ich konnte dann nicht mehr und rief meine Freundin, wobei ich erst überlegte ob das gut ist denn sie leidet mit mir und es würde ihr schwer fallen wie mir die Haare ganz ab zu machen, aber ganz tapfer half sie mir. Als wir fertig waren nahm ich das Handtuch auf den Kopf und sah nicht mehr in den Spiegel ich konnte mir das nicht ansehen.
Manch einer wird sagen, man hab dich nicht so die wachsen wieder, aber das ist dann ein Mensch der nie in dieser Situation war. Es ist nicht so das man freiwillig sich eine Glatze rasiert, es ist weil man es tun muss.
Ich bin meiner Freundin so dankbar das sie für mich da ist, ohne sie wüsste ich nicht was ich tun sollte, ja wird mancher sagen es gibt immer einen Weg, aber allein ist er doppelt so schwer als zu zweit.

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2 Chemo hinter mir

Gestern bekam ich die zweite Chemo, während der Chemo ging es dieses mal schon los mit leichter Übelkeit und natürlich auch Schüttelfrost, da die Infusion 10 Grad kälter als die Körpertemperatur ist.
Man hört immer das es von Chemo zu Chemo besser wird mit der Verträglichkeit, man sollte nicht darauf hören, denn jeder reagiert anders. Für mich war der gestrige Tag nach der Chemo nicht berauschend, das Übelkeitsgefühl war so gar stärker als bei der ersten, man sollte sich versuchen abzulenken, und da man ja trotz des Gefühls etwas essen muss, nur kleine Häppchen und viel Zeit lassen beim Essen. Die Nacht war ruhig, denn vorm Schlafen gehen nahm ich ein Zäpfchen, die helfen auf alle fälle und machen müde so das man die Nacht auch einigermaßen ruhig übersteht.
Das Aufwachen war weniger schön, heute Morgen. Kopfschmerzen, Hitzeausbrüche und etwas Übelkeit. Die Übelkeit lies schnell nach, aber die Kopfschmerzen waren schlimm, da man nicht alle Medikamente, zu sich nehmen darf wie man möchte musste ich erst warten bis ich im Krankenhaus zur Spülung war. Dort kümmert man sich sehr lieb um uns Patienten.
Heute war es ja nur eine 1000 ml Flasche und ich konnte zeitig wieder nach hause. Schön etwas zum Mittag gegessen Kartoffelbrei und Fischfilett mit Spinat, wenn man jemanden erzählt das man 1 Stunde zum Essen benötigt, man, aber lieber langsam als das man alles erbricht. Jetzt ist mir nur wieder irre im Kopf, das ist als wenn man ein Starkes Schmerzmittel schluck oder besser die KO Tablette im Krankenhaus vor einer OP bekommt. Ein stündchen Schlaf dann geht es an die frische Luft, das hilft meistens.

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