29.09.09

.. war das eine Nacht

Nach dem die Betäubung sich langsam verflüchtigte, merkte ich die Schulter ganz schön. Man sollte wirklich nach der OP den Arm etwas schonen. Ganz schlimm war die Nacht, wie schlafen? Mein Port sitzt rechts da ich links die Brust-OP hatte und ich schlafe rechts sehr gern und gut, auf die linke Seite konnte ich mich nicht legen, da ich das Gefühl hatte das Teil verrutscht. So legte ich mich die ganze Nacht mal halbseitig rechts mal auf den Rücken und mal halbseitig links. Erst als ich meinen Kopf und meine Schulterpartie etwas erhöht legte bin ich auf dem Rücken liegend eingeschlafen. Dem entsprechend müde und kaputt bin ich am Morgen aufgestanden. Die Schulter schmerz immer noch ein wenig, aber den Arm kann ich heute schon besser bewegen.

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28.09.09

... das war was

Als wir ankamen, sagte man uns das ich noch eine Stunde warten müsse der erste Eingriff hatte etwas mehr Zeit in Anspruch genommen. So sind wir noch mal ins Brustzentrum gegangen, um die Narbe ansehen zu lassen, aber da ist alles okay.
Noch einen kurzen Spaziergang und dann musste ich auch schon rein, etwas mulmig wird einem da schon, man kommt in ein Zimmer mit Bett muss sich ausziehen und des komische OP-Hemd anziehen, dann muss man warten bis man geholt wird.
Nach einer Weile ging es in den OP, och war das kalt dort und das OP-Bett so schmal, für etwas fülligere ist das glaube nicht gemacht, habe gerade so platz darauf gehabt. Ein Vorteil, man wird richtig bequem Zurecht gelegt und das Personal war sehr nett.
Der Eingriff selber tut nicht weh man bekommt eine örtliche Betäubung, aber zwischen durch wird es etwas unangenehm, aber man kann es aushalten, denn ich hatte im Hinterkopf das der Port mir hilft, nicht mehr so oft gestochen zu werden. Die nette Anästhesistin, hatte sich schön mit mir unterhalten und mich somit ein wenig abgelenkt. Im Allgemeinem dauerte der Eingriff nicht lange und ich konnte wieder auf das Zimmer, habe auch gleich eine Tasse Kaffee bekommen und was essen konnte ich auch denn ich hatte seit dem Vortag nichts mehr gegessen. Man muss nüchtern zu dem Eingriff kommen. Eine dreiviertel Stunde später konnte ich dann abgeholt werden und nach Hause. Die Schulter tut etwas weh ist aber aus zu halten, immer hin steckt da jetzt ein Fremdkörper drin.

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27.09.09

Port-Implantat (2)

Heute ist es nun so weit, in ca. 2 Stunden wird mir das Port gelegt. Ich hoffe das dann am kommenden Donnerstag und Freitag alles gut läuft mit den Infusionen. Ansonsten geht es mir gut, im vergleich zu anderen Bedroffnen Frauen. Ich geniese jede Minute Sonne, gehe viel Spazieren und ich denke das braucht der Körper.
Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die neue Woche, und ärgert euch nicht so viel denn viele Streitigkeiten haben keinen Sinn, es gibt wichtigeres im Leben, denn das man ein Leben hat.

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25.09.09

Ärger mit der Krankenkasse

Oh man, wenn wir noch einmal mit einer Krankenkasse telefonieren müssen, bekommt der /die am anderen Ende ein haufen Frust ab.
Tage lang telefoniert man hin und her, und Bayern scheind wirklich in allem Extrawusrt zu sein. Für eine Kassenperücke (die heut zu tage sehr gut verarbeitet sind) gibt es in der Regel von der AOK eine Zuzahlung von 360,- € und das Bundesweit, warum Bayern nicht? Ich finde das so zum Kotzen (sorry für den Ausdruck), man ist eh nervlich nicht so gut beieinander wegen den ganzen Behandlungen und muss sich noch mit den Kassen anlegen.

Meine GroßeFrage ist nun:"Ist die AOK Bundesweit gleich, oder regelt die AOK ihre Angelegenheiten Regionsbedingt?" 

Man kommt sich als Patient richtig verarscht vor, und vor allem was ist mit den 100,- € differenz wenn eine AOK 360,- und die andere nur 260,- € zahlt?

Das es von Kasse zu Kasse unterschiede gibt ist mir bewusst, aber das es innerhalb einer Gesellschaft solche riesen Unterschiede gibt ist schon Hammer.
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24.09.09

Zur Perücke

möchte ich dann auch noch was sagen, wir kamen in diesen Raum und ich dachte oh mein Gott das kann ja wohl nicht war sein die sieht ja scheiße aus, Leute lasst euch echt nicht von den ersten Eindruck hinreisen und geht wieder.Ihr werdet es bereuen! Schnell hatten wir dann eine gefunden die UNS gefallen hat die einigermaßen gut aussah, dann kann die Beratung rein und sagte uns das sie gestern eine ganz tolle Perücke verkauft hat, von der sie total begeistert ist und ging gradewegs auf die zu die wir so schrecklich fanden. Was soll ich sagen sie setzt meiner Maus das "Ding" auf und wau sah das gut aus ich war hin und weg, das ist meine süße mit einer super süßen neuen Frisur HAMMER! Dann wollten wir aber die Perücke mal aufsetzen lassen die uns von Anfang an gefallen hat, sorry Schatz das ich so lachen mußte, sie sah aus wie eine alte Oma das war garnicht meine Maus. Deshalb rate ich jedem laßt euch beraten ihr werdet es nicht bereuen. Ich freue mich schon auf den Tag wo wir wieder da hin fahren um sie abzuholen, jetzt bitte nicht falsch verstehen, die Kopftücher sehen auch super aus, aber jeder auf der Straße dreht sich rum guckt blöd und das macht mich sauer das Menschen so Doof sein können.

Ist schon verrückt!!

Gestern waren wir im Friseursalon und ich habe Perücken anprobiert, da so eine Perücke sehr teuer ist, bekommt man einen Perückenschein von der Klinik wo man die Behandlung bekommt. Der Witz an der Sache ist, die Friseuse sagte, das wir aber spät damit kommen, in der Regel vor der ersten Chemo.
Das hat uns aber keiner gesagt, wenn wir nicht durch viele andere gehört hätten das es so was gibt, hätten wir nicht mal nach so einem Schein gefragt. In der Klinik sagte man uns am Tag der ersten Chemo bekommen sie den Taxischein (bei Krankenkasse einreichen zum abstempeln) und den Perückenschein (den beim Friseur abgeben, so fern das Geschäft selbst mit der Krankenkasse kooperiert) .
Also wer die OP hinter sich hat und weis ich bekomme Chemo gleich bei dem Aufklärungsgespräch zur Chemo (wenn möglich auch eher) diese Scheine verlangen.
Auch wenn man denkt man kommt mit den Tüchern und Hauben zu recht, sollte man sich den Schein geben lassen. Da ich über den Winter ohne Haare gehen werde, habe ich mich für eine Perücke endschieden, werde aber je nach Wetter auch weiterhin Tücher tragen weil ich mich an den Anblick gewöhnt habe und es auch gar nicht mal so schlecht aussieht.

22.09.09

Port-Implantat

Heute war nun das Gespräch wegen dem Portimplantat. Das Gespräch war kurz und schmerzlos, da wir keinerlei Fragen hatten. Da für bekommt man auch ein Aufklärungsblatt mit nach hause wo alle Informationen drauf stehen. Der Arzt wiederholt im wesendlichen das was dort abgedruckt wurde. Nun ist dann nächste Woche Montag termin.
Im Internet habe ich schon oft gelesen in letzter Zeit, das viele sehr zufrieden damit waren ein Port gelegt bekommen zu haben. Andere wiederum werden denken, warum soll ich mir so ein Fremdkörper einpflanzen lassen? Es ist jeden selber überlassen, und es sind einige Faktoren die da mit spielen ein Port zu implantieren.
Risiken gibt es überall, egal wie fordgeschritten die Medizin ist, eine Garantie das nichts passieren kann gibt es keine.

21.09.09

11 Tage schon

… geschafft, morgen geht es zu einem Gespräch in die Klinik, um mir ein Port legen zu lassen. Da ich schon bei der ersten Chemo mit dem legen von einer Kanüle Probleme hatte, mein rechter Arm war ganz schön zerstochen.

Da ich erst am Anfang der Chemo stehe, ist der Port für mich eine gute Lösung/Alternative zur Kanüle.

Körperlich geht es mir, verhältnismäßig gut, keine Übelkeit und kein Erbrechen auch dieses Gefühl zu viel getrunken zu haben ist weg. So ca. ab dem elften bis zwölften Tag werden dann auch die Haare anfangen aus zu gehen, muss aber nicht unbedingt so sein ist Abhängig von der Chemo und wie man sie verkraftet. Ich habe die Haare schon rappel kurz, da wird das nicht so schlimm, habe schon in vielen Foren gelesen das die Frauen ihre Haare am Morgen in den Händen hatten oder auf dem Kopfkissen liegend, das wollte ich mir ersparen, und ich kann es nur empfehlen die Haare vorher zu kürzen vielleicht so wie ich in Etappen, da meine Haare lang waren, viel mir dann der Igelschnitt nicht mehr so schwer.

Mittler weile habe ich auch endlich, die Informationen die ich wollte zum Beispiel die Ernährung man hört ja viel, das verschiedene z.B. kein Fleisch (rotes Fleisch) mehr mögen, das man kein frisches Obst essen soll, und so weiter.

Ich finde nur schade das man solche Infos erst zusammen tragen muss, und sie nicht von Anfang an mit erhält, wenn fest steht man bekommt eine Chemo.

18.09.09

Ich werde diesen Weg mit dir gehen!!

Es macht mich so stolz, wie du das bis jetzt schaffst. Klar ist es für mich auch nicht leicht den Menschen den man liebt so leiden zu sehen, wie gerne würde ich dir viel mehr abnehmen.
Manchmal denke ich, das was ich mache einfach nicht genug ist. So gerne würde ich noch viel mehr für dich machen, aber was? Was kann ich noch machen? Klar, da sein werde ich immer für dich, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Neben dir sitzen bei jeder Therapie, dir die Hand halten, dir Tee kochen dich in den arm nehmen dich wärmen wenn dir kalt ist, dir zu hören, aber ist das wirklich alles was ich für dich machen kann?
Nein Maus das ist keine frage an dich diese frage stelle ich mir, weil wie ich schon sagte ich dir gerne alles abnehmen würde. Aber da das nicht geht werde ich jede Minute am Tag dir alle wünsche von den Augen ablesen, alles tun das es meinem Schatz gut geht soweit dies möglich ist. Ich liebe Dich Maus!

... heute genau eine Woche

Heute vor einer Woche bekam ich die zweite Infusion, es gibt Tage an den fühle ich mich fast als wäre überhaupt nichts mit mir, dann sind wieder Tage dabei in denen es einem nicht so berühmt geht (eine 80 jährige ist nichts dagegen), aber im großen und ganzen muss ich sagen, kann man es ertragen.
Ich denke es kommt auch auf einen selber an, geht raus an die frische Luft, sucht euch eine Beschäftigung, da werden einige sagen "ich kann doch nichts", das stimmt so nicht, denn wenn man es nicht versucht kann man nicht wissen ob man etwas kann. Eins kann man auf alle Fälle so fern man es in der Schule gelernt hat lesen und schreiben.
Schreibt auf was euch beschäftigt, was ihr so den lieben langen Tag macht, wie es euch geht, u.s.w. jeden Falls nicht den Kopf in den Sand stecken, es liegt an euch (auch an der Medizin) wie schnell und ob ihr gesund werdet.
Vor allem versteckt euch nicht, selbst wenn die Haare ausgefallen sind, ihr müsst daran denken das es vielen andern Frauen auch so geht.

Lasst es zu das eure Nächsten an eurem Leben teil haben.

16.09.09

..... noch mehr Fragen....

Die nächsten Fragen kommen auch schon:

- Was verwende ich "wenn" die Schleimhäute in Mitleidenschaft gezogen werden?
- Welche Schleimhäute sind betroffen?
- Was brauche ich an Pflegemitteln, welche sollte ich meiden?
- Was machen bei Übelkeit und Erbrechen?
- Haarausfall was tun?
- Wie komme ich zur Behandlung (Ambulant oder Klinik) wer zahlt das Taxi?

Auf diese Fragen musste ich nach Antworten suchen. Auch habe ich viel von anderen erfahren was man bei der Aufklärung nicht erzählt bekommt oder nur sporadisch.
Natürlich ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich wie ein Körper auf die Chemo reagiert, aber man sollte wenigstens als betroffner wissen wie man sich in diesem Zeitraum am besten Pflegt und welche Produkte man nehmen kann/darf.

Kleine Liste

- Salbeitee bei Übelkeit und bei Beeinträchtigung der Mundschleimhäute
  - Kamille geht auch (das bevorzuge ich, denn der Salbei ist gewöhnungsbedürftig)
- eine weiche Zahnbürste und milde Zahncreme (einfach mal in der Apotheke frage)
  - wenn es ganz schlimm kommt Wattestäbchen für die Zahnreinigung verwenden, oder noch besser vor ersten Chemo zum Zahnarzt und mit ihm einen Pflegeplan anfertigen
- um die Haut weich und geschmeidig zu halten kann man Babyöl verwenden (ist auch für die Kopfhaut gut wenn die Haare weg sind), oder allgemein rückfettende Salbe verwenden

Also was das Essen angeht, da macht jeder bestimmt seine eignen Erfahrungen, Richtungweisend kann man nur sagen, esst wo nach ihr Appetit habt und was euch schmeckt. Bei frischen Früchten und Fruchtsäften scheiden sich die Geister, aber man sollte sie wirklich meiden vor allem wegen der Schleimhäute. Ganz wichtig keine Zitrusfrüchte und auch keine Scharfen Lebensmittel (wegen dem Magen).
Esst mehrere kleiner Mahlzeiten am Tag, dann geht es auch dem Magen einiger maßen gut. Die anfängliche Übelkeit, so sagt man verfliegt, ich kann aber nur für mich sprechen und bei mir ist sie immer noch da, zwar nicht mehr so schlimm wie am Anfang (unmittelbar 1 bis 3 Tage nach der Chemo) aber erträglich. Auf keinen Fall aufhören zu essen, der Körper braucht Ballaststoffe. Und sollte es schlimm bleiben mit dem Arzt sprechen.

Was tun? .. die Fragen kommen erst nach und nach

Eine Flut von Prospekten und Internetseiten

Es ist schon alles sehr verwirrend, man bekommt eine Diagnose wenn man Glück hat einen Arzt der Verständnis hat und einem alles gut erklärt. Aber nach all dem Fachchinesisch was ich mir in den letzten Wochen erklären lassen habe, komme ich erst mals zum nachdenken.
Man bekommt auch Prospekte, und darf sich selber durchlesen was da drin steht, ja nur wirklich steht da nicht drin was ich wissen möchte. Das es Selbsthilfegruppen gibt, und viele Internetseiten die man durch stöbern kann, das eine Prospekt spricht von Frauen vor den Wechseljahren und was sein kann und was nicht.
Wenn man nicht selber Fragen stellt bekommt man keine Antworten, aber nach langer Suche im Net habe ich doch eine Seite gefunden die mir erklärt was Brustkrebs ist, wie man es behandeln muss/sollte, über OP, Chemo, Bestrahlung und Terapien, vorallem Aufklärung über Nebenwirkungen die auftreten können aber nicht müssen.
Ich bin auch über Seiten im Internet gestolpert, da fragt man sich ob das wirklich Ärzte sind die da schreiben. Ich bin kein Mensch der alternative Heilmethoden  ablehnt, aber man sollte schon so viel Vertrauen zu seinem Arzt haben um auch der Schulmedizin zu vertrauen sonst braucht man überhaupt kein Arzt und kann sich gleich .. na ja.

Aber wer mehr wissen möchte sollte sich mal diese Seite ansehen. Brustkrebs Studien hier wird gut beschrieben was Brustkrebs ist und was man für Behandlungen erwarten sollte.



14.09.09

Vierter Tag

Nun sind schon 4 Tage seit der ersten Behandlung vorbei, mir geht es einiger maßen gut, bis auf die allgemeine Übelkeit und etwas Kopfschmerzen. Aber das sind wie man liest meist die ersten kleinen wehwechen.
Was interessant ist, wenn man sich so durch das Internet liest. Da Brustkrebs ja eigentlich wie eine Volkskrankheit ist (Krebs überhaupt) müsste es doch gute und ausreichende Informationen, zur Ernährung, zum Verlauf oder zu den Nebenwirkungen geben. Oder sagen wir anders, es gibt viel zu viele Informationen, wo bei viele da von auch nicht mal zu treffen oder nur Teilweise, auf alle Fälle ist es erschreckend was man so so liest.

Man bekommt gute ärztliche Unterstützung, während der Behandlung, sollte etwas nicht in Ordnung sein, kann man sich jeder Zeit an die Klinik wenden oder den behandelnden Arzt, ansonsten sollte man während der Chemo-pause tun worauf man Lust hat, raus gehen, schwimmen, man kann alles machen, nur eins sollte man nicht sich zurück ziehen.

Für solche Fragen gibt es auch antworten, aber wie ist das mit dem inneren ich? Gut man kann in eine Selbsthilfegruppe und reden, aber sein wir ehrlich interessiert mich wirklich was andere innerlich durchmachen? Nein, denn jeder Mensch ist anders einer benötigt eine Gruppe der andere nicht. Die Frage die mich innerlich beschäftigt ist doch, trotz Chemo und moderner Medizin kommt der Krebs wieder oder nicht, und wenn man dann noch Menschen in seinem Familienumfeld hat die daran verstorben sind, auch wenn es schon mehr als 10 Jahre her ist. Die Frage ist doch .."muss ich sterben". Ich glaube wer sagt er denkt nicht darüber nach lügt.

11.09.09

Tag 2 der Behandlung

Heute war dann Tag zwei der Behandlung. Mir ging es am Morgen auch wieder einiger maßen gut, konnte gut Frühstücken. Nach Einnahme der beiden Tabletten, kam das Übelkeitsgefühl wieder etwas raus, aber dieses mal nicht so schlimm.
In der Klinik angekommen, musste ich auch gar nicht lange warten. Das was ich heute bekam war so eine Art Spühlung, versehen mit Medikamenten für die Blase und den Magen. Weil die Chemo drotz guter Dosierung  aggresiv ist. Aber es hilft einem Gesund zu werden, denn die Chance geheilt zu werden ist in der heutigen Zeit viel besser, natürlich braucht es für eine Heilung auch bestimmte Voraussetztungen, denn eine 100 % Garantie gibt es nirgend wo.
Nun muss ich drei Wochen, bis zur nächsten Chemo warten, aber in dieser Zeit so ca ab dem 8 Tag nach der Chemo, gibt es einen Zeitraum in dem man sehr auf sich aufpassen sollte. In dieser Zeit, ist das Immunsystem des Körpers sehr geschwächt. Man sollte es vermeiden in größere Menschenansammlungen zu gehen, oder gar sich zu verletzten. Man sollte auch auf die eigne Körpertemperatur achten denn schon ab 37,5°C zählt es als erhöhte Temperatur. Aber außerhalb dieser Zeit sollte man machen wo rauf man Lust hat, um sich selber wohl zu fühlen und um sich damit auf zu bauen. Es wäre ganz falsch wenn man sich verkriecht.

An dieser stelle möchte ich einem Menschen ein ganz ganz dickes Dankeschön sagen, Sie ist jeden Tag für mich da, begleitet mich zu jeder Untersuchung, das gibt mir Kraft und Mut das alles zu schaffen. Ich weis das auch für sie es nicht leicht ist, weil man sich Hilflos vorkommt. Aber ich kann ihr sagen das, schon das da sein, mit einem Reden und mich einfach mal in den Arm nehem, gemeinsam Weinen eine große Hilfe für mich ist.

Das erste mal geschafft.

Eine seltsame Nacht habe ich vor der Infusion hinter mich gebracht, kaum geschlafen weil einem Tausend Gedanken durc den Kopf schießen.
Denn auf eine Art helfen die Medikamente (Chemo) weil sie auf einen Zugeschnitten werden, auf der anderen Seite greifen sie auch schnell wachsende Zellen an wie Rückenmark, Blutkörperchen und Haarzellen. Da macht man sich so seine Gedanken.
Auf alle Fälle war es erst einmal noch ein kleiner Marathon im Krankenhaus. Zuerst wird Blut genommen und gleich der Zugang für die Infusion gelegt. Das Blut wird in das Labor geschickt und sofort untersucht, damit die Apotheke gleich das Medikament zusammen stellen kann. So wird individuell für jeden Patienten die perfekte Mischung zusammen gestellt, aber zu vor muss noch eine Stelle angelaufen werden.
Für mich ging es dann weiter zum EKA und zum Echokartiogramm, hier bei wird das Herz untersucht. Das ist sehr wichtig das dass Herz gut schlägt und kräftig ist, da auch die Herzwände in mitleidenschaft gezogen werden. Diese Untersuchung wird auch regelmäßig wiederholt, um gegebnen Falls die Medikamentenzusammenstellung zu ändern. Dann ging es wiederc in die Ongologie, wo noch ein Ärztegespräch und eine Körperuntersuchung statt fand. Ganz wichtig ist vor beginn der Chemo sollte die Narbe der Brust-OP gut verheilt sein.
Dann ging es los, zuerst wird eine kleine Flasche mit ca. 100 ml angehängt das ist ein Medikament um die bessere Verträglichkeit der Chemo zu gewährleisten. Dann kam der erste 1000 ml Beutel mit Kochsalzlösung und dem ersten Medikament für die Chemo. Bist das durchgelaufen war gingen knapp 2 Stunden dahin. Auf alle Fälle muss man viel Zeit einplanen. Aber schön ist in dieser Zeit, wird man schön versorgt mit Essen und Trinken und man kann Fernsehen um die Zeit besser zu überbrücken, sogar ins Bett hätte ich mich legen können.
Da die Infusionen 10 Grad kälter sind als die Körpertemperatur ist, fängt man schnell an zu frieren, aber da für bekommt man eine Decke.
Nach diesem Beutel kamen erst wieder ein kleinerBeutel mit einem Verträglichkeitsmedikament, dann zwei Spritzen gefüllt mit roter Flüssigkeit, die Ärztin sagte, sie nennt es Gummibärsaft. In der Regel merkt man nicht wie das Mittel gespritz wird da es auch über den Zugang gegeben wird, mein Unglück ist das meine Venen sehr dünn und da durch sehr empfindlich sind.
Aber auch das habe ich geschaft, nun noch einmal ein Beutel mit 1000 ml, dann war es für das erste mal fast geschaft. Bei soviel Flüssigkeit die einem zugeführt wird kann es sein das man sehr oft auf Toilette muss.
Zu hause ging es mir dann gar nicht so gut, Übelkeit wie irre, ich konnte mich nicht legen weil immer wenn ich meinen Magen irgend wie zusammen drückte auch unbewusst, hatte ich das Gefühl ich müsste jetzt ganz schnell auf das Klo, ich glaube es wäre besser gewesen wenn ich das häötte gekonnte oder zumindest mal richtig Aufstoßen, aber beides ging nicht. Man wird aber vom Krankenhaus mit Medikamenten für zu Hause versorgt. Aber erst gegen Abend kurz vorm Schlafen habe ich dann ein Zäpfchen genommen, das machte Müde und nahm auch die Übelkeit, so hatte ich eine einiger maßen gute Nacht. Wie das bei mir dann so ist wenn ich Tagsüber nicht so oft auf die Toilette muss kommt das Nachts, vorallem bei der Ganzen Flüssigkeitszufuhr Tagsüber. Wie heißt es so schön, was rein geht muss auch wieder raus.

09.09.09

Jetzt sind sie ab.

Es ist schon ein komisches Gefühl sich jetzt über den Kopf zu streichen. Am Anfang hatte ich etwas angst die Haarschneidemaschine an zu setzten. Aber nach dem ersten Schnitt war es nicht mehr so schlimm, und irgend wo musste ich auch innerlich lachen als ich mich so ohne Haare gesehen habe.
Eine gute Freundin sagte zu mir, das ist jetzt auch ein Abschnitt deines Lebens, der dir damit zeigt du kämpfst. Denn ohne Chemo kommt der Krebs wieder. Die Haare wachsen wieder nach, und wenn das alles vorbei ist, werden Tage kommen an denen man sogar darüber lacht.
Aber ich denke die Ärzte haben recht, es wird für eine Frau schlimmer sein wenn sie morgends auf wacht und hat Haare auf dem Kissen liegen oder beim Kämmen in der Bürste.
Morgen bekomme ich die erste Chemo, wie der Tag abgelaufen ist werde ich dann hier nieter schreiben.

05.09.09

Bald ist es soweit

Am kommenden Donnerstag beginnt für mich die erste Chemo. Aber vorher werde ich mir die Haare abnehmen lassen. Selbst mein Arzt hat gesagt das es besser ist das vorher zu tun, das es nicht so schön wäre wenn man morgends aufwacht und die Haare auf dem Kissen liegen, oder man sie beim Kämmen in der Bürste hat. Etwas mulmig ist mir schon, ich werde versuchen den ersten Schnitt selber zu machen. Sollte ich es nicht können habe ich einen lieben Menschen an meiner Seite, die mir in allem bis jetzt sehr geholfen hat. Auch für sie ist es schwer.
Eine schöne Kopfbedeckung habe ich mir auch schon gekauft, und siehe da ich denke sowas kann ich mir selber nähen.