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01.11.19

Schlagerparty

24.01.17

Abschluss 2016 und Absetzten von Tamoxifen


Ach was soll es, wir wollen uns nicht beklagen. Ein Dach über dem Kopf, eine Partnerin die immer hinter einen steht unsere kleine kalte Schnauze Snoopy und nicht zu vergessen unsere Enkel. Anderen Menschen denke ich geht es schlechter.
Auf alle Fälle war es ein sehr krank-reiches Jahr. Im Februar hat es angefangen mit Schnupfen, das hat sich gezogen bis April mal mehr mal weniger schlimm. Ende April der Hammer mit vier Wochen Krankenhaus, danach ging es mit Schnupfen weiter. Meine Frau ist jetzt dran Bandscheibenvorfall. 
Dann drücken wir die Daumen das 2017 ein gesünderes Jahr wird.

Im November ging es noch einmal nach Leipzig zur Nachsorge. Dieses Mal habe ich mich nicht mehr überreden lassen das Tamoxifen weiter zu nehmen. Mir geht es gut, mein Blut zeigt keinerlei Auffälligkeiten. Ich bin es einfach müde Tabletten zu nehmen. Die Nebenwirkungen sind allgegenwärtig. Und was soll ich sagen zu meinem Erstaunen hat die Ärztin nichts dagegen gehabt das ich die Tabletten absetzte.

Es ist schon seltsam, wie schnell so eine Krankheit und die Meditation einen vermeintlich gesunden Menschen, der mitten im Leben steht, arbeiten geht und sich durchs Leben beißt von den Füßen geholt wird. Mit Sport und gesunder Ernährung versuche ich meinen Alltag zu bestreiten und nicht mehr alles so ernst zu nehmen. Denn wie sagten schon unsere Omas immer "die Suppe wird nicht so heiß gegessen wie sie gekocht wird". Und sein wir doch einmal ehrlich, der meiste Stress wird von uns selber verursacht und schnell wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht, ganz schlimm sind Menschen für mich die ihre Nasen in Dinge stecken die sie nichts angehen. Einfach einmal den Ball flach halten und wenn ich etwas nicht verstehe kann ich den diejenigen Fragen die es betrifft und ich muss keine Gerüchte verbreiten.

Seit 01.01.2017 nehme ich nun kein Tamoxifen mehr. Den Schaden der durch die Medikamente verursacht wurde, ist nicht mehr gut zu machen. Die Knochenschmerzen werden mich durch mein Leben weiter begleiten. Nur hoffe ich das die Schmerzen nicht schlimmer werden. Ganz schlimm sind sie wenn ich längere Zeit keinen Sport gemacht habe oder das Wetter umschlägt so wie jetzt mit der Kälte. Nur sage ich mir immer wieder, es könnte schlimmer sein. Den Spruch habe ich aus einem Kinderfilm, ein kleiner Fuchs namens Slyly sagte "es könnt alles noch schlimmer sein".

Bis jetzt habe ich noch nicht so etwas wie Entzugserscheinungen. Das war meine größte Befürchtung. 7 Jahre sind eine lange Zeit und der Körper wird das Medikament auch nicht so schnell abbauen.

Mich hat auch beschäftigt, was ist wenn ich diese Tabletten nicht mehr nehme. Die größte Angst ist, wieder an Krebs zu erkranken. Ich denke dieser Gedanke wird immer bleiben. Auf alle fälle werde ich hier weiter berichten, auch wenn die Lücken größer werden. Das ist aber nicht nur weil ich als geheilt gelte und die Untersuchungen weniger werden, die Lücken entstehen auch weil ich mich von dem Thema Krebs zurück ziehe. Jeder zweite erkrankt an Krebs, ich kann es irgendwie nicht mehr hören, das klingt vielleicht egoistisch, doch ist es auch eine normale Reaktion.
Ich möchte auch wie zum Beispiel auf Facebook nicht immer angeschrieben werden mit der Bitte doch Texte zu teilen um an Krebs erkrankten zu denken und zu helfen. Damit helfe ich nicht. Keiner der nicht an Krebs erkrankt ist, kann sich auch nur im geringsten vorstellen was in einem Menschen mit dieser Diagnose vorgeht. Das einzige was Angehörige und Freunde machen können, einfach da sein. Auch wenn es für Angehörige meist schlimmer ist mit der Diagnose umzugehen, ist es wichtig die Hand zu reichen. Texte nutzen dem Erkrankten nicht, auch wenn der Hintergrund vielleicht gut gemeint ist.

An dieser stelle eine Kerze für alle die den Kampf verloren haben.

Viel Kraft, Mut und Hilfe all denen die diese schreckliche Diagnose bekommen oder erneut bekommen haben. 

29.05.16

Erster Tag zu Hause

Es ist einfach unbeschreiblich. Die erste Nacht wieder im eigenen Bett, war super. Ich habe durch geschlafen. Aber wie meine Frau mir erzählte, das ich wohl im Schlaf meinen Krankenhausaufenthalt verarbeite. Die letzten 5 Tage waren auch wirklich nur noch nervenaufreibend. 
Nun wollte ich es am ersten Tag gleich wissen. Also zum Sportstudio und unsern Enkel angefeuert. Er hatte einen Karate-Wettkampf. Danach mit Frauchen einkaufen. Ich merkte aber schon im Studio das mein Kreislauf anfängt Polka zu tanzen. Und das drückende Wetter machte das laufen an der Luft nicht besser. Wieder zu Hause musste ich erst einmal die Beine lang machen. Ich wollte gleich zu Anfang zu viel und zu schnell. Schnell geht mal gar nicht. Nun werde ich heute Abend mit meiner Frau zusammen eine runde mit dem Hund gehen um mich langsam an das Treppensteigen zu gewöhnen. Im Moment ist das für mich ein Kraftakt.

Die Begrüßung von unserm Snoopy war lustig. Er war bei unserer Nachbarin und seinem Freund Alvin. wir geklingelt, ich stand etwas abseits der Tür so das er mich gar nicht gleich sehen konnte. Er stürmte auf Geli los und lief kurz zurück. Aber dann stürmische Begrüßung. Es hätte sein können das er mich zwar sieht und abschnuppert aber auch nicht weiter auf mich eingeht. Doch das war zum Glück nicht der Fall. Er ist mir in der Nacht kaum von der Seite gewichen und sucht auch tagsüber die Nähe zu mir.

Wie einem so etwas so aus der Bahn werfen kann, hätte ich nie gedacht. Nun heißt es wirklich langsam, zumindest bis alles wieder normal läuft. Ich hoffe nur es dauert nicht zu lange. Doch das liegt wohl auch an mir selber. Ich bin kein Mensch der sich lange ausruht, also denke ich das es schneller geht wieder auf die Beine zu kommen als gedacht.