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11.09.09

Das erste mal geschafft.

Eine seltsame Nacht habe ich vor der Infusion hinter mich gebracht, kaum geschlafen weil einem Tausend Gedanken durc den Kopf schießen.
Denn auf eine Art helfen die Medikamente (Chemo) weil sie auf einen Zugeschnitten werden, auf der anderen Seite greifen sie auch schnell wachsende Zellen an wie Rückenmark, Blutkörperchen und Haarzellen. Da macht man sich so seine Gedanken.
Auf alle Fälle war es erst einmal noch ein kleiner Marathon im Krankenhaus. Zuerst wird Blut genommen und gleich der Zugang für die Infusion gelegt. Das Blut wird in das Labor geschickt und sofort untersucht, damit die Apotheke gleich das Medikament zusammen stellen kann. So wird individuell für jeden Patienten die perfekte Mischung zusammen gestellt, aber zu vor muss noch eine Stelle angelaufen werden.
Für mich ging es dann weiter zum EKA und zum Echokartiogramm, hier bei wird das Herz untersucht. Das ist sehr wichtig das dass Herz gut schlägt und kräftig ist, da auch die Herzwände in mitleidenschaft gezogen werden. Diese Untersuchung wird auch regelmäßig wiederholt, um gegebnen Falls die Medikamentenzusammenstellung zu ändern. Dann ging es wiederc in die Ongologie, wo noch ein Ärztegespräch und eine Körperuntersuchung statt fand. Ganz wichtig ist vor beginn der Chemo sollte die Narbe der Brust-OP gut verheilt sein.
Dann ging es los, zuerst wird eine kleine Flasche mit ca. 100 ml angehängt das ist ein Medikament um die bessere Verträglichkeit der Chemo zu gewährleisten. Dann kam der erste 1000 ml Beutel mit Kochsalzlösung und dem ersten Medikament für die Chemo. Bist das durchgelaufen war gingen knapp 2 Stunden dahin. Auf alle Fälle muss man viel Zeit einplanen. Aber schön ist in dieser Zeit, wird man schön versorgt mit Essen und Trinken und man kann Fernsehen um die Zeit besser zu überbrücken, sogar ins Bett hätte ich mich legen können.
Da die Infusionen 10 Grad kälter sind als die Körpertemperatur ist, fängt man schnell an zu frieren, aber da für bekommt man eine Decke.
Nach diesem Beutel kamen erst wieder ein kleinerBeutel mit einem Verträglichkeitsmedikament, dann zwei Spritzen gefüllt mit roter Flüssigkeit, die Ärztin sagte, sie nennt es Gummibärsaft. In der Regel merkt man nicht wie das Mittel gespritz wird da es auch über den Zugang gegeben wird, mein Unglück ist das meine Venen sehr dünn und da durch sehr empfindlich sind.
Aber auch das habe ich geschaft, nun noch einmal ein Beutel mit 1000 ml, dann war es für das erste mal fast geschaft. Bei soviel Flüssigkeit die einem zugeführt wird kann es sein das man sehr oft auf Toilette muss.
Zu hause ging es mir dann gar nicht so gut, Übelkeit wie irre, ich konnte mich nicht legen weil immer wenn ich meinen Magen irgend wie zusammen drückte auch unbewusst, hatte ich das Gefühl ich müsste jetzt ganz schnell auf das Klo, ich glaube es wäre besser gewesen wenn ich das häötte gekonnte oder zumindest mal richtig Aufstoßen, aber beides ging nicht. Man wird aber vom Krankenhaus mit Medikamenten für zu Hause versorgt. Aber erst gegen Abend kurz vorm Schlafen habe ich dann ein Zäpfchen genommen, das machte Müde und nahm auch die Übelkeit, so hatte ich eine einiger maßen gute Nacht. Wie das bei mir dann so ist wenn ich Tagsüber nicht so oft auf die Toilette muss kommt das Nachts, vorallem bei der Ganzen Flüssigkeitszufuhr Tagsüber. Wie heißt es so schön, was rein geht muss auch wieder raus.

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